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Bergbau und Industrie in Venezuela
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Erdölförderung im Becken um den Maracaibosee und im Ostteil des Landes beherrscht die Wirtschaft Venezuelas. Das Land zählt zu den führenden Erdölproduzenten der Welt. Die Reserven des Landes sind die größten auf dem amerikanischen Kontinent und laut Schätzungen die viertgrößten der Welt. Die ergiebigsten Ölfelder befinden sich im Becken des Maracaibosees. Ein Teil des Öls wird zur Verarbeitung in die Niederländischen Antillen exportiert. 1976 wurde die Erdölindustrie verstaatlicht, sie soll aber nach dem 1995 verkündeten Wirtschaftsprogramm auch wieder privaten Investitionen geöffnet werden. Das Land ist außerdem ein weltweit bedeutender Produzent von Erdgas.

Ein weiteres Standbein für den Bergbau Venezuelas ist die Förderung von Eisenerz. Bereits in den vierziger Jahren wurden am Orinoco ausgedehnte Lagerstätten entdeckt. Das heutige Förderzentrum für Eisenerz liegt in Cerro Bolívar. Weitere kommerziell genutzte Bodenschätze sind Bauxit, Diamanten, Gold, Silber, Platin, Kohle, Salz, Kupfer, Zinn, Asbest, Phosphat, Titan und Glimmer. Die Insel Margarita vor der Nordküste hat bedeutende Magnesitreserven. Ende der achtziger Jahre wurden im Grenzgebiet zu Guyana ausgedehnte Goldvorkommen entdeckt.

Seit den sechziger Jahren verstärkte die venezolanische Regierung ihre Bemühungen um die Weiterentwicklung des produzierenden Gewerbes.

Neben Caracas ist auch Ciudad Guayana ein bedeutendes Produktionszentrum. Wichtige Industriezweige Venezuelas sind neben Erdöl- und Erdgasförderung sowie Eisen- und Stahlproduktion die petrochemische Industrie, Aluminiumgewinnung, Nahrungs- und Genussmittelindustrie sowie die Textilindustrie. Bedeutende Industriestandorte befinden sich beispielsweise bei Maracaibo, San Cristóbal, Caracas, Ciudad Guayana, Puerto La Cruz und Tucupita.

Die Währungseinheit Venezuelas ist der Bolívar (Bs) zu 100 Centímos. Die Zentralbank (Banco Central de Venezuela) wurde 1940 gegründet und fungiert als Staatsbank, Notenbank und Verrechnungsstelle der Geschäftsbanken. Die wichtigste Börse hat ihren Sitz in Caracas. Bei der Bankenkrise Anfang 1994 wurden zwölf der 47 in Venezuela tätigen Banken nach ihrer Zahlungsunfähigkeit unter staatliche Aufsicht gestellt.

Die wichtigsten Exportprodukte von Venezuela sind Erdöl und Erdgas. Daneben werden vor allem Metalle (z. B. Eisenerz) ausgeführt. Haupteinfuhrgüter sind neben Rohstoffen und Zwischenprodukten für die verarbeitende Industrie Maschinen und Fahrzeuge, chemische Erzeugnisse sowie Konsumgüter. Wichtige Handelspartner sind vor allem die Vereinigten

Industrie von Venezuela
Industrie von Venezuela. Encarta
Staaten, gefolgt von Kolumbien, Japan, Ländern der Europäischen Union (z. B. Niederlande, Deutschland, Italien, Großbritannien), Mexiko und Brasilien. Venezuela hat ein Straßennetz von 96 155 Kilometern Länge; etwa 34 Prozent der Straßen sind befestigt (1999). Das Schienennetz umfasst 682 Kilometer, die wichtigste Linie verbindet Puerto Cabello und Barquisimeto. Bedeutend ist auch der Verkehr auf den Wasserstraßen, besonders auf dem Orinoco. Am dichtesten ist das Verkehrsnetz im Norden, während die Verbindungen ins Landesinnere in einigen Gebieten noch unzulänglich sind. Das inländische Flugnetz ist gut ausgebaut; der wichtigste Flughafen liegt bei Caracas. Die internationale Fluglinie Venezolana Internacional de Aviación (Avisa) wurde 1991 privatisiert. 68,1 Prozent der in Venezuela erzeugten elektrischen Energie stammen aus Wasserkraftwerken. Eine der bedeutendsten Anlagen ist der Guristausee am Caroní; sie erzeugt nahezu die Hälfte des gesamten Strombedarfs. Venezuela," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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