Wirtschaft von Kolumbien
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Fotografien Kolumbien |
Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 153 405 Millionen US-Dollar (2006). Die Gesamtzahl der Beschäftigten in Kolumbien beträgt etwa 22,8 Millionen; 22 Prozent sind in der Land- und Forstwirtschaft und in der Fischerei tätig, 19 Prozent arbeiten in Industrie und Bergbau und 59 Prozent im Dienstleistungssektor. Der Drogenhandel hat sich zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. Nach Angaben von US-Behörden gehört Kolumbien zu den weltweit größten Herstellern von Kokain und ist ein wichtiger Lieferant für Marihuana und Heroin. |
Ein Großteil der zur Produktion benötigten Ausgangsstoffe soll verschiedenen Quellen zufolge aus Peru und Bolivien stammen. |
Schätzungen zufolge werden in Kolumbien pro Jahr 7 500 Tonnen Marihuana, rund 800 Tonnen Kokain und etwa fünf Tonnen Heroin produziert. Die Erlöse liegen schätzungsweise zwischen vier und fünf Milliarden US-Dollar. Zwar gelangen den kolumbianischen Sicherheitskräften 1997 und 1998 entscheidende Schläge gegen die Drogenkartelle im Land, aber es sollen sich bereits wieder neue kriminelle Strukturen gebildet haben. Rund 44 Prozent der Landesfläche unterliegen landwirtschaftlicher Nutzung. Kaffee ist die Hauptanbaufrucht Kolumbiens. Brasilien hat zwar eine höhere jährliche Kaffeeproduktion, Kolumbien ist aber der führende Produzent milder Kaffeesorten. Die Kaffeesträucher werden vornehmlich an Berghängen auf |
einer Höhe zwischen 1 000 und 1 900 Metern über dem Meeresspiegel angebaut, vor allem in den Departamentos Caldas, Antioquía, Cundinamarca, Norte de Santander, Tolima und Santander. |
Mehr als 150 000 meist kleine Kaffeeplantagen bedecken über eine Million Hektar Land. Die Kaffeeproduktion erreichte Anfang der neunziger Jahre eine Million Tonnen jährlich, wovon das meiste in die Vereinigten Staaten exportiert wurde. Andere wichtige Anbaufrüchte sind Zuckerrohr, Reis, Bananen, Tabak und Baumwolle. An dritter Stelle stehen Kartoffeln, Getreide, Gemüse und eine große Vielfalt an tropischen und subtropischen Früchten und Schnittblumen. Auch Pflanzenfasern wie Sisal (siehe Agave) und Hanf, aus denen man Seile und grobes Sackleinen fertigt, werden produziert. Der übermäßige Einsatz von Pestiziden hat die Bodenqualität beeinträchtigt, die Verwendung von Düngemitteln ist von 1994 bis 1997 um 3 Prozent gestiegen. Traditionelle landwirtschaftliche Bearbeitungsmethoden haben in Verbindung mit der |
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Verarbeitung von Kaffee. Encarta |
Entwaldung zu einer qualitativen Verschlechterung des Bodens geführt. Der wirtschaftlich relevante Tierbestand umfasst vor allem Rinder, Schweine, Schafe und Pferde. Ein großer Teil der Waldgebiete Kolumbiens ist wegen der schlechten Verkehrsanbindungen nicht nutzbar. Holz wird in erster Linie als Brennstoff verwendet. Die Küstengewässer und viele Flüsse und Seen Kolumbiens sind fischreich, gefangen werden u. a. Thunfische, Fächerfische und Forellen; die Hälfte der Fangmenge betrifft Süßwasserfische. Kolumbien," Microsoft® Encarta |
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