Geschichte Japans : Vom 1. zum 2. Weltkrieg (1914-1945)
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Fotografien Japan |
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Nach dem Tod von Tenno Meiji 1912 übernahm sein Sohn Yoshihito als Tenno Taisho („Große Gerechtigkeit”) die Nachfolge. Seine Amtszeit, in der er, körperlich und geistig erkrankt, die Regentschaft 1921 Kronprinz Hirohito überlassen musste, war vom Übergang der autoritären Regierungsform der Meiji-Ära zum krisengeschüttelten parlamentarischen System sowie von großen sozialen Spannungen gekennzeichnet, die nach dem verheerenden Erdbeben in Tokyo 1923 eskalierten. Aufgrund seines Bündnisvertrags mit Großbritannien von 1902 beteiligte sich Japan am 1. Weltkrieg auf alliierter Seite und erklärte dem Deutschen Reich am 23. August 1914 den Krieg. Bis Ende 1914 eroberten japanische Truppen die deutsche Niederlassung Tsingtau und besetzten die deutschen Kolonien Marshall-, Karolinen- und Marianen-Inseln im Pazifischen Ozean. |
Im Januar 1915 legte Japan der chinesischen Regierung 21 Forderungen vor, in denen es sehr weitgehende wirtschaftliche und politische Vorrechte in China für sich reklamierte. Obwohl diese Forderungen die Umwandlung Chinas in ein halbkoloniales Land unter japanischer Herrschaft bedeuteten, sah sich die chinesische Regierung zu diesem Zeitpunkt gezwungen, die 21 Forderungen weitestgehend zu akzeptieren. |
Erstmals traten hier die japanischen Hegemonialansprüche gegenüber China und dem gesamten ostasiatischen Raum in aller Deutlichkeit zu Tage. Ein Jahr später, 1916, überließ China Japan seine Handelsrechte in der Inneren Mongolei und der südlichen Mandschurei. Durch den Versailler Vertrag erhielt Japan nach dem Ende des 1. Weltkrieges vom Völkerbund die ehemals deutschen Marshall-, Karolinen- und Marianen-Inseln (mit Ausnahme von Guam, das an die USA fiel) als Mandatsgebiete. Das von Deutschland gepachtete chinesische Kiautschou fiel ebenfalls an Japan, musste aber aufgrund des Shandong-Vertrags, der 1922 auf der Washingtoner Konferenz unterzeichnet wurde, noch im selben Jahr an China zurückgegeben werden. |
Durch seine Zustimmung zu den Ergebnissen dieser Konferenz, die neben der Übergabe von Shandong die Rücknahme der 21 Forderungen durch Japan und die Anerkennung der territorialen Integrität und Souveränität Chinas einschlossen, demonstrierte Japan zwar eine versöhnliche Haltung gegenüber China. Dennoch empfand vor allem die Sowjetunion die ökonomische Interessenpolitik Japans in China weiterhin als bedrohlich und sah sich darin durch die innenpolitische Entwicklung Japans bestärkt. Im Flottenabkommen der Washingtoner Konferenz ließ sich Japan auf eine Begrenzung seiner Flottenstärke im Verhältnis 3:5:5 (Japan:USA:Großbritannien) festlegen. |
Im September 1918 übernahm erstmals der Vertreter einer Partei die Regierungsgeschäfte, die über eine Mehrheit in dem unterdessen etablierten Zweiparteiensystem verfügte: Hara Takashi, Mitbegründer und Vorsitzender der Konstitutionellen Partei(Seiyukai), leitete als erster bürgerlicher Premierminister das erste echte Parteienkabinett. Dem starken Einfluss des nationalistischen Militärs setzte er jedoch wenig entgegen. Das Militär kontrollierte die Politik durch seine starke Präsenz im Geheimen Staatsrat und im Militärsenat, der 1903 als Beratungsgremium des Kaisers eingerichtet worden war. Während schwerer innerer Unruhen fiel Hara Takashi 1921 einem Attentat zum Opfer. In Stufen wurde bis 1925 das allgemeine Wahlrecht für Männer über 25 Jahren eingeführt; die Zahl der Wahlberechtigten stieg damit auf 14 Millionen an. "Japan," Microsoft® Encarta |
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Kaiser Hirohito. Encarta |
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