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Geschichte Kambodschas : Das Pol Pot-Regime
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Im April 1975, kurz bevor Saigon in die Hände Nordvietnams fiel, nahmen die Roten Khmer Phnom Penh ein. Ihr Regime unter Führung von Pol Pot siedelte die gesamte städtische Bevölkerung zwangsweise auf das Land um, wo auf Ungehorsam oder selbst nur auf den Hinweis auf eine Mittelstandsstellung die Todesstrafe stand. Die Roten Khmer versuchten, Kambodscha von jeglichem Fremdeinfluss fernzuhalten, schafften das Geld ab, richteten Regimegegner hin, unternahmen groß angelegte wirtschaftliche Umformungen nach den Richtlinien von Chinas Großem Sprung nach vorn und bemühten sich ansonsten, einen doktrinären Kommunismus bzw. Maoismus einzuführen. Ihre Brutalität, die wohl über einer Million Menschen das Leben gekostet hatte, nahm Hanoi im Dezember 1978 zum Anlass für eine Invasion.

Wichtige Städte und Fernstraßen kamen rasch unter die Kontrolle einer von Vietnam unterstützten Marionettenregierung unter Führung von Heng Samrin, Vorsitzender des Staatsrates, und Hun Sen, erst Außenminister, dann Premierminister. Diese Regierung führte großenteils wieder den Lebensstil (einschließlich des Buddhismus) aus der Zeit vor 1970 ein, jedoch ohne Monarchie. Restliche Anhänger der Roten Khmer setzten währenddessen mit einiger Unterstützung von Nichtkommunisten den Widerstand insbesondere in den Gebieten nahe der thailändischen Grenze fort und bewahrten den Sitz Kambodschas in den Vereinten Nationen. Die so entstandene, unsichere Koalition mit Sihanouk als nominellem Präsidenten wurde im Ausland anerkannt, erhielt aber kaum Unterstützung im eigenen Land. "Kambodscha," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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Pol Pot
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