Geschichte von Madagaskar : Jüngste Entwicklungen
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Fotografien Madagaskar |
Präsident Zafy wurde im September 1996 vom Verfassungsgericht abgesetzt; damit entsprach das Gericht einem Antrag der Nationalversammlung, die dem Präsidenten Verfassungsmissbrauch vorgeworfen hatte. Bei den Präsidentschaftswahlen im Dezember 1996 setzte sich erneut Ratsiraka durch, und bei den Parlamentswahlen im Mai 1998 wurde Ratsirakas Partei, die Association pour la Renaissance de Madagascar (AREMA), stärkste Fraktion, verfehlte jedoch die absolute Mehrheit. Ratsiraka verfolgte nun einen marktwirtschaftlichen, demokratischen Kurs, ließ sich aber durch eine Verfassungsänderung 1998 die Befugnisse des Staatspräsidenten erheblich erweitern. |
Bei den Präsidentschaftswahlen am 16. Dezember 2001 trat Marc Ravalomanana, Bürgermeister der Hauptstadt Antananarivo, gegen Amtsinhaber Ratsiraka an. Nach der Auszählung der Stimmen durch unabhängige Wahlbeobachter erhielt Ravalomanana mehr als 50 Prozent der Stimmen und damit die absolute Mehrheit. |
Laut dem von der Regierung bekannt gegebenen offiziellen Wahlergebnis stimmten allerdings nur 46,2 Prozent für Ravalomanana. In der Folge kam es gegen die vermutete Wahlfälschung und gegen die Regierung Ratsiraka zu Massenprotesten der Opposition, das Land stand am Rande eines Bürgerkrieges. Am 22. Februar erklärte sich Ravalomanana zum rechtmäßigen Präsidenten Madagaskars und installierte eine Gegenregierung, woraufhin Ratsiraka den Notstand ausrief. Unter Vermittlung der Afrikanischen Union und nach einer erneuten Stimmenauszählung bestätigte das madagassische Verfassungsgericht am 29. April Ravalomanana formell als Wahlsieger, und am 6. Mai 2002 wurde Ravalomanana offiziell als Staatspräsident vereidigt. |
Ratsiraka erkannte das Ergebnis der Nachzählung nicht an und verweigerte sich auch allen internationalen Vermittlungsversuchen. Vielmehr stellte er Milizen auf, proklamierte die Sezession ihm treuer Landesteile und verhängte eine Wirtschaftsblockade über die Hauptstadt. |
Im Juli 2002 verließ Ratsiraka das Land, woraufhin sich die Situation weitgehend beruhigte. Zur innenpolitischen Stabilisierung trug auch der klare Sieg von Ravalomananas Partei Tiako-i-madagasikara (TIM) bei den vorgezogenen Parlamentswahlen am 15. Dezember 2002 bei; sie gewann 103 der 160 Mandate. Im Dezember 2006 wurde Ravalomanana mit gut 55 Prozent der Stimmen im Amt des Staatspräsidenten bestätigt, ebenso im darauf folgenden September bei den Parlamentswahlen seine Partei TIM als absolut stärkste Kraft mit 106 der unterdessen insgesamt nur noch 127 Sitze. Im Februar 2009 kam es zu blutigen Unruhen und Protesten gegen die Regierung Ravalomananas, dem Korruption und autoritärer Führungsstil vorgeworfen wurden. Angeführt wurden die Protestaktionen von dem 34-jährigen Oppositionsführer Andry Rajoelina, einem ehemaligen Radiomoderator und Bürgermeister der Hauptstadt Antananarivo. Nach wochenlangem Machtkampf erklärte Ravalomanana seinen Rücktritt, und Rajoelina wurde im März 2009 mit Unterstützung des Militärs ins Amt des Staatspräsidenten gehoben. Madagaskar," Microsoft® Encarta |
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Marc Ravalomanana |
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