Geschichte Kanadas : Innere Autonomie und Expansion
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Fotografien Kanada |
Nachdem der Wunsch nach Vereinigung aller britischen Kolonien in Kanada immer stärker wurde, fand 1864 die erste Konferenz von Abgesandten aller britischen Provinzen in Nordamerika statt. Föderationsverhandlungen führten am 1. Juli 1867 zur Verabschiedung eines Gesetzes (British North America Act), das Kanada als Bundesstaat (Dominion of Canada) mit voller innerer Autonomie proklamierte. Er setzte sich aus den Provinzen Ontario und Quebec (dem ehemaligen Ober- und Unterkanada) sowie Nova Scotia und New Brunswick zusammen. Nur wenige Jahre später schlossen sich Manitoba (1870), British Columbia (1871) und Prince Edward Island (1873) an. Hauptstadt des Bundesstaates wurde Ottawa, und John A. Macdonald von der Konservativen Partei wurde erster Premierminister. Das ausgedehnte Gebiet war überwiegend ländlich geprägt; mit Montreal, Quebec und Toronto gab es nur drei größere Städte. Die einzelnen Provinzen wurden durch etwa 4 200 Kilometer Bahnstrecke miteinander verbunden. |
1869 konnte das Staatsgebiet nach Westen vergrößert werden, da die Hudson’s Bay Company ihr Territorium an Kanada abtrat. Auf diesem wurden später die Provinzen Alberta und Saskatchewan sowie das Yukon Territory und die Northwest Territories gegründet. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts traten Alberta und Saskatchewan der Dominion of Canada bei. Eine wichtige Rolle bei der Erschließung der westlichen Provinzen spielte der verstärkt einsetzende Eisenbahnbau. 1885 wurde die transkontinentale Canadian Pacific Railway fertig gestellt. Dies gab der wirtschaftlichen Entwicklung Kanadas enormen Aufschwung. Entlang der Bahnstrecke entstanden Siedlungen und Bergwerke. In der 1896 beginnenden Regierungszeit des Frankokanadiers Wilfrid Laurier von der Liberalen Partei entstand auch durch Abbau der Zollschranken für britische Waren eine engere Bindung zu Großbritannien. |
Verstärkte Einwanderung von Europäern führte dazu, dass auch Westkanada immer dichter besiedelt wurde. Neue Eisenbahnlinien wurden angelegt, eine davon führte in den Norden der Provinzen Ontario und Quebec, wo Gold, Silber und andere Metalle entdeckt worden waren. Der industrielle Aufschwung führte auch zu einer verstärkten Urbanisierung. Der Anteil der Stadtbevölkerung nahm zu, damit aber auch die Entstehung von Armenvierteln und die Verbreitung von Krankheiten. In der kanadischen Bevölkerung wuchsen die Forderungen nach sozialen Reformen. Darüber hinaus entwickelte sich Widerstand gegen die zunehmende Einwanderung aus Europa, vor allem aus dem slawischen Raum. Die Unzufriedenheit weiter Teile der kanadischen Bevölkerung, verbunden |
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Kanada 1905. Encarta |
mit dem wieder aufkeimenden Streben nach Unabhängigkeit seitens der Frankokanadier, zwang Laurier 1911 zum Abdanken. "Kanada," Microsoft® Encarta |
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