Fotografien

Indien vom 16. bis 19. Jahrhundert


Mogulreich
Mogulreich

Als der bedeutendste Mogulherrscher gilt Baburs Enkel Akbar (Regierungszeit 1556-1605). Er schlug eine Reihe Aufstände rebellischer Fürsten in verschiedenen Regionen nieder, u. a. im Punjab und in den heutigen Bundesstaaten Rajasthan und Gujarat. 1576 gliederte er Bengalen in sein Herrschaftsgebiet ein, zwischen 1586 und 1592 eroberte er Kaschmir und 1590 Sind, und anschließend (1598-1601) erfolgte die Unterwerfung verschiedener muslimischer Königreiche im Hochland von Dekkan. Bei der Festigung seiner Herrschaft zeigte Akbar besonderes Geschick: Er verstand es, sich die Loyalität der zahlreichen feudalen Herrscher zu sichern – durch Ämtervergabe auch an viele von jenen, die er militärisch bezwungen hatte –, förderte den Handel, führte ein gerechtes Steuersystem ein und übte religiöse Toleranz. Den Widerstand verbliebener Gegner brach er jedoch mit grausamer und massenhafter Gewalt. Unter Akbars Enkel Shah Jahan erreichte das Mogulreich seine kulturelle Blüte. Die Regierungszeit von Shah Jahan (1628-1658) gilt als das goldene Zeitalter der indisch-islamischen Architektur, deren berühmtestes Beispiel der Taj Mahal ist.

1658 verdrängte Aurangseb seinen Vater vom Thron und nahm den Titel Alamgir („Eroberer der Welt”) an. Aurangseb (Regierungszeit 1658-1707) führte eine Reihe von Kriegen, um das Reich in seinem territorialen Bestand zu sichern.

Im Inneren löste er jedoch zahlreiche Konflikte und Rebellionen aus, vor allem durch seine intolerante Religionspolitik, die die orthodoxen Sunniten förderte, die persisch beeinflussten Schiiten benachteiligte und die Hindus bekämpfte. Und auch gegen die hinduistischen Marathen konnte er sich nicht durchsetzen; er starb 1707 auf einem seiner Feldzüge gegen die Marathen. Unter Aurangseb konnte die Sikh-Religion, die Elemente von Islam und Hinduismus vereinte, in Indien Fuß fassen. Im ersten halben Jahrhundert nach Aurangsebs Tod verlor die Mogul-Dynastie schrittweise an Macht.

Neben kleineren Königreichen und Fürstentümern, errichtet von muslimischen und hinduistischen regionalen Autoritäten, gründeten die Gouverneure der imperialen Provinzen große, unabhängige Staaten, darunter das bedeutende Hyderabad, das seine Unabhängigkeit bis zur Gründung des indischen Nationalstaates 1948 behaupten konnte. Auch Bengalen entwickelte sich zu einer eigenen Macht, bis es 1757 unter die Oberherrschaft der Briten geriet. Zugleich stieg das Reich der Marathen, das sich im 17. Jahrhundert im Gebiet des heutigen Bundesstaates Maharashtra selbständig gemacht hatte, zur stärksten Macht in Indien auf.

1739 erlitt das geschwächte Mogulregime eine verheerende Niederlage gegen den Perser Nadir Schah, der in Indien eingefallen war und Delhi plünderte, wobei ihm der riesige Koh-i-noor-Diamant und der sagenhafte Pfauenthron, der aus massivem Gold bestand und mit Edelsteinen besetzt war, zur Beute fielen. Nadir Schah zog sich bald wieder zurück, doch 1756 geriet Delhi erneut unter Fremdherrschaft, diesmal unter die des Emirs Ahmed Schah Durrani von Afghanistan, der zuvor bereits den Punjab erobert hatte. Nach seinem Abzug in die afghanische Heimat 1764 kehrte der Mogulherrscher wieder auf den Thron zurück. Als Lehnsherr der indischen Fürstentümer galt er noch als formelles Oberhaupt; angesichts der zunehmenden ethnischen, religiösen und politischen Spaltung des Landes, die auch immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen führten, verfügte er allerdings kaum noch über reale Macht und Autorität.

Parallel zum Verfall der muslimischen Macht hatten neben den Marathen die kämpferischen Sikhs weite Gebiete unter ihren Einfluss gebracht. Um 1800 errichteten die Sikhs unter Ranjit Singh ein faktisch unabhängiges eigenes Reich. Die Aussicht auf erneute Vereinigung Indiens in einem einzigen Staat war vollends geschwunden, und das Land, das bereits seit einiger Zeit das Interesse europäischer Mächte geweckt hatte, geriet sukzessive unter britische Herrschaft. 1858 setzten die Briten den letzten Mogulherrscher ab. "Indien" © Emmanuel BUCHOT, Encarta, Wikipedia.

Fotos von europäischen Ländern zu besuchen

Bilder der Türkei

Bilder der Türkei

Fotos Informationen

Fotos von Österreich

Österreich

Fotos Informationen

Bilder von Prag

Bilder von Prag

Fotos Informationen

Schottland Bilder

Schottland

Fotos Informationen

Kroatien

Kroatien

Fotos Informationen

Bilder von Deutschland

Deutschland

Fotos Informationen

Griechenland

Griechenland

Bilder Informationen

Bilder von Schweden

Bilder von Schweden

Bilder Informationen

Niederlande

Niederlande

Bilder Informationen

Bilder von Frankreich

Frankreich

Bilder Informationen

Fotos von Portugal

Portugal

Fotos Informationen

Fotos von asiatischen Ländern zu besuchen

Bilder indien

Bilder indien

Bilder Informationen

Fotos von China

Fotos von China

Bilder Informationen

Images de Hong Kong

Hong Kong

Bilder Informationen

Bilder von Kambodscha

Kambodscha

Bilder Informationen

Bilder von Japan

Bilder von Japan

Bilder Informationen

Bilder von Thailand

Bilder von Thailand

Bilder Informationen

Fotos von amerikanischen Ländern zu besuchen

Vereinigte Staaten

Vereinigte Staaten

Bilder Informationen

Website-Informationen