Frankreich unter Pompidou und Giscard d’Estaing
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Fotografien Frankreich |
Im Juni 1969 wurde Pompidou zum Staatspräsidenten gewählt. Zur Überwindung der wirtschaftlichen und sozialen Probleme leitete er unter dem Motto Participation eine Reihe innerer Reformen ein und beteiligte die Nationalversammlung stärker an der politischen Entscheidungsbildung. Seine Regierungen unter den Premierministern Jacques Chaban-Delmas (1969-1972) und Pierre Messmer (1972-1974) konnten sich in der Nationalversammlung auf bequeme Mehrheiten aus Gaullisten, Unabhängigen Republikanern und der bürgerlichen Mitte stützen. 1972 schlossen sich Sozialisten, Kommunisten und linke Radikalsozialisten erneut zu einem Oppositionsbündnis zusammen, zur Union de la Gauche (Linksunion), deren Initiator und führender Mann erneut Mitterrand war. Bei den Wahlen zur Nationalversammlung 1973 konnte sich die Regierungskoalition jedoch behaupten. |
In der Außenpolitik setzte Pompidou im Großen und Ganzen den von de Gaulle vorgegebenen Kurs fort und suchte wie sein Vorgänger die Unabhängigkeit Frankreichs zwischen den Supermächten USA und UdSSR zu wahren; in der Europapolitik dagegen befürwortete er eine Erweiterung der Europäischen Gemeinschaft um Großbritannien. Nach dem Tod Pompidous 1974 setzte sich der Unabhängige Republikaner Valéry Giscard d’Estaing im zweiten Wahlgang knapp gegen Mitterrand durch. Seine Premierminister Jacques Chirac (1974-1976) und Raymond Barre (1976-1981) regierten mit Mehrheiten aus Gaullisten, der Mitte und der gemäßigten Rechten. 1976 formierten sich die Gaullisten als Rassemblement pour la République (RPR) unter Chirac neu; |
1978 schlossen sich die Parteien der Mitte und der gemäßigten Rechten zur Union pour la Démocratie Française (UDF) zusammen. Bei den Wahlen zur Nationalversammlung 1978 unterlag die Union de la Gauche erneut der Regierungskoalition. Die innenpolitische Situation unter Giscard d’Estaing war geprägt von einer sich verschärfenden Rezession (eine Folge der Ölkrise 1973/74) sowie den Begleiterscheinungen zunehmende Arbeitslosigkeit und rasch ansteigende Inflationsrate. Durch ein striktes Spar- und Konjunkturprogramm gelang der Regierung Barre eine relative Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage. Die Außenpolitik unter Giscard d’Estaing bewegte sich in den gewohnten Bahnen; allerdings suchte er wieder die Annäherung an die NATO, ohne jedoch die Unabhängigkeit Frankreichs gegenüber den USA aufgeben zu wollen. |
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Giscard d'Estaing |
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