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Polen im 14. Jahrhundert


Kasimir III
Kasimir III

Anfang des 14. Jahrhunderts brachte der Herzog von Kujawien, Wladislaw I. Lokietek (1306/20-1333), mit Hilfe einiger Kleinfürsten und unterstützt vom Klerus nach langwierigen, schweren Kämpfen neben Kujawien auch Groß- und Kleinpolen unter seine Herrschaft und ließ sich 1320 in Krakau, das fortan Krönungsort der polnischen Könige blieb, zum König krönen. Sein Sohn Kasimir III., der Große (1333-1370), konsolidierte den Staat im Inneren, baute eine funktionierende Verwaltung auf, reformierte Rechtsprechung und Gesetzgebung und schuf damit eine wesentliche Grundlage für den Aufstieg Polens zur Großmacht. 1364 gründete er die Universität Krakau – nach Prag die zweitälteste Universität Mitteleuropas.

In der Außenpolitik beendete er die Konflikte mit den Nachbarn im Süden und im Norden: 1335 überließ er Schlesien vertraglich böhmischer Lehenshoheit, und 1343 verzichtete er gegenüber dem Deutschen Orden auf Pomerellen und das Culmer Land, erhielt dafür das inzwischen an den Orden verlorene Kujawien zurück. Außerdem weitete er seinen Herrschaftsbereich nach Osten aus: Er brachte Masowien unter seine Lehenshoheit, eroberte Ruthenien und das westliche Wolhynien. Von der großen Pestwelle, die Mitte des 14. Jahrhunderts nahezu ganz Europa heimsuchte, blieb Polen verschont, da Kasimir an den polnischen Grenzen die Quarantäne eingeführt hatte. Dennoch hatte die Pest nachhaltige Folgen für Polen: Dank Kasimirs Toleranz konnten zahlreiche Juden, die anderswo, vor allem in Deutschland, verfolgt wurden, nach Polen einwandern. Aus ihnen entwickelte sich dann das Ostjudentum mit der jiddischen Sprache. Kasimir III. starb 1370 ohne männlichen Erben; mit ihm endete die Piasten-Dynastie.

Schon 1339/55 hatte Kasimir seinen Neffen Ludwig I. von Ungarn aus dem Haus Anjou zu seinem Nachfolger auf dem polnischen Thron bestimmt, hatte dem polnischen Adel für die Zustimmung zu dieser Nachfolgeregelung allerdings auch erhebliche Zugeständnisse machen müssen. Ludwig I. hatte ebenfalls keine Söhne, konnte aber den polnischen Adel – durch weitere umfassende Privilegien im Vertrag von Kaschau 1374 – dazu bewegen, die weibliche Erbfolge anzuerkennen. Der Adel verfügte nun über weit reichende Mitbestimmungsrechte u. a. bei der Königswahl, genoss Steuerfreiheit und stellte alle hohen Beamten.

Nach Ludwigs Tod 1382 folgte ihm seine Tochter Hedwig auf dem polnischen Thron. 1386 heiratete sie auf Betreiben des polnischen Adels Großfürst Jagiełło von Litauen, nachdem er und der Großteil der noch heidnischen Litauer zum Christentum übergetreten waren, und begründete damit die polnisch-litauische Personal-, später Realunion sowie die Dynastie der Jagiellonen in Polen. "Polen" © Emmanuel BUCHOT, Encarta, Wikipedia.

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