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Kongresspolen


Rosa Luxemburg
Rosa Luxemburg

Die Liquidation des polnischen Staates schärfte das Nationalbewusstsein unter den Polen, und sie einte Polen und liberale Kräfte in ganz Europa im Kampf für die Wiedererrichtung eines souveränen polnischen Staates. Als „natürlicher” Verbündeter der Polen bot sich nun, während der Koalitionskriege, Frankreich an, der Gegner der drei Teilungsmächte Russland, Preußen und Österreich. Nach seinen Siegen über Preußen und Russland 1806/07 schuf Napoleon im Frieden von Tilsit (7./9. Juli 1807) als neues polnisches Staatswesen das Herzogtum Warschau, das sich vor allem aus den Gewinnen Preußens aus der 2. und 3. Teilung zusammensetzte und, nachdem es 1809 noch um den österreichischen Anteil aus der 3. Teilung erweitert worden war, etwa ein Fünftel des ursprünglichen Staatsgebiets umfasste. Napoleon gab dem neuen Staat eine am französischen Vorbild orientierte Verfassung, führte den Code Napoléon ein und setzte König Friedrich August I. von Sachsen als Herzog ein.

Nach Napoleons Niederlage in Russland besetzten russische Truppen 1813 das Herzogtum Warschau und bereiteten damit der polnischen Eigenstaatlichkeit erneut ein Ende. Auf dem Wiener Kongress 1814/15 schufen die europäischen Großmächte ein neues polnisches Staatswesen, das so genannte Kongresspolen bzw. Königreich Polen, das in etwa das Gebiet des Herzogtums Warschau umfasste, im Westen allerdings zugunsten Preußens um das Großherzogtum Posen verkleinert.

Krakau wurde „Freie Stadt”. Das neue Königreich kam in Personalunion an Russland, erhielt jedoch eine eigene Verfassung und Verwaltung sowie die Zusage, dass die Einheit der polnischen Nation gewahrt werde.

Die repressive, die Verfassung und die polnische Nationalität missachtende Politik Zar Nikolaus’ I. (1825-1855) provozierte 1830 einen ersten Aufstand der Polen gegen die russische Fremdherrschaft, den Novemberaufstand. Der Aufstand wurde von russischen Truppen brutal niedergeschlagen, die Verfassung und der autonome Status des Königreiches wurden kassiert, die polnische Armee aufgelöst und das Land einer rigorosen Russifizierungspolitik unterworfen.

1846 brach im österreichischen Galizien und in Krakau ein weiterer Aufstand aus, der ebenfalls niedergeschlagen und an dessen Ende Krakau Österreich einverleibt wurde, und ebenso scheiterte 1848 eine Erhebung im preußisch verwalteten Posen.

Zar Alexander II. (1855-1881) schlug in Polen zunächst einen etwas liberaleren Kurs ein; den Forderungen nach der Wiederherstellung der Autonomie gab er jedoch nicht nach, verstärkte im Gegenteil, je nachdrücklicher die Autonomie zurückgefordert wurde, wieder den Druck auf Polen. Im Gegenzug erhoben sich die Polen 1863/64 in einem letzten großen Aufstand, dem Januaraufstand, den Russland wiederum – mit preußischem Einverständnis – blutig niederschlug. Die Folge war eine Verschärfung der Russifizierungspolitik, Polen wurde zu einem russischen Gouvernement degradiert.

Die Nationalbewegung in Kongresspolen war damit aber keineswegs zerschlagen; in breiten Kreisen – von der Arbeiterschaft in den Industriezentren über das Bürgertum bis zum Adel – erhielt vielmehr der Wunsch nach Eigenstaatlichkeit neue Brisanz. Dabei gab es unterschiedliche Vorstellungen davon, wie die Eigenstaatlichkeit zu erreichen sei: Während die eine Gruppe eine Lösung in panslawistischem Rahmen, d. h. innerhalb Russlands, propagierte, strebte die andere Richtung die Wiederherstellung eines souveränen polnischen Staates durch die Schwächung bzw. Zerschlagung des Russischen Reiches durch dessen Gegner an. Für die revolutionäre Ausprägung der ersten Gruppe stand Rosa Luxemburg, die auf eine Revolution im gesamten Russischen Reich und im Ergebnis auf die Loslösung Polens aus dem Reich setzte; einer der prominentesten Vertreter der zweiten Gruppe war Józef Piłsudski.

Die Polen im österreichischen Galizien erhielten 1868 nach der Schaffung der Österreichisch-Ungarischen Monarchie weit reichende Autonomie, vor allem in Sprache und Kultur; hier entwickelte sich ein sehr starkes polnisches Nationalbewusstsein. In den preußischen Teilen Polens dagegen setzte, insbesondere nach der Reichsgründung 1871, in die auch Posen einbezogen worden war, eine Germanisierungspolitik ein, die dann vor allem vor dem Hintergrund des Kulturkampfes in den betroffenen Gebieten einen polnisch-deutschen Antagonismus heraufbeschwor. "Polen" © Emmanuel BUCHOT, Encarta, Wikipedia.

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