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Ungarisches kulturelles Leben


Ungarische Sackpfeife
Ungarische Sackpfeife

Nur wenige ungarische Künstler erlangten Weltruf. Die ungarische Malerei erlebte ihre Glanzzeit im 19. Jahrhundert zur Zeit der Romantik. Zu den namhaften Malern zählten Mihály Munkácsy, Viktor Madarász, Pál Szinyei Merse und Mihály Zichy. László Moholy-Nagy war ein bedeutender Künstler des 20. Jahrhunderts. Auf dem Gebiet der Plastik ragen György Zálas und Alajos Stróbls von Liptóujúar heraus. Während der kommunistischen Regierung dominierte auch in Ungarn der sozialistische Realismus. Zu den bedeutenden ungarnstämmigen Künstlern gehören die Photographen Brassaï, Robert Capa und André Kertész sowie die Architekten Ödön Lechner und Marcel Breuer. Namhafte Vertreter des ungarischen Films sind u. a. István Szabó und Márta Mészáros.

Die Geschichte der ungarischen Literatur beginnt im 13. Jahrhundert mit Übersetzungen aus dem Lateinischen; eine erste Blütezeit setzte im 17. Jahrhundert ein. Nachdem im 18. Jahrhundert unter den Habsburgern die Verwendung der ungarischen Sprache in der Literatur unterdrückt worden war, führte im 19. Jahrhundert ein neu erwachtes Nationalgefühl zu einem Aufleben der ungarischen Literatur.

Namhafte Schriftsteller dieser Zeit sind Sándor Petőfi, der zum Nationaldichter avancierte, János Arany und Károly Kisfaludy. Das 20. Jahrhundert brachte eine ganze Reihe hochrangiger ungarischer Schriftsteller hervor, u. a. Ferenc Molnár, György Konrád, Péter Nádas und Péter Esterházy. 2002 wurde Imre Kertész als erster Ungar mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Sein autobiographisch geprägtes Werk beschäftigt sich fast ausschließlich mit dem Holocaust, den er als 15-Jähriger nur knapp überlebte.

Mit der Christianisierung Ungarns im 10. Jahrhundert kam auch westeuropäische sakrale Musik ins Land.

Dazu zählten die gregorianischen Gesänge und – nach der Reformation – protestantische Choräle. Die weltliche Musik wurde stark vom Osten beeinflusst. Ein charakteristischer Instrumental- und Vokalstil kam im 15. Jahrhundert mit den Roma nach Ungarn.

Außerdem übernahm die ungarische Volksmusik Elemente von orientalischen Harmonien, z. B. den Aufbau von Melodien durch Tonarten und Tonleitern nach türkischem Vorbild. (Die Türken hatten das Land im 16. und 17. Jahrhundert besetzt.)

Im 17. und 18. Jahrhundert hatten die Fürstenhöfe – wie der des Fürsten Nicholas Esterházy in Eisenstadt – oft ihre eigenen Orchester und Theatergruppen, in denen ausländische Musiker arbeiteten. Der bekannteste ist der österreichische Komponist Joseph Haydn, der 30 Jahre lang für die Familie Esterházy arbeitete.

Im 19. Jahrhundert brachte Ungarn seinen ersten bedeutenden, im Land geborenen Komponisten hervor, Ferenc Erkel, der die ungarische Nationalhymne und die erste ungarische Oper komponierte. Der in Ungarn gebürtige Komponist und Pianist Franz Liszt verbrachte den Großteil seines Lebens im Ausland. Wie schon Erkel so war auch Ernst von Dohnányi stark von deutschen Komponisten beeinflusst.

Bis die Musik von Béla Bartók und Zóltan Kodály im 20. Jahrhundert internationale Anerkennung fand, hatten deutsche und österreichische Komponisten großen Einfluss auf die ungarische Musik. Ab 1905 sammelten und veröffentlichten Bartók und Kodály Tausende ungarischer Volkslieder und verwandten sie oder deren Leitmotive in ihrer eigenen Musik. Ende der fünfziger Jahre lehnten jüngere ungarische Komponisten diesen Volksmusikstil ab und verfolgten neue Ansätze der Komposition. Ein weiterer bedeutender Komponist des Landes war Paul Abraham. Weltgeltung erhielt auch der Violinist Leopold von Auer. Post-, Telegraphen- und Telefonleistungen sind in staatlicher Hand und unterstehen dem Handelsministerium. Der überregionale öffentlich-rechtliche Rundfunk umfasst zwei Fernseh- und drei Radioprogramme; daneben gibt es zwei große private Fernsehsender sowie eine Reihe regionaler und überregionaler Privatradios. Die ungarische Verfassung garantiert die Pressefreiheit. 2004 erschienen 34 Tageszeitungen mit einer Auflage von etwa 5 Millionen Exemplaren. © "Ungarn" geschrieben von Emmanuel Buchot und Encarta

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