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Ursprünge von Polen


Boleslaw I. Chrobry
Boleslaw I. Chrobry

Die Ursprünge des polnischen Staatswesens liegen weitgehend im Dunkeln. Bereits im 9. Jahrhundert soll es einen mächtigen polnischen Staat unter ebenso mächtigen Fürsten gegeben haben, was jedoch historisch nicht belegbar ist. Festzustehen scheint, dass eine staatliche Organisation der Polanen durch die ständigen Übergriffe der Ungarn zunächst verhindert bzw. erheblich erschwert worden war. Erst nach der endgültigen Niederlage der Ungarn in der Schlacht auf dem Lechfeld (bei Augsburg) gegen das Heilige Römische Reich unter Otto I. 955 und dem Rückzug der Ungarn Richtung Südosten war der Weg für die Errichtung eines Staatswesens auf dem Gebiet des heutigen Polen frei.

Erster historisch einwandfrei belegbarer Herrscher war Mieszko I. (Regierungszeit ca. 960 bis 992) aus dem Geschlecht der Piasten, der um 960 von seinem Zentrum Posen an der mittleren Warthe aus die polnischen Stämme zwischen Oder und Masowien östlich der mittleren Weichsel unter seine Herrschaft brachte.

963 erkannte Mieszko für das Gebiet zwischen Oder und Warthe die Lehensherrschaft des römisch-deutschen Kaisers an; 966 trat er zum römisch-katholischen Christentum über und reihte damit seinen Herrschaftsbereich in den Kreis der abendländisch-christlichen Staaten ein – im Gegensatz zu den Ostslawen, die sich wenig später dem griechisch-orthodoxen Ritus anschlossen. 968 erhielt Polen in Posen ein erstes Bistum, und 986 begab sich Mieszko für seinen gesamten Herrschaftsbereich in lockere Lehensabhängigkeit vom Heiligen Römischen Reich.

Mieszkos Sohn und Nachfolger Boleslaw I. Chrobry (992-1025) gelang es in langwierigen Kriegen gegen die böhmischen Przemysliden und Kaiser Heinrich II., das jetzt erstmals „Polen” genannte Territorium erheblich zu erweitern: Er brachte Schlesien, Kleinpolen (das Gebiet um die obere Weichsel mit Krakau), Pommern, Mähren und als Lehen die Lausitz unter seine Herrschaft und hielt zeitweise Böhmen und Kiew besetzt. 1025 ließ er sich mit Billigung des Papstes zum König krönen.

Friedrich I. Barbarossa
Friedrich I. Barbarossa

Unter Boleslaw I. hatte Polen einen ersten Höhepunkt seiner Macht erreicht; aber schon unter seinem Sohn und Nachfolger Mieszko II. (1025-1034) zerfiel das Großreich wieder: Mieszko verlor den Großteil der von seinem Vater unterworfenen Gebiete wieder, ebenso verlor er die relative Unabhängigkeit vom Heiligen Römischen Reich sowie 1033 auch die Königswürde. Mieszkos Sohn Kasimir I. (1034/1039-1058) konnte nach anfänglichen inneren Auseinandersetzungen die Piastenherrschaft wieder einigermaßen konsolidieren und verlorene Gebiete zurückgewinnen; Boleslaw II. (1058-1079) gelang es dank des Investiturstreites, der die Herrschaftsgewalt des römisch-deutschen Kaisers erheblich schwächte und in dem Boleslaw Partei für die päpstliche Seite ergriff, die Königswürde zurückzuerlangen. Bereits Boleslaws Nachfolger Wladislaw I. Hermann (1079-1102) legte den Königstitel wieder ab und nahm stattdessen nach Kiewer Vorbild einen Großfürstentitel an.

Wie schon bei den vorangegangenen Thronwechseln, so kam es auch nach Wladislaws Tod 1102 zwischen seinen Söhnen zu heftigen Auseinandersetzungen um die Herrschaft; am Ende setzte sich Boleslaw III. Krzywousty (1102-1138) durch. Der führte, um die zermürbenden, den Adel stärkenden Nachfolgekämpfe für die Zukunft zu unterbinden, eine feste Nachfolgeregelung nach dem Senioratsprinzip ein: Alle erbberechtigten Söhne sollten jeweils eine eigene Provinz erhalten, der älteste zudem als Großfürst eine Art Oberherrschaft (Seniorat) über alle Provinzen und die Entscheidungsbefugnis in Fragen der Außen- und der Kirchenpolitik.

Die neue Erbregelung erwies sich als verhängnisvoll für den Gesamtstaat: Zum einen verhinderte sie keineswegs Konflikte zwischen den Erben, zum anderen bewirkte sie eine mehr oder weniger weit gehende Verselbständigung der Teilfürstentümer Großpolen, Kleinpolen, Schlesien und Masowien, die wiederum in mehrere Fürstentümer unterteilt wurden. Schlesien etwa nahm – in enger Anlehnung an Böhmen – eine relativ eigenständige Entwicklung. Die Zersplitterung und teilweise auch Rivalität im Inneren hatte auch einen erheblichen Machtverlust nach Außen zur Folge: 1157 brachte Kaiser Friedrich I. Barbarossa den Krakauer Großfürsten und Senior Boleslaw IV. Kędzierzawy (1146-1173) dazu, die Lehenshoheit des römisch-deutschen Kaisers wieder anzuerkennen, und 1181 verlor Polen Pommern, das Boleslaw III. erst wieder zurückgewonnen hatte, an das deutsche Reich.

benfalls im 12. Jahrhundert setzte die Kolonisierung aus dem deutschen Reich (siehe Ostkolonisation) ein, die insbesondere die westlichen Gebiete erfasste und hier Stadtentwicklung und Landwirtschaft maßgeblich prägte. 1225 sah sich Herzog Konrad I. von Masowien gezwungen, den Deutschen Orden gegen die Pruzzen zu Hilfe zu rufen, da sich sein Teilfürstentum nicht gegen die ständigen Überfälle der Pruzzen verteidigen konnte und von den anderen polnischen Fürstentümern keine Unterstützung zu erwarten war; die Verselbständigung der Teilfürstentümer war schon zu weit fortgeschritten, eine gegenseitige Verantwortung weitgehend abhandengekommen. Bis 1308 hatte der Deutsche Orden die Pruzzen unterworfen und seine Herrschaft über Pomerellen einschließlich Danzig ausgeweitet. Bis zur Rückgabe Pomerellens an Polen 1466 war dieses Gebiet zwischen Polen und dem Deutschen Orden umstritten und umkämpft. Nach der Besetzung Pomerellens förderte der Orden hier intensiv die Ansiedelung deutscher Bauern, Handwerker und Händler. Infolge der Zersplitterung war Polen 1240/41 auch nicht in der Lage, der Goldenen Horde (siehe Mongolensturm) ausreichenden Widerstand entgegenzusetzen: 1241 wurde ein polnisches Heer bei Liegnitz geschlagen, Lublin, Krakau und Breslau wurden verwüstet. 1295 suchte Großfürst Przemyslaw II. (1279-1296) durch die Erneuerung der Königswürde Polen wieder zu vereinen, scheiterte jedoch. "Polen" © Emmanuel BUCHOT, Encarta, Wikipedia.

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