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Klima des Königreich Großbritannien Fauna und Flora in England
Fotografien Königreich Großbritannien

Das Klima Großbritanniens ist gemessen an der Lage des Landes recht mild. Seine geographische Breite entspricht der von Labrador in Kanada; das milde Klima wird durch die Meeresnähe bewirkt, vor allem durch den Einfluss des warmen Golfstromes. Die vorherrschenden Winde aus Südwest, die im Winter einen mildernden Einfluss auf die Temperaturen ausüben und die Tiefdruckgebiete heranführen, beeinflussen das tägliche Wetter der Insel.

In den westlichen Landesteilen ist es meist wärmer als im Osten, und der südliche Landesteil ist durch mildere Temperaturen gekennzeichnet als der Norden. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 6 °C im hohen Norden Schottlands und beträgt etwa 11 ° C im Südwesten Englands. Im Winter fallen die Temperaturen selten unter -10 °C, die Sommertemperaturen übersteigen nur in Ausnahmefällen 32 °C. Die Winde bringen vom Meer her reichlich Feuchtigkeit; die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge liegt landesweit knapp über 1 000 Millimeter; sie variiert zwischen etwa 5 000 Millimetern in den westlichen Highlands und unter 500 Millimetern in Teilen East Anglias. Regen fällt grundsätzlich das gesamte Jahr hindurch; zu den niederschlagsreichsten Gebieten zählen vor allem Schottland, Wales und Nordengland.

Die Flora des Königreiches Großbritannien

Die Pflanzenwelt des Vereinigten Königreiches ist so vielfältig wie seine Landschaften. Jahrhunderte menschlicher Besiedlung haben die Vegetation stark verändert. Weite Landesteile, mit Ausnahme der Berge und Moorgebiete im Norden und Westen sowie der Sumpfgebiete, waren früher von dichtem Laubwald (vor allem Eichen) bedeckt. Heute sind nur noch Reste dieses ursprünglichen Waldes vorhanden. Die Bestände bedecken etwa 7 Prozent der Fläche Englands, 15 Prozent in Schottland, 12 Prozent in Wales und 5 Prozent in Nordirland. Seit der Gründung einer Waldkommission (Forestry Commission) 1919 hat sich die Waldfläche verdoppelt. Bei dieser Kommission handelt es sich um ein Regierungsressort, das für den Schutz und die Entwicklung der Waldbestände im Vereinigten Königreich zuständig ist.

Etwa ein Viertel des Staatsgebiets, hauptsächlich in Schottland, Südwestengland, Wales und Nordirland, weist Heideland (moorlands) auf. Diese Gegenden erscheinen zwar wild und unberührt, wurden aber durch Weidetätigkeit und Brandrodungen beeinflusst. Zu den Pflanzen dieser Gegenden gehören Heidekraut, Ginster, Vogelbeere und Blaubeere. In feuchten Gebirgsregionen gibt es die in Mitteleuropa nicht vorkommenden Deckenmoore. Mit der Trockenlegung der großen Sumpfgebiete des Landes, wie den Fens in East Anglia und den Somerset Levels, wurde schon vor über 200 Jahren begonnen.

englische Flora
englische Bäume
Allmählich wurden sie in Weide- und Ackerland umgewandelt, das heute vielerorts durch Einfriedung mit Feldhecken eine charakteristische Kulturlandschaft darstellt. Kleinere Feuchtgebiete wie Marschen, Sumpfwiesen und Flussmündungsgebiete entgingen bis 1945 solchen Veränderungen. Seither führte jedoch ein erhöhter Bedarf an Ackerland und Baugebieten auch hier zu umfangreichen Eingriffen.
Fauna Großbritannien

Fauna England

Wild lebende Großsäugetiere sind Rothirsche und Rehe sowie die eingebürgerten Damhirsche, Sikahirsche, Wasserrehe und Muntjaks (die beiden letzteren in Südengland). Die früher heimischen Wölfe und Wildschweine wurden ausgerottet. In Exmoor, auf den Shetland-Inseln und im New Forest gibt es halbwilde Ponys. Insgesamt entspricht die Säugetierfauna Großbritanniens weitgehend derjenigen Mitteleuropas. Das Eichhörnchen wird durch das ausgesetzte nordamerikanische Grauhörnchen verdrängt. In Südengland lebt das ebenfalls eingebürgerte Benett-Känguru; eine weitere ursprünglich nicht heimische Säugetierart ist der Mink, ein nordamerikanischer Verwandter des Nerzes. An den Küsten leben Seehunde und Kegelrobben. Die Britischen Inseln bieten zahlreichen Vögeln verschiedenartige Lebensräume, sie liegen im Zentrum eines Netzes von Vogelzugrouten. Rund 200 Arten sind hier das gesamte Jahr über heimisch, häufig sind (wie in Mitteleuropa) Amsel, Buchfink, Star und Haussperling. Auf Grund der langen Küstenlinien sind zahlreiche Meeresvögel anzutreffen. Dazu gehören Eistaucher, Sturmvögel, Sturmschwalben, Seeschwalben, Möwen, Enten, Kormorane, Krähenscharben, Papageitaucher, Trottellummen und Tordalken. In den Flussmündungsgebieten haben viele Enten, Gänse und andere Wasservögel ihr Winterquartier. Die Reptilienfauna besteht aus Wald- und Zauneidechsen, Blindschleichen, Schlingnattern,
Tiere England

Ringelnattern und Kreuzottern, an den Küsten erscheinen Meeresschildkröten. Zahlreiche Fische fallen der Wasserverschmutzung zum Opfer; Speisefische werden vorwiegend von Fischfarmen geliefert. Häufige Süßwasserfische sind Lachs, Forelle, Plötze, Flussbarsch und Hecht. Zu den von Fischern angelandeten Meeresfischen gehören Kabeljau, Schellfisch, Scholle, Makrele und Hering. Encarta

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