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Verstaatlichung


Luís Herrera Campíns
Luís Herrera Campíns

Bei den Wahlen im Dezember wurde der frühere Präsident Betancourt von der AD wieder gewählt. Er setzte im Januar 1961 eine neue Verfassung in Kraft. Trotz der Verfassungsbestimmungen, die die Gewerkschaftsfreiheit garantierten und gegen den Großgrundbesitz gerichtet waren, kam es 1961 wiederholt zu sozialen Unruhen und Aufständen. Während der Jahre 1962 und 1963 versuchten linksgerichtete Gruppen vergebens, die Regierung zu stürzen. Im Dezember 1963 wurde Raúl Leoni von der regierenden AD zum Präsidenten gewählt. Da er über keine Mehrheit im Parlament verfügte, bildete er eine Koalitionsregierung, und für die nächsten Jahre erlebte Venezuela eine Periode politischer Stabilität.

Im Dezember 1968 errang Rafael Caldera Rodriguez, der Führer der COPEI, einen knappen Wahlsieg gegen Leoni. Caldera trat sein Amt im März 1969 an. Damit war zum ersten Mal in der 140-jährigen Geschichte Venezuelas die Macht friedlich an die Opposition abgetreten worden.

Trotz seiner knappen Mehrheit regierte Caldera wirkungsvoll. Es gelang ihm, nahezu alle terroristischen Aktivitäten, von denen die späten sechziger Jahre gekennzeichnet waren, zu unterbinden. Wirtschaftlich verfolgte er eine Politik der Verstaatlichung der ausländischen Unternehmen. 1973 trat Venezuela dem fünf Jahre zuvor gegründeten Andenpakt bei, einer Vereinbarung über wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Chile, Kolumbien, Peru, Ecuador und Bolivien.

Im Mai 1973 verabschiedete das Parlament einen Vertrag, der eine neuerliche Kandidatur des früheren Präsidenten Pérez Jiménez ausschloss. Bei den Wahlen im Dezember setzte sich Carlos Andrés Pérez Rodríguez, der Führer der AD, durch. Pérez verstaatlichte 1975 die Eisen- und Stahlindustrie, 1976 die Erdölindustrie.

Die Wahlen 1978 wurden von der COPEI und ihrem Präsidentschaftskandidaten Luís Herrera Campíns gewonnen. Während seiner Amtszeit versuchte er, die Wirtschaft zu stabilisieren, da die Absatzmöglichkeiten für Erdölprodukte schwanden.

Die Wahlen vom Dezember 1983 ergaben einen erdrutschartigen Sieg für die AD und ihren Kandidaten Jaime Lusinchi, der das Amt des Präsidenten übernahm. Auch die Wahlen von 1988 gewann die AD, und Carlos Andrés Pérez wurde zum zweiten Mal Präsident. Sein Sparprogramm führte im Februar 1989 zu Preissteigerungen, die blutige Unruhen in Caracas auslösten. Hastig aufgenommene Kredite bei den Vereinigten Staaten und anderen Ländern sowie erhöhte Exporterlöse aus dem Erdölsektor entspannten die Lage etwas. Dennoch hielt die Unzufriedenheit über die Regierungspolitik an. 1991 vereinbarten Venezuela, Kolumbien und Mexiko (die so genannten G-3), einen gemeinsamen Markt zu bilden, um Zollschranken abzubauen und eine Freihandelszone einzurichten. Der Vertrag trat am 1. Januar 1995 in Kraft.

Im Februar und November 1992 wurden zwei Militärputsche niedergeschlagen. Der Februar-Putsch wurde von dem späteren Präsidenten Hugo Chávez durchgeführt, er wurde zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Im Mai 1993 beschuldigte der Senat Pérez der Unterschlagung und des Missbrauchs von öffentlichen Geldern und enthob ihn einstimmig seines Amtes. Übergangspräsident wurde Senator Ramón José Velásquez.

Im Dezember 1993 wurde Rafael Caldera Rodriguez ein zweites Mal zum Präsidenten gewählt. Er versuchte, die Wirtschaftskrise mit einem Notstandsplan zu bekämpfen. Dazu führte er Preiskontrollen für Konsumgüter ein, ließ die Wechselkurse durch die Notenbank kontrollieren und verbot den freien Devisenhandel. Die Aufhebung einiger Grundrechte (u. a. das Recht auf persönliche Freiheit und Unverletzlichkeit der Wohnung) wurde jedoch gegen seinen Willen zurückgenommen. Ein weiteres Wirtschaftsprogramm beinhaltete die Einführung einer Luxussteuer sowie die Privatisierung staatlicher Unternehmen. "Venezuela" © Emmanuel BUCHOT, Encarta, Wikipedia.

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