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Österreich in den 1930er Jahren


Schuschniggs Rücktritt
Schuschniggs Rücktritt

Im Mai 1932 übernahm Engelbert Dollfuß an der Spitze einer Koalitionsregierung aus CP und u. a. Heimatblock, der politischen Vertretung der Heimwehren im Nationalrat, die Regierung. Am 15. Juli 1932 erhielt die Regierung Dollfuß eine neuerliche internationale Anleihe; Auflage war wiederum die Bestätigung des österreichischen Verzichts auf einen Anschluss an das Deutsche Reich. Am 4. März 1933 schaltete Dollfuß auf der Grundlage des „Kriegswirtschaftlichen Ermächtigungsgesetzes” von 1917 staatsstreichartig den Nationalrat (in dem seine Regierung lediglich eine Stimme Mehrheit hatte) aus; zum Anlass nahm er den Rücktritt der drei Nationalratspräsidenten, wodurch das Parlament zeitweise handlungsunfähig war. Mit Hilfe von Notverordnungen errichtete Dollfuß ein autoritäres Regime, verbot den Republikanischen Schutzbund und gründete als Basis seiner Herrschaft im Mai 1933 die Vaterländische Front, die in erster Linie gegen die Sozialdemokraten sowie die erstarkenden Nationalsozialisten gerichtet war. Zur Absicherung seines autoritären Regimes nach außen lehnte er sich eng an das faschistische Italien unter Benito Mussolini an, zum nationalsozialistischen Deutschland dagegen ging er auf Distanz. Im Juni 1933 verbot er die österreichische NSDAP, die seit der nationalsozialistischen Machtergreifung in Deutschland im Januar 1933 zunehmend mit gewaltsamen Mitteln auf den Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich hinarbeitete. Im September 1933 wurden die ersten Anhaltelager zur Internierung politischer Häftlinge eingerichtet.

Im Februar 1934 brachen infolge von Aktionen der Heimwehren gegen die Sozialdemokraten die Februarunruhen aus, in deren Verlauf der sozialdemokratische Widerstand gegen das Regime Dollfuß von Militär, Polizei und Heimwehren blutig niedergeschlagen wurde. SP, Gewerkschaften und andere Arbeiterorganisationen wurden verboten, sozialdemokratische Regierungen und Verwaltungen auf Landes- und Gemeindeebene wurden abgesetzt.

Damit stand nun der Errichtung eines ständisch-autoritären Regimes nichts mehr im Wege; fixiert wurde das Regime durch die Maiverfassung vom 1. Mai 1934.

Mit Wissen und Billigung der deutschen NSDAP-Führung unternahm am 25. Juli 1934 die österreichische NSDAP einen Putschversuch, den Juliputsch, der zwar noch am selben Tag niedergeschlagen, in dessen Verlauf aber Dollfuß ermordet wurde. Adolf Hitler distanzierte sich sowohl von dem Putsch wie auch von den österreichischen Nationalsozialisten, um das deutsch-italienische Verhältnis nicht noch weiter zu belasten, und ersetzte den mit den Putschisten sympathisierenden deutschen Gesandten in Wien durch Franz von Papen, dessen Hauptaufgabe nun die Vorbereitung des Anschlusses war. Fünf Tage nach dem Putsch wurde Kurt von Schuschnigg vom Bundespräsidenten Wilhelm Miklas zum Bundeskanzler ernannt. Der setzte innen- und außenpolitisch den von Dollfuß vorgegebenen Kurs fort.

Nach dem Zerbrechen der Stresafront, dem britisch-französisch-italienischen Bündnis zur Verteidigung der Unabhängigkeit und territorialen Integrität Österreichs gegenüber dem Deutschen Reich, und vor dem Hintergrund der deutsch-italienischen Annäherung sah sich Schuschnigg zu einem Vertrag mit dem Deutschen Reich gezwungen (11. Juli 1936), in dem sich beide Seiten zur Nichteinmischung in die innenpolitischen Angelegenheiten des Vertragspartners garantierten, Österreich sich zusätzlich zu einer Außenpolitik im Sinne des Deutschen Reiches verpflichtete.

Bei einem Treffen mit Schuschnigg am 12. Februar 1938 auf dem Berghof erzwang Hitler die Ernennung des Nationalsozialisten Arthur Seyß-Inquart zum österreichischen Innenminister und de facto den Verzicht auf eine eigenständige österreichische Politik. Um einen vollständigen Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich doch noch abzuwenden, beraumte Schuschnigg am 9. März 1938 für den 13. März eine Volksabstimmung über den Erhalt der österreichischen Unabhängigkeit an; unter deutschem Druck sagte er die Volksabstimmung jedoch wieder ab und trat am 11. März zurück. Noch am selben Tag wurde Seyß-Inquart zum Bundeskanzler ernannt. Am 12. März marschierten nach einem fingierten Hilferuf Seyß-Inquarts deutsche Truppen in Österreich ein, und am 13. März 1938 wurde per Gesetz der Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich vollzogen.

Am 10. April 1938 stimmte die Bevölkerung Österreichs mit 99,6 Prozent dem Anschluss zu; mit dem Ostmark-Gesetz vom 14. April 1939 wurden schließlich die österreichischen Bundesländer inklusive ihrer Regierungen aufgelöst und das Land in sieben Reichsgaue gegliedert. Der Ostmark, wie Österreich nun vorerst hieß, wurden die deutschen Verwaltungs- und Herrschaftsstrukturen übergestülpt, die Führungsposten wurden mit deutschen Nationalsozialisten besetzt. Und ebenso wie im Deutschen Reich setzte auch hier unmittelbar nach der nationalsozialistischen Machtübernahme die Verfolgung politisch und rassisch unerwünschter Personen ein, die Judenverfolgung wurde auch auf Österreich ausgedehnt. Im August 1938 wurde das Konzentrationslager Mauthausen als Außenstelle des KZ Dachau errichtet; ab dem Frühjahr 1939 wurde es zu einem eigenständigen Lager ausgebaut. © "österreich" geschrieben von Emmanuel Buchot und Encarta

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