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Bedeutung der Landwirtschaft in Australien


Schafzucht in Australien
Schafzucht in Australien

Australien ist Mitglied der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organization for Economic Cooperation and Development, kurz OECD) der führenden Industrienationen. Die wirtschaftlichen Hauptstützen des Landes sind zum einen der Dienstleistungssektor und zum anderen der Export von Lebensmitteln, Rohstoffen sowie verschiedenen Fertigprodukten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 781 Milliarden US-Dollar (2006). Davon entfielen auf den Dienstleistungssektor 69,6 Prozent, auf die Industrie 27 Prozent und auf die Landwirtschaft 3,3 Prozent. Das BIP pro Kopf errechnet sich zu 37 704,10 US-Dollar. Die Arbeitslosenquote lag 2004 bei 5,4 Prozent.

Die Landwirtschaft und der Bergbau spielten nicht nur in der geschichtlichen Entwicklung Australiens eine zentrale Rolle, beide gehören auch heute noch zu den wichtigsten Wirtschaftsfaktoren des Landes. Obwohl auf die Agrarwirtschaft weniger als 5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes fallen, erzielt dieser Sektor immerhin gut ein Drittel der gesamten Exporteinnahmen. Australien gehört weltweit zu den wichtigsten Exportländern für Weizen, Fleisch und Wolle. Allein bei Wolle erzeugen australische Betriebe über 25 Prozent des Jahresvolumens der Weltproduktion.

Das Land ist einer der größten Rohstofflieferanten der Erde; exportiert werden z. B. Eisenerz, Bauxit, Gold, Uran und Steinkohle sowie Kupfer-, Nickel- und Zinkerze. Während die Rohstoffproduktion eine zentrale Rolle für den australischen Export einnimmt, ist dieser Bereich auf dem einheimischen Markt in den vergangenen Jahren sehr viel weniger stark gewachsen. Weil Australien besonders Rohstoffe (vor allem nach Japan) exportiert, ist die Wirtschaft eng an die Rohstoffpreise auf dem Weltmarkt gekoppelt.

Um in diesem Punkt möglichst unabhängig zu werden, versuchte man durch hohe Investitionen die Industrie des Landes zu modernisieren und zu diversifizieren. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts machten sich diese Bemühungen positiv bemerkbar.

Obwohl die Landwirtschaft heute hinsichtlich des Bruttoinlandsprodukts als Wirtschaftsfaktor eine relativ untergeordnete Rolle spielt und auch für den Arbeitsmarkt keine zentrale Funktion besitzt, ist der wirtschaftliche Wohlstand weiter Landesteile auch weiterhin von der Viehzucht und dem Anbau von Kulturpflanzen abhängig. Etwa 4 Prozent der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt. Die Weidewirtschaft wurde in der Frühzeit der Besiedlung eingeführt, als die ersten Spanier Merinoschafe aus Südafrika nach Australien brachten. Heute handelt es sich bei nahezu 90 Prozent der bewirtschafteten Landflächen um Weideland. Diese Entwicklung spiegelt sich in der Tatsache wider, dass ein großer Teil der Weideflächen in der halbariden Klimazone Australiens liegt, auch wenn die Viehzucht in allen fruchtbaren Gegenden betrieben wird. Etwa ein Drittel der Schafe und ein noch höherer Prozentsatz aller Rinder werden auf riesigen landwirtschaftlichen Anwesen gehalten, die in dieser Zone als „Stationen” bezeichnet werden.

Weinanbau im Hunter Valley
Weinanbau im Hunter Valley

Australien ist der weltgrößte Erzeuger und Lieferant von Wolle, besonders der qualitativ hochwertigen Merinowolle. Die durch die Ausfuhr von Wolle erwirtschafteten Einkünfte machen heute jedoch weniger als 8 Prozent der gesamten Exporteinkünfte aus. Infolge von Überproduktion kam es in den späten achtziger Jahren zu einem beträchtlichen Preisverfall auf dem internationalen Markt. In den Jahren 1990/91 wurden über zehn Millionen Schafe aus den Gesamtbeständen geschlachtet, wovon man sich eine Regeneration der Marktpreise erhoffte. Fast die Hälfte der gesamten Wollproduktion erfolgt in New South Wales und Western Australia, während Victoria bei der Erzeugung von Lamm- und Hammelfleisch eine führende Marktposition auf dem inländischen Markt einnimmt.

In allen australischen Bundesstaaten und Bundesgebieten werden Rinder gezüchtet. Der führende Produzent ist jedoch Queensland, das in den neunziger Jahren etwa 40 Prozent des nationalen Gesamtbestands von 28 560 000 Rindern auf sich vereinte. In Australien wird sowohl Schlacht- als auch Milchviehwirtschaft betrieben. Die Aufzucht von Milchvieh beschränkt sich vorwiegend auf die niederschlagsreichen Küstenregionen und den Südosten des Landes, insbesondere Victoria. Die landwirtschaftlichen Betriebe wenden in der Regel hochmoderne Technologien an.

Obwohl nur auf etwa 10 Prozent der gesamten australischen Landfläche Kultur- und Futterpflanzen angebaut werden, sind diese Bewirtschaftungsgegenden von überaus großer Bedeutung für die Wirtschaft. Auf etwa 45 Prozent der kultivierten Nutzflächen wird Weizen angebaut, auf weiteren 20 Prozent andere Getreidearten und Futterpflanzen. Der Anbau von Weizen wurde auf hochgradig maschinellen Betrieb umgestellt und findet in allen australischen Staaten statt, konzentriert sich aber vor allem auf die südöstlichen und südwestlichen Regionen.

Die Jahresproduktion verhielt sich in den letzten Jahren aufgrund der Umorientierung auf neue, gewinnbringendere Feldfrüchte rückläufig. Etwa 70 Prozent der Weizenernte werden exportiert. Hafer, Roggen, Gerste, Mais, Ölsamen, Tabak und Futterpflanzen werden ebenfalls in großem Umfang angebaut. In der Bewässerungszone am Murrumbidgee in New South Wales, in Queensland und im Northern Territory werden Reis und Baumwolle kultiviert. Der Anbau von Zuckerrohr beschränkt sich auf die fruchtbare Küstenregion in Queensland und den Distrikt um den Fluss Richmond in New South Wales.

Neben den üblichen Kultur- und Nutzpflanzen werden zahlreiche Obstsorten, darunter Äpfel, Bananen, Trauben, Orangen, Birnen, Ananas und Papayafrüchte gezüchtet. Die bedeutendsten Weinbauregionen befinden sich im Barossa Valley in South Australia, im Hunter Valley in New South Wales und im Nordosten, Süden und Westen von Victoria. In allen Gebieten, in denen der Anbau von Nutzpflanzen betrieben wird, ist mit Ausnahme der niederschlagsreichsten Regionen Australiens künstliche Bewässerung erforderlich. In mehreren Gegenden stellt jedoch die zunehmende Bodenversalzung eine Gefahr für die Produktion dar. "Australien" © Escrito por Emmanuel BUCHOT y Encarta

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