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Österreich am Ende des 19. Jahrhunderts


Schlacht bei Solferino
Schlacht bei Solferino

Am 31. Dezember 1851 wurde die Märzverfassung, die de facto nie umgesetzt worden war, durch das Silvesterpatent wieder aufgehoben; damit hatte in Österreich die Reaktion vollends die Oberhand zurückgewonnen. Der Ministerrat wurde zu einem nur ausführenden Organ degradiert zugunsten der Wiederherstellung der absoluten Krongewalt, der Zentralismus unter Einbeziehung Ungarns ausgebaut und der Kirche wieder Einfluss auf säkulare Angelegenheiten eingeräumt, u. a. durch das Konkordat von 1855. Nach Schwarzenbergs Tod im April 1852 baute Innenminister Alexander Freiherr von Bach das neoabsolutistische, zentralistisch-klerikale System zum so genannten System Bach aus. Die Außenpolitik der Jahre bis 1867 war von Misserfolgen und Rückschlägen geprägt. Im Krimkrieg (1853-1856) suchte Österreich eine neutrale Haltung zu bewahren und zu vermitteln, drohte jedoch, sich mit Großbritannien und Frankreich zu verbünden, sofern Russland die Donaufürstentümer Moldau und Walachei nicht räumen würde.

Nach dem russischen Rückzug 1854 besetzte Österreich die Fürstentümer bis zum Ende des Krieges. Russland, der langjährige Verbündete Österreichs, wurde zum dauerhaften Gegner, der nun die antiösterreichische Politik Frankreichs und Preußens unterstützte.

Im Italienischen Krieg 1859 gegen das mit Frankreich verbündete Sardinien-Piemont musste Österreich nach zwei schweren Niederlagen bei Magenta und Solferino die Lombardei abtreten.

Diese Niederlage löste in Österreich eine schwere Staatskrise aus, in deren Verlauf Bach zurücktreten musste und – vor allem auf ungarischen Druck hin – der Versuch unternommen wurde, den Vielvölkerstaat auf föderalistischer Basis neu zu ordnen. Das Oktoberdiplom vom 20. Oktober 1860 gestand den Landtagen der einzelnen Kronländer in bestimmten Bereichen der Verwaltung Autonomie zu, schmälerte damit die Kompetenzen der zentralen Verwaltung und schuf einen länderübergreifenden Reichsrat, der allerdings weitgehend auf beratende Funktion beschränkt blieb.

Ein mit judikativen Befugnissen ausgestattetes Zentralparlament wurde nicht eingerichtet, die Krongewalt blieb unbeschnitten. Das Oktoberdiplom stellte weder die nichtdeutschen Nationalitäten zufrieden, noch die zentralistisch orientierten, im deutschsprachigen Österreich dominierenden Deutschliberalen und wurde bereits vier Monate später, am 26. Februar 1861, durch das Februarpatent ersetzt, das im Wesentlichen von dem Staatsminister Anton Ritter von Schmerling entworfen worden war.

Diese neue Verfassung für den Gesamtstaat bedeutete eine Rückkehr zum Zentralismus bei abgestuften Autonomierechten für die einzelnen Länder. Der Reichsrat wurde in Abgeordneten- und Herrenhaus untergliedert. Das Februarpatent fand die Zustimmung der Deutschliberalen, stieß aber vor allem in Ungarn auf scharfe Ablehnung.

Mit dem deutschliberalen Kurs im Inneren einher ging eine verstärkte Anlehnung an den Deutschen Bund, die von Preußen und seinem Ministerpräsidenten Otto von Bismarck in Hinblick auf die Lösung der schleswig-holsteinischen Frage noch gefördert wurde. 1864 stellten Österreich und Preußen ihren Konflikt um die Hegemonie im Deutschen Bund vorübergehend zurück und kämpften gemeinsam im Deutsch-Dänischen Krieg gegen Dänemark. Nach dem Sieg über Dänemark brachen allerdings über der Frage nach der Zukunft Schleswig-Holsteins rasch wieder die alten Gegensätze zwischen Preußen und Österreich auf, die im August 1865 noch einmal durch die Gasteiner Konvention beigelegt werden konnten, im Juni 1866 jedoch schließlich im Deutschen Krieg kulminierten. Österreich wurde bei Königgrätz entscheidend geschlagen; in der Folge musste es der Auflösung des Deutschen Bundes zustimmen und der Gründung des Norddeutschen Bundes, d. h. seinem Ausschluss aus dem deutschen Staatenverbund und dem Verlust seiner Vormachtstellung innerhalb der deutschen Staaten. Zudem verlor Österreich Venetien an den preußischen Verbündeten Italien. Die Niederlage und der Ausschluss Österreichs aus dem Deutschen Bund hatten schwerwiegende innenpolitische Auswirkungen: Der Machtverlust und der Verlust der Anbindung an die deutschen Staaten verliehen dem Nationalitätenproblem im Vielvölkerstaat Österreich eine neue, dringliche Qualität. Besonders Ungarn drang erneut auf seine Ausgliederung aus dem Zentralstaat. © "österreich" geschrieben von Emmanuel Buchot und Encarta

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