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Österreich in den 1970er Jahren


Bruno Kreisky
Bruno Kreisky

Aus den Nationalratswahlen am 6. März 1970 ging erstmals die SPÖ als stärkste Partei hervor, verfehlte jedoch die absolute Mehrheit; mit der Regierungsbildung wurde nun der SPÖ-Vorsitzende Bruno Kreisky beauftragt. Nach dem Scheitern seiner Verhandlungen mit der ÖVP über eine neuerliche große Koalition bildete er eine SPÖ-Alleinregierung, die sich im Nationalrat auf die FPÖ stützen konnte. Bei den Nationalratswahlen von 1971, 1975 und 1979 erreichte die SPÖ dann jeweils die absolute Mehrheit. Nachfolger von Franz Jonas im Amt des Bundespräsidenten wurde 1974 der SPÖ-nahe Rudolf Kirchschläger.

Die Ära Kreisky zeichnete sich durch umfangreiche Reformen in der Sozial-, Bildungs- und Finanzpolitik und im Rechtswesen aus.

Kreiskys Außenpolitik verhalf Österreich zu hohem internationalen Ansehen: Zwar scheiterten 1971 die seit Jahren laufenden Verhandlungen über ein Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Gemeinschaft, 1972 erreichte die Regierung Kreisky aber ein Handelsabkommen mit der EG, auf dessen Grundlage 1977 der Freihandel zwischen Österreich und der EG verwirklicht wurde. Seit 1973 gehört Österreich der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE; heute Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, OSZE) an und wirkte als neutraler Staat am Entspannungsprozess zwischen Ost und West mit. Österreich stellte seit den siebziger Jahren UN-Friedenstruppen, und trug maßgeblich zur internationalen Anerkennung der PLO bei. Trotz Kreiskys parteienübergreifender Popularität erhielt die Opposition in den späten siebziger Jahren wieder Auftrieb; Ursachen waren die Umweltpolitik der Regierung, Finanzskandale, Steuererhöhungen und vor allem der Bau eines Atomkraftwerkes bei Wien. Als sich die Atomkraftgegner 1978 in einem Volksentscheid eine knappe Mehrheit sichern konnten, musste die Regierung den fast abgeschlossenen Bau des Atomkraftwerkes einstellen.

Bei den Nationalratswahlen am 24. April 1983 verlor die SPÖ ihre absolute Mehrheit, blieb aber weiterhin stärkste Kraft. Kreisky trat als Bundeskanzler und Parteivorsitzender zurück; sein Nachfolger in beiden Ämtern wurde Fred Sinowatz. Sinowatz bildete eine Koalition mit der FPÖ, die allerdings in den gut drei Jahren ihres Bestehens zahlreiche Krisen durchlief, was wiederum mehrfach zu Regierungsumbildungen führte.

Im Juni 1986 trat Sinowatz aus Protest gegen die Wahl des ÖVP-Kandidaten und früheren UNO-Generalsekretärs Kurt Waldheim zum Bundespräsidenten von seinem Amt als Bundeskanzler zurück. Die Vergangenheit Waldheims als Offizier im 2. Weltkrieg, seine mutmaßliche Beteiligung an Kriegsverbrechen der Wehrmacht, führte national und international zu heftigen Kontroversen und belastete Innen- wie Außenpolitik; Waldheim selbst wurde international weitgehend gemieden. © "österreich" geschrieben von Emmanuel Buchot und Encarta

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