Geschichte Griechenlands : Antikes Griechenland : Zentren des Griechentums: Sparta und Athen
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Fotografien Griechenland |
Sparta war ein aristokratischer Staat im Süden der Halbinsel Peloponnes mit einem Doppelkönig an der Spitze. Es gründete seine Vormachtstellung auf der Peloponnes und in Festland-Griechenland vorwiegend auf Eroberungen und übte eine strenge Kontrolle über die abhängigen Staaten aus. Dies geschah auf der Basis einer straffen militärischen staatlichen Organisation. Die Spartiaten (Mitglieder der Kriegerkaste) herrschten über die Heloten (wörtlich: Gefangene). Die Heloten waren die Nachfahren der unterworfenen Vorbevölkerung, hatten als Staatssklaven einen rechtlosen Status und stellten die unterste Klasse im spartanischen Vierklassensystem. Im Krieg mussten die Heloten Militärdienst leisten. Eine dritte Kaste bildeten die Periöken (wörtlich: Umwohner). In den Händen dieser Freien ohne Bürgerrechte lagen Handel und Gewerbe. Sie lebten häufig in eigenen Siedlungen. In Athen (Stadt der Göttin Athene) hingegen erhielten die adligen Bewohner der benachbarten attischen Städte die vollen Bürgerrechte. |
Das vererbbare Königtum wurde 683 v. Chr. vom Adel (Eupatriden), der bis zur Mitte des 6. Jahrhunderts v. Chr. regierte, abgeschafft. Die Eupatriden errichteten eine oligarchische Herrschaft und stellten den Archon, d. h. den jährlich wechselnden höchsten Beamten. Mit der Gesetzgebung Drakons wurden 621 v. Chr. die geltenden Rechte erstmals aufgezeichnet, wodurch die willkürliche Rechtsprechung und die Vollmachten der Adligen eingeschränkt wurden. Eine Generation später unternahm Solon 594 v. Chr. eine umfangreiche Reform der politischen Verfassung Athens. Er beseitigte die adligen Privilegien und band die grundbesitzlosen Schichten in die Herrschaft ein. Ausschlaggebend für die politische Teilhabe wurde nun anstelle der Geburt das Vermögen (Timokratie). Die Bürger waren nach Einkommensgruppen in vier Klassen (Pentakosiomedimnen, Ritter, Zeugiten und Theten) eingeteilt, wobei die Pentakosiomedimnen als reichste Klasse größere Rechte, aber auch mehr Pflichten besaßen. |
Nur sie konnten die Archonten stellen; gleichzeitig kamen sie für die kostspieligen Kultfeiern auf. Sklaven waren in der Athener Gesellschaft als Haus- und Arbeitskräfte allgegenwärtig, sie stellten schätzungsweise ein Drittel der Bevölkerung. Ihr Lebensstandard war nicht zwangsläufig schlecht, ihnen wurde sogar im Auftrag des Herren Geschäftsfähigkeit zugebilligt. Allerdings waren die Sklaven unmündig. Im Falle ihrer Freilassung erhielten sie den Status von niedergelassenen Fremden (Metöken), die nicht das Bürgerrecht besaßen. |
Die Tyrannis als Herrschaftsform setzte sich in Athen mit der Machtergreifung des Peisistratos Mitte des 6. Jahrhunderts v. Chr. durch. Formal beließ Peisistratos die Verfassung Solons in Kraft, die Ämter wurden aber an Familienangehörige und Vertraute vergeben. Unter seiner mehr als zwanzigjährigen Regierung erlebte Athen einen großen wirtschaftlichen, kulturellen und außenpolitischen Machtzuwachs. Der Tyrann Hippias, der Sohn des Peisistratos, wurde 510 v. Chr. durch einen Volksaufstand gestürzt, der den Adligen Kleisthenes an die Macht brachte. |
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Ostrakon gegen Themistokles |
Die Kleisthenischen Reformen der Jahre 509 bis 507 v. Chr. bedeuteten den Durchbruch der antiken Demokratie. Alle Vollbürger über 30 Jahre erhielten unabhängig von Besitz und Stand die gleichen Rechte. Frauen, Sklaven und niedergelassene Fremde blieben davon allerdings ausgeschlossen. Die Volksversammlung (Ekklesia), auf der sich jeder Bürger frei äußern konnte, erließ Gesetze und lenkte die Staatsangelegenheiten per Mehrheitsbeschluss. Ihr repräsentatives und geschäftsführendes Organ war der Rat der Fünfhundert (Boule), der sich aus je 50 Mitgliedern der zehn von Kleisthenes neu geschaffenen Phylen (Militär- und Verwaltungseinheiten) Athens zusammensetzte. Jede Phyle wählte zudem für ihr Militäraufgebot einen Strategen (Feldherren) und einen Schatzmeister. Weitere Beamte und Richter wurden per Los bestimmt. Die Einführung des Ostrakismos (Scherbengerichts) sollte die Wiederkehr der Tyrannis verhindern. "Griechenlands," Microsoft® Encarta |
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