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Wirtschaft in Ecuador: Landwirtschaft
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In Ecuador sind 6,40 Millionen Menschen erwerbstätig. Davon arbeiten 8,3 Prozent in der Landwirtschaft, 21,2 Prozent in der Industrie und 70,4 Prozent in der Dienstleistungsbranche (2005). Die beiden größten Gewerkschaften sind die Confederación Ecuatoriana de Organizaciones Clasistas und die Confederación de Trabajadores del Ecuador. 1965 wurde ein Gesetz zur Modernisierung der bis dahin agrarisch geprägten Wirtschaft verabschiedet, das die Ansiedlung von Industriebetrieben förderte.

Nach der Fertigstellung der transandischen Pipeline, die die Ölfelder im Oriente mit der Hafenstadt Esmeraldas verbindet, setzten in den siebziger Jahren die Förderung und der Export des Erdöls ein. Ecuador war bis 1992 Mitglied der OPEC. Die Wirtschaft des Landes ist stark auf die Förderung und Produktion von Erdöl ausgerichtet. Mit dem Absinken der Rohölpreise auf dem Weltmarkt Mitte 1998 geriet Ecuador zunehmend in eine Finanz- und Wirtschaftskrise.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 41 Milliarden US-Dollar (2006; Dienstleistungen 58,7 Prozent, Industrie 34,6 Prozent, Landwirtschaft 6,7 Prozent); daraus ergibt sich ein BIP pro Einwohner von 3 136 US-Dollar.

Die landwirtschaftlich genutzten Flächen machen etwa 25 Prozent des Landes aus, sie liegen in der Sierra und in der Costa. Das Hauptprodukt sind Bananen. Weitere wichtige Anbauerzeugnisse sind Zuckerrohr, Maniok, Mais, Reis, Kartoffeln, Kaffee, Kakao und Zitrusfrüchte. Zudem werden Rinder, Schafe und Schweine gehalten.

Die Wälder bedecken 38,3 Prozent der Landesfläche (2005). Ecuador hat einen der größten Balsaholzbestände der Welt. Besonders der Primärwald wurde in den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts durch Abholzung kontinuierlich dezimiert. Heute gehen jährlich 1,43 Prozent (1990–2005) der gesamten Waldfläche verloren. Ecuador weist die zweithöchste Entwaldungsrate in Südamerika auf und liegt damit direkt hinter Paraguay.

Landwirtschaft in Ecuador
Landwirtschaft in Ecuador. Encarta
Die Küstengewässer vor dem Festland Ecuadors sind wegen des Humboldtstroms sehr fischreich; vor den Galápagos-Inseln gibt es große Thunfischbestände. Ecuador ist weltweit der größte Krabbenexporteur, die Krebstiere werden in Aquakulturen gezogen. "Ecuador," Microsoft® Encarta
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