Wirtschaft in Ecuador: Außenhandel und Verkehrswesen in Ecuador
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Fotografien Ecuador |
Wichtigster Bodenschatz Ecuadors ist Erdöl; ein Großteil davon wird exportiert. Die ersten Erdölvorkommen wurden 1917 auf der Halbinsel Santa Elena entdeckt. Weitere Funde von Erdöllagerstätten folgten später im Regenwaldgebiet des nordöstlichen Ecuador. Die Ölfelder sind Eigentum des Staates, der Konzessionen an ausländische Konzerne vergibt. In Ecuador werden außerdem Eisen- und Kupfererz sowie Gold und in kleineren Mengen Silber, Blei, Zink und Salz abgebaut. |
Neben der Verarbeitung von Erdöl zählt die Herstellung von chemischen Produkten und Metallwaren zu den wichtigsten Zweigen des produzierenden Gewerbes. Wichtige Industriestandorte sind vor allem entlang der Pazifikküste (z. B. Esmeraldas, Guayaquil) und um die Hauptstadt Quito sowie um die Städte Ambato und Cuenca angesiedelt. Währungseinheit Ecuadors war bis zur Einführung des US-Dollars im Oktober 2000 der Sucre (= 100 Centavos). Die Banco Central del Ecuador (1927) ist die Notenbank des Landes. |
Die jährlichen Exporterlöse Ecuadors liegen in der Regel etwas über den Importausgaben. Ein großer Teil der Exportgewinne stammt aus dem Verkauf von Erdöl, Bananen, Industrieerzeugnissen, Garnelen, Kakao und Kaffee. Zu den wichtigsten Importartikeln zählen neben Rohstoffen, Transportgeräten und Maschinen vor allem chemische Produkte und Konsumgüter. Der mit Abstand bedeutendste Handelspartner sind die Vereinigten Staaten. Aber auch Japan, Peru, Deutschland, Venezuela, Brasilien, Kolumbien und Chile haben einen beträchtlichen Anteil am Außenhandel Ecuadors. Das Straßennetz Ecuadors hat eine Länge von 43 197 Kilometern (2004), davon sind etwa 15 Prozent asphaltiert. |
Die Carretera Panamericana (Pan-American Highway) verläuft auf einer Länge von 1 400 Kilometern von Norden nach Süden durch die Sierra. Die Staatsbahn besitzt ein Schienennetz von 965 Kilometer Länge. Mehr als 95 Prozent des Außenhandels werden über den Seeweg abgewickelt. Die bedeutendsten Seehäfen sind La Libertad und Guayaquil, das über Flug- und Bahnverbindungen an die großen Städte angeschlossen ist. Viele Flüsse wie der Guayas, der Daule und der Vinces sind schiffbar. In Quito und Guayaquil befinden sich internationale Flughäfen. Zwischen den größeren Städten bestehen regelmäßige Flugverbindungen. |
Bei der Stromerzeugung setzt Ecuador in erster Linie auf Wasserkraft, nur ein kleiner Teil wird in Wärmekraftwerken durch Verbrennung von Erdöl gewonnen. Der Großteil des Stromes stammt aus den Wasserkraftwerken von Paute und Agoyán. Bei ausbleibenden Regenfällen kommt es allerdings immer wieder zu Stromausfällen, die in ländlichen Regionen durchaus mehrere Stunden am Tag andauern können. Um diese Missstände zu beseitigen, muss der Energiesektor Ecuadors saniert und ausgebaut werden. Eine Privatisierung kommt dabei allerdings nicht in Frage, denn der Verkauf der staatlichen Energieversorgungsunternehmen ist per Gesetz verboten. Deshalb versucht die Regierung, vor allem ausländische Investoren durch Konzessionierungen zu gewinnen. |
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