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Verkehr und Energie in Schottland
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Die Gesamtlänge des schottischen Straßennetzes beträgt etwa 52 000 Kilometer, darunter 3 123 Kilometer Fernstraßen und Autobahnen. Das Streckennetz der Eisenbahn ist 6 400 Kilometer lang. Im Rahmen des Regierungsprogramms zur Privatisierung der Eisenbahnlinien, das 1993 eingeführt wurde, soll die East Coast Main Line, die London mit Edinburgh verbindet, als eine der ersten sechs Eisenbahngesellschaften für Personenverkehr noch vor Ende 1995 privaten Betreibern offenstehen. Als öffentliche Transportmittel stehen in den meisten Regionen des Landes Linienbusse zur Verfügung, jedoch ist der reguläre Linienverkehr nicht mehr so flächendeckend wie früher. In abgelegenen ländlichen Regionen stellt der Postbus ein wichtiges Verkehrsmittel dar. In Glasgow gibt es eine U-Bahn. Der internationale Flugverkehr wird über den Flughafen Prestwick in der Nähe von Glasgow abgewickelt, der in Großbritannien der Flughafen mit dem größten Flugaufkommen ist. Edinburgh und Aberdeen gehören hinsichtlich des Flugbetriebs ebenfalls zu den zehn wichtigsten Flughäfen in Großbritannien.

Nach 20 Jahren soll es ab 2002 wieder eine Fährverbindung zwischen Schottland und dem europäischen Festland geben. Hierzu werden zwei Fährschiffe für jeweils 227 Millionen DM gebaut, die dann zwischen Rosyth und Rotterdam bzw. Zeebrugge pendeln sollen.

Seit Anfang der siebziger Jahre hat sich die Industrie durch die Entdeckung ergiebiger Ölfelder vor der schottischen Nordostküste und im Nordosten der Orkney- und Shetland-Inseln in den Gewässern der britischen Kontinentalplatte vor allem auf die Förderung dieser Vorkommen konzentriert. In dieser Region wurden außerdem reiche Erdgasvorkommen gefunden. Zwar wurden die durch diese Industrien erzielten Einkünfte zum Ärger der schottischen Nationalisten wie ein

gesamtbritischer (und nicht schottischer) Verdienst investiert, aber durch die Ölreserven konnte Schottland einen beträchtlichen Wirtschaftsaufschwung verzeichnen.

Man nimmt an, dass durch die Industrieaktivitäten, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Abbau, der Raffinierung und Weiterverarbeitung dieser natürlichen Rohstoffe stehen, insgesamt etwa 100 000 Arbeitsplätze geschaffen wurden. Die Wirtschaft Aberdeens und ganz besonders der Shetland- und Orkney-Inseln wurde wieder kräftig belebt.

Die große Zahl von Flüssen mit hoher Fließgeschwindigkeit und die aus übertieften Tälern entstandenen Lochs (Seen) stellen ebenfalls eine wichtige Energiereserve dar. Etwa 10 Prozent des schottischen Energiebedarfs werden durch Elektrizität aus Wasserkraftwerken gedeckt.

Boote in einem schottischen Hafen
Boote in einem schottischen Hafen. Encarta

Der größte Teil der Elektrizität stammt jedoch aus Atomkraftwerken, die insgesamt einen hohen Prozentsatz der britischen Gesamtkapazität erzeugen (im Vergleich zu den anderen Regionen in Großbritannien): Die beiden Atomkraftwerke in Hunterston (Strathclyde) und Torness (Lothian) erzeugen über 40 Prozent der Elektrizität in Schottland. Der Anfang 1995 von der Regierung der Konservativen Partei eingebrachte Vorschlag, die britische Atomindustrie zu privatisieren, stieß vor allem in Schottland auf heftigen Widerstand. "Schottland," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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