Die thailändische Wirtschaft
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Fotografien Thailand |
Der Anbau, die Verarbeitung und die Ausfuhr von Agrarprodukten, insbesondere Reis, sind die Hauptstützen der thailändischen Wirtschaft. Obgleich Thailand über lange Zeit zu den wohlhabendsten asiatischen Ländern gehörte, war das Land aufgrund des vorwiegenden Anbaus von Reis wirtschaftlich äußerst anfällig und Schwankungen des Weltmarktpreises sowie des Ernteertrags unterworfen. Die Regierung versuchte, dieser Anfälligkeit durch eine Reihe von Entwicklungsprogrammen zu begegnen; diese sollten die Wirtschaft auf eine breitere Basis stellen und wissenschaftliche Anbaumethoden, insbesondere die kontrollierte Überflutung der Reisfelder, fördern, um mit einer konstant gleich bleibenden Reisernte, selbst in Jahren mit spärlichen Regenfällen, rechnen zu können. |
Die vor allem durch japanische Investitionen in Gang gesetzte Industrialisierung Thailands machte während der achtziger Jahre und Anfang der neunziger Jahre rasche Fortschritte. Der Tourismus wurde im letzten Jahrzehnt zu einem enorm wichtigen Sektor der thailändischen Wirtschaft. 2006 setzte sich der Staatshaushalt aus rund 41,67 Milliarden US-Dollar Einnahmen und 33,46 Milliarden US-Dollar Ausgaben zusammen. |
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 206 Milliarden US-Dollar (2006; Dienstleistungen 44,7 Prozent, Industrie 44,6 Prozent, Landwirtschaft 10,7 Prozent); daraus ergibt sich ein BIP pro Einwohner von 3 252,30 US-Dollar. 2006 zählte Thailand 36,5 Millionen Erwerbstätige; davon waren rund 43 Prozent in der Landwirtschaft beschäftigt. Es gibt über 530 Gewerkschaftsverbände mit etwa 300 000 Mitgliedern. Thailand ist trotz seines geringen Ertrags pro Hektar einer der führenden Reisproduzenten der Welt. 2006 produzierte Thailand rund 29,3 Millionen Tonnen Reis; in den sechziger Jahren waren es nur etwa 11,3 Millionen Tonnen. Das zweitwichtigste Agrarprodukt ist Naturkautschuk, der größtenteils auf Plantagen der Malaccahalbinsel angebaut wird. |
2006 lag die Erntemenge bei 3,16 Millionen Tonnen. Weitere bedeutende Anbaufrüchte sind Mais (3,70 Millionen Tonnen), Sorghum oder Mohrenhirse (64 979 Tonnen), Maniok (22,6 Millionen Tonnen), Zuckerrohr (27,2 Millionen Tonnen), Baumwolle (4 310 Tonnen), Tabak (70 000 Tonnen), Kaffee (46 873 Tonnen), Kokosnüsse (1,4 Millionen Tonnen) und Kenaf oder Gambohanf (201 000 Tonnen), eine Faserpflanze aus der Gattung Roseneibisch, die zur Herstellung von Leinwänden verwendet wird. Zudem ist Thailand weltweit führend in der Produktion von Ananas. Der Viehbestand setzt sich aus rund 1,77 Millionen Büffeln, 6 Millionen Rindern, 8,19 Millionen Schweinen und 224 Millionen Hühnern zusammen. Eine wichtige Rolle spielt außerdem die Zucht von Seidenraupen. |
Mitte des 20. Jahrhunderts waren fast 50 Prozent des Landes bewaldet. Ausgedehnte Rodungen führten dazu, dass nur noch 28,3 Prozent (2005 geschätzt) waldbedeckt sind. Seit einigen Jahren bemüht sich der Staat um die Wiederaufforstung weiträumiger Gebiete, die durch Überflutungen, Erdrutsche und Entwaldung Schaden genommen hatten. Die wichtigsten forstwirtschaftlichen Produkte sind Harthölzer, insbesondere Teak. 2006 lag der Holzeinschlag bei insgesamt etwa 28,4 Millionen Kubikmetern. Der Export von Teak als Rohholz ist heute verboten. Der Fang von Meerestieren ist ebenfalls ein bedeutender Sektor der Wirtschaft. 2005 lag die Fangmenge bei rund 3,74 Millionen Tonnen und bestand neben Fischen vorwiegend aus Garnelen und Schalentieren. |
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Fischereiflotte Thailand. Encarta |
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