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Sprache und Religion der Türkei
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Die Amtssprache der Türkei ist das Türkische, das zu den Turksprachen zählt und als Muttersprache oder Zweitsprache von etwa 90 Prozent der Bevölkerung gesprochen wird. Türkisch wird seit 1928 in lateinischer Schrift geschrieben (vorher in arabischer Schrift). Die Kurden, die etwa 20 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen, sprechen Kurdisch, eine der iranischen Sprachen. Weitere Minderheitensprachen sind Arabisch, Tscherkessisch, Armenisch und Georgisch.

Seit 1928 ist der Islam nicht mehr die offizielle Staatsreligion der Türkei. Trotzdem bekennen sich 99 Prozent der Bevölkerung zum Islam; sie sind in der Mehrzahl Sunniten, daneben gibt es auch eine starke alewitische Glaubensgemeinschaft. Rund 0,1 Prozent der Einwohner gehören dem Christentum an. Die jüdische Gemeinde umfasst etwa 20 000 Mitglieder.

Die islamischen Feiertage richten sich nach dem Mondkalender und liegen von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Zu ihnen gehört das drei Tage dauernde Ramazan Bayramı am Ende des Fastenmonats Ramazan (Ramadan). Das vier Tage dauernde islamische FestKurban Bayramı („Opferfest”) ehrt die Bereitschaft Abrahams, auf Befehl Allahs seinen einzigen Sohn Isaac zu opfern.

Zu dieser Zeit findet auch die Wallfahrt nach Mekka statt. Die weltlichen Feiertage der Türkei orientieren sich am gregorianischen Kalender. Zu ihnen gehören der Neujahrstag (1. Januar), der Tag der Nationalen Souveränität (23. April, gleichzeitig Tag des Kindes), der Atatürk-Gedenktag und Tag der Jugend (19. Mai), der Tag des Sieges (30. August) und der Tag der Republik (29. Oktober). In manchen Gebieten ist auch der Tag vor dem Tag der Republik ein Feiertag. Der Tag der Nationalen Souveränität erinnert an die Eröffnung der Großen Nationalversammlung (Bezeichnung des Parlaments) am 23. April 1923.

Die medizinische Versorgung der sozial schwächeren Bevölkerungsteile wird in der Türkei staatlich finanziert.

Religion der Türkei
Religion der Türkei. Bild E. Buchot
In ländlichen Gegenden sind medizinische Einrichtungen und medizinisch ausgebildete Fachkräfte knapp. Insgesamt gesehen liegt die Versorgung mit Fachpersonal und Medikamenten weit unter dem europäischen Durchschnitt: 2006 kamen auf einen Arzt 641 Einwohner. Die Arbeitslosenquote beträgt 10,3 Prozent (2005). "Turkei," Microsoft® Encarta
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