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Sprache und Religion in Indonesien
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Die Amtssprache ist Bahasa Indonesia, eine Sprache, die von den meisten Indonesiern verstanden wird. Sie geht auf das Malaiische zurück, lange Zeit die Handelssprache der Küstenstädte, und enthält zahlreiche arabische, chinesische, indische, holländische und englische Lehnwörter. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung verfügt zumindest über Grundkenntnisse in Indonesisch oder Malaiisch (indonesische Sprachen).

Außerdem gibt es ungefähr 300 andere lebende Sprachen, von denen Javanisch am weitesten verbreitet ist. Niederländisch war bis 1942 Amtssprache und wird aus diesem Grund noch von einigen älteren Menschen aktiv gesprochen. Englisch wird als Fremdsprache an den Schulen unterrichtet – nach der regional vorherrschenden Sprache und Indonesisch.

Die freie Religionsausübung ist in der Verfassung garantiert. Etwa 87 Prozent der Bevölkerung gehören verschiedenen Richtungen des Islam an. Zu den anderen religiösen Gruppierungen zählen Protestanten und Anhänger der Pfingstkirchen (6,5 Prozent), Katholiken (circa 3 Prozent) und Buddhisten (1 Prozent), meist chinesischer Abstammung. Der Hinduismus (2 Prozent), der einst großen Einfluss hatte, beschränkt sich heute in erster Linie auf Bali.

In Indonesien wird am 1. Januar Neujahr gefeiert. Die muslimische Bevölkerung feiert Idul-Fitri, ein drei Tage währendes Fest am Ende des Fastenmonats Ramadan, und Idul-Adha, das ebenfalls drei Tage dauert und für die Muslime gedacht ist, die nicht auf Pilgerfahrt nach Mekka gehen.

Am 12. Februar begeht man den Geburtstag des Propheten Mohammed. Karfreitag und Weihnachten (25. Dezember) sind gesetzliche Feiertage. Auch Ostersonntag und Christi Himmelfahrt, 40 Tage nach Ostern, werden gefeiert. Am 17. August ist Unabhängigkeitstag, der wichtigste Feiertag in Indonesien. Darüber hinaus existieren bei den übrigen regionalen, religiösen und kulturellen Gruppen noch zahlreiche andere Feiertage.

Überfüllte Wohnungen, fehlende sanitäre Einrichtungen und verunreinigtes Wasser sind die Ursachen für die gravierenden Probleme im indonesischen Gesundheitswesen. Mit verschiedenen Programmen versucht die Regierung gegen die mangelhaften hygienischen Zustände sowie gegen die mit Drogensucht und Prostitution verbundenen sozialen Probleme vorzugehen. Die medizinische Versorgung ist in den urbanen Zentren ausreichend, in den ländlichen Gebieten unzulänglich. Auf einen Arzt kommen 6 159 Einwohner. Die Kindersterblichkeit liegt bei 31 Kindern je 1 000 Lebendgeburten. Die Arbeitslosenquote beträgt 10,3 Prozent. Es gibt eine knapp ausgebildete Arbeitslosenunterstützung, aber kein ausgebautes Sozialversicherungssystem.

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