Geschichte von Südafrika : Die Republik Südafrika
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Fotografien Südafrikas |
Trotz immer größeren Drucks von Außen, der sich u. a. in Wirtschaftssanktionen, einem von den Vereinten Nationen (UN) verhängten Waffenembargo und wiederholten Verurteilungen der Apartheidpolitik durch die UN manifestierte, und trotz zunehmender Gewaltbereitschaft seitens der Opposition im Inneren hielten die Regierungen unter Hendrik Verwoerd (1958-1966), Balthasar Vorster (1966-1978) und Pieter Willem Botha (1978-1984) unvermindert an der Apartheidpolitik fest. 1962 verabschiedete die Regierung das so genannte Sabotagegesetz, das die meisten Formen politischer Opposition unter Strafe stellte. Im berüchtigten Rivonia-Prozess wurde 1964 die Führung des Umkonto we Sizwe, des militanten Armes des ANC, darunter Nelson Mandela und Walter Sisulu, zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. |
1970 formierte sich der schwarze Widerstand in der Black-Consciousness-Bewegung neu. 1976 war die Bewegung maßgeblich an den Schülerprotesten gegen die Apartheid und die Einführung von Afrikaans als Unterrichtssprache in der Township Soweto beteiligt. |
Die Proteste wurden blutig niedergeschlagen; mindestens 250 Schwarze kamen dabei um. Wie nach dem Massaker von Sharpeville verschärften sich auch nach den Unruhen in Soweto sowohl die Opposition gegen das Apartheidregime wie auch die Repressionen seitens des Regimes: 1977 wurden zahlreiche schwarze Organisationen und weiße Antiapartheidbewegungen verboten, ihre führenden Köpfe verhaftet oder ins Exil gezwungen. Steve Biko, einer der Mitbegründer der Black-Consciousness-Bewegung, starb 1977 im Gefängnis, vermutlich an den Folgen von Misshandlungen; sein Tod, dessen Umstände weitgehend ungeklärt blieben, rief neuerliche Unruhen hervor. |
Die Oppositionsbewegungen bildeten allerdings keine einheitliche Front gegen das Apartheidregime, bekämpften sich teilweise sogar untereinander: Insbesondere die von Mangosuthu Gatsha Buthelezi Mitte der siebziger Jahre gegründete Inkatha, die dem Apartheidregime größtenteils gewaltfreien „kooperativen Widerstand” leistete, lieferte sich blutige Auseinandersetzungen mit dem ANC. |
Im Nachhinein stellte sich heraus, dass die Inkatha in ihrem Kampf gegen den ANC von der südafrikanischen Regierung unterstützt worden war – sowohl, um den ANC zu schwächen, als auch, um durch die Konflikte der Antiapartheid-Bewegung untereinander das eigene Regime zu stärken. International geriet Südafrika zunehmend unter Druck und in die Isolation, zum einen wegen seiner Apartheidpolitik, zum anderen wegen seiner Politik den Nachbarstaaten, insbesondere Namibia, gegenüber: Südafrika betrachtete Namibia weiterhin als Teil seines eigenen Staatsgebiets, weigerte sich, das Mandat über Namibia in ein Treuhandabkommen umzuwandeln und führte in den sechziger Jahren seine Apartheidpolitik auch in Namibia ein. 1966 entzogen die UN Südafrika das Mandat über Namibia, und 1971 erklärte der Internationale Gerichtshof die fortdauernde |
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Gedenken an Steve Biko |
Besetzung Namibas durch Südafrika für völkerrechtswidrig. Gegen die südafrikanische Präsenz hatte sich in Namibia schon früh Widerstand organisiert, der vor allem von der SWAPO (South West Africa People’s Organization) getragen wurde. Seit den siebziger Jahren agierte die SWAPO mehr und mehr von Angola aus mit Guerillaaktionen gegen die südafrikanischen Besatzer in Namibia; unterstützt wurde sie dabei von kubanischen Streitkräften. Der Konflikt und ebenso die internationale Kritik an Südafrika verschärften sich, als Südafrika in den achtziger Jahren mehrmals militärische Vorstöße gegen SWAPO-Stützpunkte in Angola unternahm. Angesichts seiner zunehmend prekären außen- wie innenpolitischen Lage sah sich Südafrika schließlich Ende der achtziger Jahre zu Friedensverhandlungen gezwungen, zog sich 1989 aus Namibia zurück und akzeptierte die im März 1990 vollzogene Unabhängigkeit Namibias. |
1974 wurde Südafrika aus der UN-Generalversammlung ausgeschlossen; zuvor schon hatten ANC, PAC und SWAPO Beobachterstatus bei den UN erhalten. Und obwohl Südafrika während des Ost-West-Konflikts große strategische Bedeutung für den Westen, insbesondere die USA, hatte, reduzierten die USA nach den Soweto-Unruhen 1976 ihr Engagement für Südafrika erheblich. Südafrika sah sich nun international weitgehend isoliert; trotzdem hielt die Regierung unvermindert an ihrer diskriminierenden Politik gegenüber der nicht weißen Bevölkerungsmehrheit fest. Südafrikas," Microsoft® Encarta |
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