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Die Religion im Vereinigten Königreich
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Die Glaubensfreiheit wird im Vereinigten Königreich durch mehrere zwischen dem 17. und frühen 20. Jahrhundert verabschiedete Gesetze gewährleistet. Seit dem 18. Jahrhundert spielt die Religion in der Politik des Staates kaum noch eine Rolle. Allerdings wurden in Nordirland die politischen und kulturellen Gegensätze zwischen den Nachfahren der ursprünglichen irischen Bevölkerung und der englischen und schottischen Siedler anhand des vordergründigen religiösen Gegensatzes offengelegt. Diese in Wahrheit ausschließlich politisch motivierten Konflikte entladen sich seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts in Gewalttaten und terroristischen Akten von katholischen und protestantischen Gruppen. Die Nachfahren der englischen und schottischen Einwanderer, welche die Bevölkerungsmehrheit in Nordirland stellen, sind fast ausschließlich protestantisch und befürworten den Verbleib Nordirlands beim Vereinigten Königreich. Die ursprüngliche irische Bevölkerung ist überwiegend katholisch und mehrheitlich für den Anschluss an die Republik Irland. Encarta

Religion im Vereinigten Königreich

Im Vereinigten Königreich sind fast alle größeren Religionen der Welt vertreten. Das Christentum stellt die weitaus größte Glaubensgemeinschaft dar. Es gibt zwei Staatskirchen, die anglikanische Kirche (Church of England) und die presbyterianische schottische Staatskirche (Church of Scotland). Rund 57 Prozent der Bevölkerung gehören der anglikanischen Glaubensgemeinschaft an, die vor allem durch die Church of England vertreten wird, zu der jedoch auch die Church of Wales, die Scottish Episcopal Church und die Church of Ireland gehören. 1993 entschied die Jahressynode der anglikanischen Kirche, Frauen für das Priesteramt zuzulassen und beschwor damit für kurze Zeit die Gefahr einer Kirchenspaltung herauf. Da sowohl Gläubige als auch Priester die Entscheidung ablehnten, kam es zu einem Kompromiss, der jedoch nicht verhindern konnte, dass im März 1994 anlässlich der Priesterweihe der ersten Priesterinnen 136 anglikanische Geistliche zum Katholizismus konvertierten. Von der Church of Wales wurde die Frauenordination 1994 abgelehnt, von der Church of Scotland hingegen angenommen. 15 Prozent der Bevölkerung gehören anderen protestantischen Kirchen an (davon 4 Prozent der presbyterianischen Kirche). Rund 13 Prozent der Gesamtbevölkerung im Vereinigten Königreich sind römisch-katholisch (in Nordirland 25 Prozent) und 1 Prozent sind Methodisten. Etwa 1,5 Prozent bekennen sich zum Islam, daneben gibt es große Hindu-, Sikh- und jüdische Gemeinden. Die jüdische Gemeinde im Vereinigten Königreich zählt 300 000 Mitglieder und ist damit die zweitgrößte Europas.

Abtei von Westminster
Weiterhin gibt es kleinere Gemeinden des Jainismus, des Zoroastrismus und des Bahaismus. Die am stärksten anwachsenden Glaubensgemeinschaften des Königreiches sind der Islam und das evangelische Christentum. Ein wachsender Prozentsatz der Bevölkerung bekennt sich zu keiner Religion und ist beispielsweise Mitglied in Körperschaften wie der British Humanist Association (Britische humanistische Gemeinschaft) und der National Secular Society (Nationale weltliche Gesellschaft). Encarta
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