Religion in Nordkorea
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Fotografien Nordkorea |
Obwohl die Religionsfreiheit in der nordkoreanischen Verfassung verankert ist, wird die praktische Ausübung behindert. Etwa zwei Drittel der Menschen gehören keiner Glaubensgemeinschaft an. Trotzdem sind abseits der offiziellen Staatsdoktrin Buddhismus und Konfuzianismus weit verbreitet. Es gibt auch Anhänger des Christentums und des Schamanismus. Bedeutenden Zuspruch findet Chondogyo, eine Religion, die Elemente des Konfuzianismus, des Buddhismus und des Taoismus miteinander verbindet. |
Neben den gesetzlichen Feiertagen gibt es einige Gedenktage, die von örtlichen Behörden zum Feiertag erhoben werden können. Abgeschafft hat die Regierung die traditionellen Volksfeste. Zu den gesetzlichen Feiertagen gehören der Geburtstag Kim Il Sungs (15. April), der seines Sohnes Kim Jong Il (16. Februar), der 1. Mai, der Tag der Befreiung (15. August), der Unabhängigkeitstag (9. September), der Tag der Arbeiterpartei (10. Oktober), der Tag der Verfassung (27. Dezember) und Neujahr (1. Januar). Alle Staatsbürger haben Anspruch auf Invalidenrente und Altersversorgung. Die kostenlose medizinische Versorgung an den Volkskliniken des Landes ist unzureichend, es fehlt u. a. an wichtigen Medikamenten. Die Kindersterblichkeitsrate beträgt 22 Sterbefälle pro 1 000 Lebendgeburten. |
Ein Drittel bis die Hälfte aller nordkoreanischen Kinder galt 2006 als unzureichend ernährt. Ursache ist die extrem prekäre Nahrungsmittelsituation: Seit den neunziger Jahren lassen Missernten und Überschwemmungen die Erträge regelmäßig deutlich geringer ausfallen als erwartet, und aufgrund seiner politischen und wirtschaftlichen Isolation ist das Land zudem weitgehend von Nahrungsmitteleinfuhren abgeschnitten. Lieferungen internationaler Hilfsorganisationen oder in jüngster Zeit auch aus Südkorea können die Not zwar etwas lindern, die Situation aber nicht nachhaltig entschärfen. In den neunziger Jahren fielen nach nordkoreanischen Angaben über 200 000 Menschen einer Hungersnot zum Opfer; westlichen Schätzungen zufolge belief sich die Zahl der Hungertoten jedoch auf über zwei Millionen. |
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Statuen in Pjöngjang. Encarta |
Nordkorea," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009 |
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