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Geschichte der Vereinigten Staaten : Präsidenten Truman und McCarthy
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Trumans innenpolitische Initiativen richteten sich auf die Bürgerrechtsgesetzgebung einschließlich Gesetzen gegen Lynchmorde und für die Abschaffung der Wahlsteuer, die vor allem die Schwarzen benachteiligte. Zudem erließ die Regierung Truman ein Gesetz, das zur Aufhebung der Rassentrennung in den US-Streitkräften führte. Diese Maßnahmen hatten zur Folge, dass ihm die Unterstützung der Südstaaten weitestgehend verwehrt blieb. Dennoch gewann er 1948 die Präsidentschaftswahlen und leitete ein umfassendes Gesetzeswerk ein, den so genannten Fair Deal, durch den die sozialen Reformen, die Roosevelt im New Deal umgesetzt hatte, weitergeführt wurden.

1951 beendete der Friede von San Francisco formell den Kriegszustand zwischen den USA und Japan. Unmittelbar nach dem Friedensschluss unterzeichneten beide Staaten den Japanisch-Amerikanischen Sicherheitsvertrag, der sie zu engen Verbündeten machte. China jedoch war als Bündnispartner bzw. Einflussbereich für die USA „verloren”: Im Chinesischen Bürgerkrieg (siehe Chinesische Revolution) hatten sich die Kommunisten unter Mao Tse-tung mit sowjetischer Hilfe 1949 schließlich gegen die Nationalchinesen unter Chiang Kai-shek durchsetzen können; Vermittlungsversuche der USA zwischen den Bürgerkriegsparteien waren erfolglos geblieben.

Mao rief die Volksrepublik China aus; Chiang Kai-shek musste sich mit seinen Truppen nach Taiwan zurückziehen. Diese Entwicklung in China zog eine scharfe Kontroverse in den USA nach sich: Kritiker beschuldigten die Regierung Truman, Chiang Kai-shek gegen die Kommunisten nicht hinreichend unterstützt zu haben. Zusätzliche Unruhe entstand in der Öffentlichkeit im Oktober 1949, als Truman bekannt gab, dass die UdSSR eine Atombombe entwickelt und damit das US-Atommonopol beendet habe.

In Korea, das nach dem 2. Weltkrieg in zwei Einflusssphären aufgeteilt worden war, bauten die USA ihre Stellung im autoritär regierten Süden (siehe Südkorea) gegen den kommunistischen, von der Sowjetunion unterstützten Norden (siehe Nordkorea) nachhaltig aus. 1950 lösten nordkoreanische Truppen den Koreakrieg aus, als sie die Demarkationslinie am 38. Breitengrad überschritten und im Süden einmarschierten; die USA reagierten mit einem massiven militärischen Gegenschlag. Zuvor hatten die UN auf Betreiben der USA (und unter Abwesenheit der sowjetischen Vertreter) den Militäreinsatz formell beschlossen. Die UN/US-Truppen schlugen den nordkoreanischen Angriff zurück und drangen schließlich

bis zur nordkoreanisch-chinesischen Grenze vor, mussten aber wenig später vor den nordkoreanischen, von China unterstützten Truppen wieder bis über den 38. Breitengrad nach Süden zurückweichen. Die folgenden Waffenstillstandsverhandlungen, die im Juli 1953 beendet wurden, bestätigten den Vorkriegsstatus, d. h. die Teilung des Landes etwa entlang des 38. Breitengrades. Die USA waren mit ihrem Versuch, die Expansion des Kommunismus in Asien aufzuhalten, gescheitert.

Eine Folge des Koreakrieges in den USA war, dass sich die schon bestehende Furcht vor einer Unterwanderung aller Bereiche von Staat und Gesellschaft durch Kommunisten nahezu zur Hysterie steigerte. Bereits in den dreißiger Jahren war zur Untersuchung und Verfolgung staatsfeindlicher Aktivitäten der Senatsausschuss für unamerikanische Umtriebe eingerichtet worden; aber erst nach dem Ende des 2. Weltkrieges konzentrierte er seine Arbeit fast ausschließlich auf mutmaßliche und tatsächliche Kommunisten und ähnliche „subversive” Elemente. Erste, breites Aufsehen erregende Entscheidung des Senatsausschusses war 1948 die Aburteilung und Inhaftierung der so genannten Hollywood Ten. Seinen zweifelhaften Höhepunkt erlebte der Senatsausschuss unter Joseph R. McCarthy, der mit seinen großenteils überzogenen und haltlosen Verdächtigungen und Anschuldigungen gegen zahlreiche Personen aus Verwaltung und öffentlichem Leben die antikommunistische Grundstimmung

Amerikanische Soldaten im Koreakrieg
Amerikanische Soldaten im Koreakrieg
in der Bevölkerung drastisch anheizte und ein Klima der gegenseitigen Verdächtigungen und Denunziationen schuf. Die hysterische Verfolgungswelle weitete sich bald auch auf andere Personengruppen aus: auf Juden, Schwarze und nahezu jede Art von Intellektuellen. Zahlreiche Künstler, vor allem auch Filmschaffende, fanden sich auf „schwarzen Listen” wieder, sahen sich in ihrer Arbeit behindert und verließen teilweise das Land. "Vereinigte Staaten von Amerika," Microsoft® Encarta
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