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Geschichte der Vereinigten Staaten : Präsidenten Ford und Carter in den Vereinigten Staaten
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Die weltweite Rezession der siebziger Jahre vertiefte sich, die USA hatten die höchste Arbeitslosigkeit und Inflation seit Jahrzehnten. 1973/74 hatte die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ihre Erdölförderung drastisch reduziert, um im Nahostkonflikt politischen Druck auszuüben. Infolgedessen vervielfachte sich der Ölpreis binnen kurzer Zeit, was die internationale Wirtschaftskrise verschärfte. Ab 1975 erholten sich die USA allmählich wieder aus der Rezession. Das Wiederaufflammen der Kriege in Vietnam und Kambodscha, in deren Folge jeweils kommunistische Kräfte die Macht übernahmen, und der zeitgleiche Rückzug der USA aus Südostasien im Frühjahr 1975 hatten das Vertrauen in die Stärke der USA und deren Verlässlichkeit als Bündnispartner geschwächt.

1976 setze sich bei den Präsidentschaftswahlen der demokratische Kandidat Jimmy Carter gegen den Amtsinhaber Ford durch. Außenpolitisch stand für Carter die Durchsetzung der Menschenrechte im Vordergrund, was zu neuerlichen Spannungen im Verhältnis zur Sowjetunion führte, sowie die Entspannungs- und Abrüstungspolitik. 1977 handelte er zwei Verträge mit Panamá aus, die den Panamákanal ab dem Jahr 2000 der Kontrolle Panamás unterstellten. Im September 1978 gelang es Carter in Camp David (bei Washington D.C.), die Rahmenbedingungen für einen Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten zu vermitteln, der im März 1979 schließlich in seiner endgültigen Form unterzeichnet werden konnte. Im Januar 1979 hatten die USA zudem volle diplomatische Beziehungen zur Volksrepublik China aufgenommen.

Nachdem Carter dem gestürzten Schah von Persien die Einreise in die USA gestattet hatte, stürmte im November 1979 eine Gruppe iranischer Revolutionäre die US-Botschaft in Teheran und nahm die Botschaftsangehörigen als Geiseln. Im April 1980 ordnete Carter eine Befreiungsaktion aus der Luft an, die jedoch scheiterte.

Auf den sowjetischen Einmarsch in Afghanistan 1979 reagierten die USA in vielfältiger Weise: Mit Handelsbeschränkungen, der Unterstützung der afghanischen Rebellen und der Verweigerung der Ratifizierung des SALT-II-Abkommens zur Begrenzung strategischer Waffen.

Nach Carters parteiinternem Sieg über seinen Herausforderer Edward M. Kennedy erhielt er die Nominierung seiner Partei für die Präsidentschaftswahlen 1980.

Die Republikaner nominierten den ehemaligen Filmschauspieler und Gouverneur von Kalifornien Ronald W. Reagan. Die Demokraten, von vielen für den wirtschaftlichen Niedergang und die noch bis zum Januar 1981 andauernde Geiselkrise im Iran verantwortlich gemacht, verloren in sämtlichen Landesteilen. Reagan und George Herbert Walker Bush, Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten, erhielten 51 Prozent der Direktstimmen, Carter 41 Prozent. Nach annähernd 30 Jahren gewannen die Republikaner auch im Senat erstmals wieder eine Mehrheit. "Vereinigte Staaten von Amerika," Microsoft® Encarta

Präsident Jimmy Carter
Präsident Jimmy Carter
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