Geschichte der Vereinigten Staaten : Präsident Kennedy (1961-1963)
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Fotografien USA |
Im Juli 1960 nominierte die Demokratische Partei Senator John F. Kennedy aus Massachusetts zu ihrem Präsidentschafts- und Lyndon B. Johnson zum Vizepräsidentschaftskandidaten. Die Republikaner nominierten den amtierenden Vizepräsidenten Nixon zum Präsidentschaftskandidaten und Botschafter Henry Cabot Lodge für den Posten des Vizepräsidenten. Höhepunkte des Wahlkampfes waren eine Reihe von Fernsehdebatten zwischen den beiden Spitzenkandidaten. Kennedy gewann die Wahl knapp; mit 43 Jahren war er der jüngste Präsident der amerikanischen Geschichte, und er war der erste Katholik im Präsidentenamt. Mit seiner Vision vom Aufbruch zu neuen Grenzen mobilisierte er vor allem die Jugend. Der Kampf um die Bürgerrechte war eines der wichtigsten Entscheidungsfelder der Regierung Kennedy. Der Bruder des Präsidenten, US-Justizminister Robert F. Kennedy, trat mit großem Nachdruck für ein bundesweites, endgültiges Ende der Rassentrennung in Schulen und für den Schutz des Wahlrechtes von Minderheiten ein. Ein schwerwiegender Vorfall ereignete sich im Herbst 1962, als der Versuch des schwarzen Studenten James Meredith, sich an der Universität Mississippi einzuschreiben, zu Rassenunruhen auf dem Campus führte. Zur Wiederherstellung von Ruhe und Ordnung ließ Kennedy die Nationalgarde von Mississippi unter Bundesbefehl stellen und über den Campus patrouillieren. Zudem entsandte Kennedy – gegen den aktiven Widerstand von Gouverneur George C. Wallace – zusätzlich Bundesvollzugsbeamte zur Durchsetzung der Aufhebung der Rassentrennung an der Universität Alabama. |
Höhepunkt der Welle von Demonstrationen, in denen sich Schwarze wie Weiße nun gegen Gewalt und Diskriminierung engagierten, war die Demonstration von über 250 000 Menschen am 28. August 1963 in Washington D.C. Martin Luther King wandte sich hier mit seiner berühmten Rede „I have a dream …” an die Menge. Auch in Reaktion auf diese Demonstration forcierte Präsident Kennedy nun eine umfassende Bürgerrechtsgesetzgebung mit dem Verbot von Diskriminierung bei Wahlen, im Bildungswesen, im Arbeitsleben und in öffentlichen Einrichtungen. Die Gesetzgebung verzögerte sich im Kongress allerdings bis 1963. |
Außenpolitisch versuchte Kennedy die Umsetzung einer neuen Position gegenüber den kommunistischen Staaten. Mit Unterstützung seines Verteidigungsministers Robert S. McNamara ersetzte Kennedy die bisherige Strategie der „aktiven Zurückdrängung” durch seine neue Politik der „flexiblen Reaktion”. Im April 1961 initiierte die CIA mit Kennedys Rückendeckung die Invasion in der Schweinebucht zum Sturz der Regierung Castro in Kuba; die Aktion scheiterte jedoch. Im Sommer 1961 verschärfte sich erneut der Konflikt mit der UdSSR, als die DDR die Berliner Mauer errichtete, die den Westen Berlins hermetisch vom Osten der Stadt und dem Staatsgebiet der DDR abriegelte. Und 1962 brachte die Kubakrise die USA und die Sowjetunion an den Rand eines atomaren Schlagabtausches. Beide Seiten rüsteten nun ihre Atomwaffenarsenale massiv auf. |
Nach der Kubakrise und angesichts der sich verschlechternden Beziehungen zwischen der UdSSR und der Volksrepublik China schlossen sich die USA der sowjetischen Initiative für eine weltweite Entspannung und für Rüstungskontrolle an. Am 5. August 1963 schlossen die USA, Großbritannien und die UdSSR ein Atomteststopp-Abkommen, das Versuche in der Atmosphäre, im Weltraum und unter Wasser untersagte; unterirdische Tests blieben erlaubt. Das Abkommen war als Schritt zur Entspannung zwischen den beiden Großmächten USA und Sowjetunion gedacht. |
Während sich die Beziehungen der USA zur UdSSR verbesserten, verschlechterte sich die Lage in Südostasien. In Südvietnam sah sich das unpopuläre Regime unter Ngo Dinh Diem zunehmendem Druck seitens des Vietcong ausgesetzt, woraufhin Kennedy die Militärhilfe für den Süden deutlich aufstockte. Am 1. November 1963 wurde das Regime Diem mit Wissen und Billigung der USA gestürzt und Diem hingerichtet. Unter Kennedy verstärkte die USA ihr Engagement in Südvietnam erheblich. Am 22. November 1963 wurde Kennedy in Dallas (Texas) ermordet. Als mutmaßlicher Attentäter wurde Lee Harvey Oswald festgenommen, der kurz darauf seinerseits einem Lynchmord zum Opfer fiel. Amtsnachfolger wurde der bisherige Vizepräsident |
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John F. Kennedy: Rede zur Amtsein führung |
Lyndon B. Johnson (1963-1969). Da die teilweise mysteriösen Umstände des Attentats Zweifel und Gerüchte über eine mögliche Verschwörung entstehen ließen, setzte Präsident Johnson einen Ausschuss unter Leitung des Vorsitzenden des Obersten Gerichtshofes der USA, Earl Warren, zur Untersuchung des Kennedy-Mordes ein. In seinem Abschlussbericht, dem Warren-Report, kam der Ausschuss zu dem Ergebnis der Einzeltäterschaft Oswalds. |
Am 27. November 1963 hielt Johnson seine erste Rede als US-Präsident vor dem Kongress, erklärte, die von Kennedy eingeschlagene Außenpolitik fortsetzen zu wollen, und forderte zur zügigen Verabschiedung der von Kennedy eingebrachten Bürgerrechts- und Steuergesetze auf. Am 7. August 1964 erhielt Johnson vom Kongress praktisch die Generalvollmacht für die Kriegsführung gegen Nordvietnam, nachdem wenige Tage zuvor nach dem so genannten Tonking-Zwischenfall die Spannungen zwischen dem Norden und dem Süden zum Vietnamkrieg eskaliert waren. Bis zum Ende seiner Amtszeit erhöhte Johnson – entgegen seinem Wahlversprechen – die amerikanische Präsenz in Vietnam von 17 000 auf über eine halbe Million Mann und ließ ab 1965 den Norden systematisch bombardieren. |
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Kennedy zur Kubakrise |
Trotz des gewaltigen Einsatzes blieb der erhoffte rasche Sieg in weiter Ferne, und mit dem zunehmenden, offensichtlich aussichtslosen und stark umstrittenen Engagement der USA in Vietnam wuchs die inneramerikanische, vor allem von Jugendlichen und Studenten getragene Opposition zum Krieg und zum Präsidenten. Angesichts dieser Situation erklärte Johnson im März 1968 seinen Verzicht auf eine weitere Amtsperiode und kündigte zugleich den einseitigen Rückzug aus Vietnam an. Im Mai nahm er in Paris Friedensverhandlungen mit Nordvietnam auf. Neben dem Vietnamkrieg sahen sich die USA in den sechziger Jahren mit einer Reihe weiterer außenpolitischer Krisen konfrontiert. Um die Kontrolle des Panamákanals entstand zwischen den USA und Panamá ein ernsthafter Konflikt, und nach antiamerikanischen Ausschreitungen in Panamá wurde ein neuer Nutzungsvertrag ausgehandelt. 1965 entsandte Johnson angesichts eines drohenden Bürgerkrieges in der Dominikanischen Republik 22 000 US-Soldaten zum Schutz dort lebender amerikanischer Staatsbürger und zur Verhinderung einer kommunistischen Machtübernahme. Diese Intervention sorgte weltweit für eine Zunahme der antiamerikanischen Stimmung und zog auch innerhalb der USA viel Kritik nach sich. Im Sechstagekrieg im Juni 1967 zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn einigte sich Johnson indessen mit dem sowjetischen Regierungschef Aleksej N. Kossygin darauf, von einem Eingreifen in den arabisch-israelischen Konflikt abzusehen. Aber die USA erhöhten ihre Militärhilfe für Israel in Reaktion auf die sowjetische Unterstützung für einige arabische Staaten und den wachsenden sowjetischen Einfluss im Mittelmeerraum. "Vereinigte Staaten von Amerika," Microsoft® Encarta |
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