Die politischen Institutionen in Argentinien
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Fotografien Argentinien |
Argentinien ist eine föderalistische Präsidialdemokratie. Die erste Verfassung des Landes wurde 1853 verabschiedet. Nach den Militärputschen 1966 und 1976 wurden jeweils wesentliche Teile der Verfassung außer Kraft gesetzt, mit der Machtübernahme durch zivile Regierungen 1973 und 1983 aber wieder reaktiviert. 1994 trat eine neue Verfassung in Kraft, die 1997 letztmals geändert wurde. Staatsoberhaupt und zugleich Regierungschef und Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist der Präsident. Er wird für eine Amtsperiode von vier Jahren direkt vom Volk gewählt; eine einmalige unmittelbare Wiederwahl ist möglich. Die Verfassung erlaubt es dem Präsidenten, den Ausnahmezustand zu erklären und das Parlament aufzulösen. In der Geschichte Argentiniens wurde auf diese Bestimmung häufig zurückgegriffen. |
Das argentinische Parlament (Congreso de la Nación) besteht aus einem Abgeordnetenhaus mit 257 Mitgliedern und einem Senat mit 72 Sitzen. |
Die Abgeordneten werden für eine vierjährige Amtsperiode vom Volk gewählt, und zwar alle zwei Jahre jeweils die Hälfte der Abgeordneten. Senatoren werden seit 2001 für eine Amtszeit von sechs Jahren ebenfalls vom Volk gewählt; hier wird alle zwei Jahre je ein Drittel der Mandatsträger neu gewählt (bis 2001 betrug die Amtszeit neun Jahre, und die Senatoren wurden von den Provinzregierungen bestimmt). Für alle Staatsbürger über 18 Jahre besteht Wahlpflicht. Die Bundesgerichte umfassen den Obersten Gerichtshof, 17 Appellationsgerichte sowie Bezirks- und Ortsgerichte. Das Gerichtswesen in den Provinzen ist ähnlich aufgebaut und besteht aus den Obersten Gerichtshöfen, den Appellationsgerichten sowie nachgeordneten gerichtlichen Instanzen. |
Argentinien besteht aus 23 Provinzen und dem Bundesdistrikt Buenos Aires; das ehemalige Nationalterritorium Tierra del Fuego (Feuerland) wurde 1993 zur 23. Provinz. Zudem beansprucht Argentinien einen großen Sektor der Antarktis (zwischen dem 25. Längengrad West und dem 74. Längengrad West) und mehrere Inseln im Südatlantik; dieser Anspruch wird jedoch von zahlreichen Ländern, einschließlich der Vereinigten Staaten, nicht anerkannt. Die Provinzen verteilen sich auf fünf Hauptgebiete: die Provinzen an der Atlantikküste (Buenos Aires, Chaco, Corrientes, Entre Ríos, Formosa, Misiones und Santa Fe), die nördlichen Provinzen (Jujuy, Salta, Santiago del Estero und Tucumán), die Zentralprovinzen (Córdoba, La Pampa und San Luis), die Provinzen in den Anden (Catamarca, La Rioja, Mendoza, |
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Néstor Kirchner |
Neuquén und San Juan) und die Provinzen Patagoniens (Chubut, Río Negro und Santa Cruz). Argentinien," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009 http://de.encarta.msn.com © 1997-2009 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
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