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Die peruvianische Wirtschaft
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Trotz umfangreicher Rohstoffvorkommen befand sich die peruanische Wirtschaft in den siebziger und achtziger Jahren in einer tiefen Krise, die u. a. durch anhaltend hohe Inflationsraten und Haushaltsdefizite gekennzeichnet war. 1990 startete die Regierung ein Sparprogramm, das in Verbindung mit Steuermehreinnahmen zu einer Konsolidierung der Volkswirtschaft führen sollte. Trotzdem wird die Wirtschaft des Landes weiterhin durch eine hohe Verschuldung, besonders im Ausland, belastet (Auslandsverschuldung 1997: über 29 Milliarden US-Dollar). Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 92 416 Millionen US-Dollar (2006).

Landwirtschaft in Peru und Fischerei
Etwa 28 Prozent der Gesamtbevölkerung Perus arbeiten in der Landwirtschaft (2005). Der Großteil der in der Küstenregion produzierten Anbaufrüchte ist für den Export bestimmt. Produkte für den landeseigenen Bedarf werden vorwiegend in der Montaña und in der Sierra angebaut.

Viele der landwirtschaftlichen Betriebe Perus sind sehr klein und betreiben in erster Linie Selbstversorgungswirtschaft. Daneben gibt es auch große Genossenschaftsbetriebe. Hauptanbauprodukte sind Zuckerrohr, Kartoffeln, Reis, Mais, Baumwolle und Kaffee. Eine verbreitete, illegal angebaute Pflanze ist der Kokastrauch: Die mit Kokain erwirtschafteten Erlöse übertreffen diejenigen legaler Exporte. Bei der Tierhaltung dominieren Rinder, Schafe, Ziegen, Alpakas, Lamas und Maultiere. 53,5 Prozent der Landesfläche sind bewaldet (2005). Diese Areale werden aber kaum wirtschaftlich genutzt. Neben dem Einschlag von Balsaholz spielt lediglich das Sammeln von Naturkautschuk und einer Reihe medizinischer Pflanzen eine Rolle. Bedeutend ist dabei der Chinarindenbaum, aus dem Chinin gewonnen wird.

Fischer auf dem Titicacasee in Peru
Fischer auf dem Titicacasee in Peru. Encarta
Die Fischerei ist von großer Bedeutung für die Wirtschaft des Landes und liefert einen beachtlichen Anteil am Gesamtexport. Die niedrigen Temperaturen der küstennahen Gewässer (siehe Humboldtstrom) bedingen einen großen Planktonreichtum. Dieser bildet die Grundlage für reichhaltige Bestände an Sardellen (Anchovis), die etwa 60 Prozent der gesamten Fangraten ausmachen und überwiegend zu Fischmehl verarbeitet werden. Peru," Microsoft® Encarta
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