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Die norwegische Wirtschaft
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Einen Großteil seiner Staatseinnahmen erwirtschaftet Norwegen aus der Förderung von Erdöl und Erdgas; ein Teil dieser Einnahmen fließt in einen 1990 eingerichteten staatlichen Pensionsfond. Weitere bedeutende Wirtschaftszweige sind Schifffahrt, Metallindustrie, Tourismus und Fischzucht, gefolgt von Forst- und Landwirtschaft. Im internationalen Vergleich zählt der Lebensstandard der norwegischen Bevölkerung zu den höchsten der Welt.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 334 942 Millionen US-Dollar (2006; Dienstleistungen 53,6 Prozent, Industrie 44,9 Prozent, Landwirtschaft 1,6 Prozent); daraus ergibt sich ein BIP pro Einwohner von 71 874,50 US-Dollar.

Von den 2,56 Millionen Erwerbstätigen (2006) sind 3 Prozent in der Landwirtschaft beschäftigt, 21 Prozent in der Industrie und 76 Prozent im Dienstleistungssektor. Gut die Hälfte der Erwerbstätigen ist in Gewerkschaften organisiert.

Der anhaltende konjunkturelle Aufschwung führte zum Rückgang der Arbeitslosenquote auf 4,4 Prozent (2004). Die Inflationsrate beträgt durchschnittlich 7,4 Prozent (2006). Das Wirtschaftswachstum erreichte im gleichen Zeitraum im Mittel 2,9 Prozent.

Aufgrund des großen Anteils an Bergland und unfruchtbarem Boden sind nur 2,8 Prozent der Gesamtfläche als Ackerland nutzbar.

Getreide wird im Østlandet und im Trøndelag angebaut. Im Vestlandet und in Nordnorwegen stehen in der Landwirtschaft die Viehzucht und die Milchwirtschaft im Vordergrund. Hauptanbauprodukte sind Gerste, Hafer, Kartoffeln und Weizen. Der Viehbestand umfasst vor allem Schafe, Rinder und Schweine. Bis auf einige Getreidearten, Früchte und Gemüsesorten, die importiert werden müssen, kann Norwegen den Eigenbedarf an Agrarprodukten weitgehend selbst decken.

Der Anteil der norwegischen Forstwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt und am jährlichen Exportwert ist relativ gering. Die Forstwirtschaft konzentriert sich auf das Østlandet und das Sørlandet, wo der Großteil der wirtschaftlich nutzbaren Waldflächen liegen. Der überwiegende Teil der Waldfläche befindet sich in Privatbesitz; der Staat besitzt nur im Norden des Landes größere Waldflächen.

Norwegen ist eine der größten Fischereinationen der Welt. Wichtige Fangprodukte sind Kabeljau, Schellfisch, Makrele, Hering und Garnele. Von großer Bedeutung sind auch Aquakulturen, in denen vor allem Lachse und Forellen gemästet werden. Norwegen nahm 1993 den kommerziellen Walfang trotz des seit 1986 geltenden Walfangverbots wieder auf.

Fischmarkt in Bergen

Fischmarkt in Bergen. Encarta

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