Die norwegische Kultur
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Fotografien Norwegen |
Die Schulpflicht wurde in Norwegen mit dem Primarschulgesetz von 1827 eingeführt. Die seit den sechziger Jahren durchgeführten Änderungen bewirkten einen Abbau der regional bedingten Bildungsunterschiede. Die Analphabetenquote ist überaus gering. Einrichtungen des Bildungswesens können in allen Gemeinden gebührenfrei genutzt werden. Allgemeine Schulpflicht besteht für Kinder zwischen 6 und 16 Jahren. Das Schulsystem besteht aus einer neunjährigen Grundschule, die in eine sechsjährige Unterstufe und eine dreijährige Oberstufe gegliedert ist. Darauf folgt eine dreijährige Sekundarschule. Dem Schulsystem liegt ein Gesamtschulkonzept zugrunde. |
Norwegen verfügt über vier Universitäten und zehn Hochschulen mit Universitätsrang. Die renommierteste der höheren Bildungseinrichtungen ist die Universität Oslo; weitere bedeutende Hochschulen sind die Universität Bergen, die Universität Tromsø und die Technische Universität von Norwegen bei Trondheim. |
Norwegen besitzt eine reiche Volkskultur, die auf der Wikingerkultur basiert. Die Norweger setzen sich stark für die Pflege heimischer Volkskunst und Volksmusik ein; so wird auch die Sammlung von Volksmusikstücken staatlich unterstützt. Die moderne norwegische Kultur ist aus der großen Blütezeit der Kunst im 19. Jahrhundert unter dem Einfluss der nationalen Romantik hervorgegangen, zu der auch Henrik Arnold Wergeland gehört. Die international renommiertesten Vertreter der norwegischen Literatur sind sicher Henrik Ibsen und Knut Hamsun; weitere bedeutende Autoren des Landes sind Petter Dass, Johan Bojer, Arne Garborg, Bjørnstjerne Bjørnson, Bertha Amalie Skram, Trygve Gulbranssen, Sigrid Undset sowie Tarjei Vesaas. In den neunziger Jahren machte u. a. Jostein Gaarder mit Sofies verden (1991; Sofies Welt) auf sich aufmerksam. |
Weitere international bekannte Autoren sind Erzähler wie Jan Kjærstad, Erik Fosne Hansen und die für ihre Kriminalromane berühmte Anne Holt. Ein bedeutender norwegischer Philosoph war Arne Naess, der Begründer der so genannten Tiefenökologie. |
In der bildenden Kunst entwickelte der Maler Johan Christian Dahl einen eigenständigen norwegischen Stil. Weitere bedeutende Künstler sind der Maler Edvard Munch, Erik Werenskiold und der Bildhauer Gustav Vigeland, dessen Skulpturenpark in Oslo internationale Aufmerksamkeit erregte. Der Zeichner Olaf Gulbransson wurde durch seine Beiträge für die Zeitschrift Simplicissimus bekannt. Die norwegische Architektur zeichnet sich durch eine Vielzahl an Holzgebäuden aus. Typisch sind vor allem die Stabkirchen, die in der Zeit zwischen 1000 und 1500 erbaut wurden. Im Bereich der Musik traten – neben dem stilbildenden Komponisten Edvard Grieg – der Komponist Christian Sinding, die Sopranistin Kirsten Malfried Flagstad sowie der Jazzmusiker Jan Garbarek hervor. Eine auch international bedeutende Schauspielerin des Landes ist Liv Ullmann. |
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Edvard Grieg |
Das größte Kunstmuseum Norwegens ist die Osloer Nationalgalerie. Naturgeschichtliche Museen befinden sich in Oslo, Stavanger, Bergen, Trondheim und Tromsø. In vielen anderen Museen sind Exponate regionaler und nationaler Provenienz zu sehen; das bekannteste ist das Norwegische Volksmuseum in Oslo. Norwegens städtisches Bibliothekensystem, das im frühen 20. Jahrhundert entstanden ist, hat das amerikanische Modell zum Vorbild. Zusätzlich gibt es staatlich geführte Fachbibliotheken. Die größte Bibliothek – die Universitätsbibliothek Oslo (1811) dient auch als Nationalbibliothek. Bedeutend sind ferner die Nationalarchive in Oslo. |
Zu den Einrichtungen der darstellenden Künste gehören die 1958 gegründete Nationaloper in Oslo, das Nationaltheater sowie die Nationalbühne in Bergen. Das Osloer Philharmonieorchester ist das bedeutendste Orchester. Philharmonische Orchester besitzen außerdem Bergen, Trondheim und Stavanger. Seit 1953 findet in Bergen jährlich ein internationales Musikfestival statt. Die Rundfunk- und Fernsehsender sind in Norwegen staatlich geführt, der Staat greift jedoch im Allgemeinen nicht in das Management ein. Das vom Staat subventionierte Pressewesen umfasst 74 Tageszeitungen mit einer Gesamtauflage von etwa 3 Millionen Exemplaren. Die einflussreichste Zeitung ist die Verdens Geng. Norwegen," Microsoft® Encarta |
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