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Geschichte von Norwegen : Norwegen unter der Regierung der Arbeiterpartei
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Die Exilregierung trat zurück, nachdem die nationale Ordnung vorübergehend wieder hergestellt war. Bei den Parlamentswahlen vom Oktober 1945 errang die Arbeiterpartei die absolute Mehrheit; Einar Gerhardsen übernahm die Führung der neu gebildeten Regierung. Die Partei regierte die nächsten 20 Jahre ohne Unterbrechung. In dieser Zeit entwickelte sich Norwegen zu einem sozialen Wohlfahrtsstaat, wurde 1945 Gründungsmitglied der Vereinten Nationen (UN), beteiligte sich 1947 am Europäischen Wiederaufbauprogramm und trat 1949 der NATO (North Atlantic Treaty Organisation: Nordatlantikpakt) bei. Der Beitritt zu dieser militärischen Allianz wurde von der norwegischen Bevölkerung gebilligt, auch wenn Norwegen damit seine traditionelle Neutralität aufgab.

Die Wirtschaft hatte während des Krieges großen Schaden genommen; zudem wurden beim Rückzug der deutschen Truppen viele Städte in Nordnorwegen in Brand gesetzt. Unter der Führung der regierenden Arbeiterpartei wurde sofort mit dem Wiederaufbau begonnen. Die Regierung bestimmte bald alle Bereiche der wirtschaftlichen Entwicklung Norwegens, stärkte damit die Position auf den internationalen Märkten und verteilte den Wohlstand des Landes gleichmäßiger auf alle Schichten. Innerhalb von drei Jahren hatte Norwegens Bruttosozialprodukt den Vorkriegsstand erreicht. Diese Entwicklung wurde von der Einführung einer neuen Sozialgesetzgebung begleitet, die bedeutend zur Vermehrung des Wohlstands der Bevölkerung beitrug. 1959 war Norwegen eines der Gründungsmitglieder der Europäischen Freihandelszone (EFTA).

Norwegen," Microsoft® Encarta

Einar Gerhardsen

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