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Türkei vom 17. bis 19. Jahrhundert


Enver Pascha
Enver Pascha

In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts begann in einer Reihe von Kriegen, den Türkenkriegen und in den Russisch-Türkischen Kriegen, in denen das Osmanische Reich besiegt werden konnte, der allmähliche Niedergang des Reiches (der so genannten orientalischen Frage), der erst mit dem Ende des 1. Weltkrieges seinen Abschluss finden sollte.

Nach der zweiten vergeblichen Belagerung Wiens im Jahr 1683 traten die Osmanen den Rückzug vom Balkan an. 1699 im Vertrag von Karlowitz mussten sie auch Ungarn und Siebenbürgen aufgeben. Bis zum Frieden von Jassy (1792) hatten die Osmanen ihre Gebiete nördlich der Donau verloren und sich von der Krim und den Gebieten östlich vom Dnjestr bis Russland zurückgezogen. 1830 erklärte sich Griechenland für unabhängig, zwischen 1833 und 1839 eroberte Muhammad Ali, der ägyptische Vizekönig, Teile Anatoliens und das Sultanat konnte nur durch die europäischen Großmächte vor der Auflösung bewahrt werden. Im Berliner Vertrag von 1878 wurden Rumänien, Serbien und Montenegro unabhängig von der Türkei.

Das Osmanische Reich stagnierte in fast allen gesellschaftlichen Bereichen. Die ersten Reformen des Reiches in Verwaltung, Armee, Bildungs- und Rechtswesen waren von Zentralisierungsbestrebungen der Tanzimat, einer Reformbewegung zwischen 1839 und 1876, und Liberalisierungstendenzen (mehr Rechte und Freiheiten für den Einzelnen; Gleichstellung von Muslimen und Nichtmuslimen) bestimmt. In den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts wurden zahlreiche Reformen und eine Verfassung gefordert, die 1876 von Sultan Abd ül-Hamid II. verkündet, aber bereits 1878 zeitweilig (Auflösung des Parlaments) wieder aufgehoben wurde. Der Zerfall des Vielvölkerreiches konnte nicht mehr verhindert werden: Kreta, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien gingen verloren, bis 1885 wurden die osmanischen Besitzungen in Europa auf Makedonien, Albanien und Thrakien reduziert.

Die Türkei musste auch auf die Herrschaftsansprüche in Nordafrika verzichten: Algerien wurde 1830 von Frankreich eingenommen und auch Tunesien fiel 1881 vom Osmanischen Reich ab; Großbritannien besetzte Ägypten (1882), und Italien annektierte Libyen (1912). Im Zuge der Balkankriege (1912-1913) verlor das Osmanische Reich außer Ostthrakien alle europäischen Gebiete.

Inzwischen hatte sich eine neue politische Gruppierung von jungen türkischen Offizieren gebildet, das Komitee für Einheit und Fortschritt, das besonders unter den Armeeoffizieren auf dem Balkan zahlreiche Anhänger hatte. Die so genannten Jungtürken erreichten die Wiedereinsetzung der Verfassung. Mit einem Aufstand der makedonischen Truppen begann 1908 der Staatsstreich der Jungtürken, der mit dem Sturz des autokratischen Regimes des Sultans endete. Die Jungtürken forderten die Trennung von Staat und Religion, setzten Reformen in Handel, Bankwesen und Armee in Gang. Ab 1913 bildeten sie unter Enver Pascha eine Diktatur.

Während des 1. Weltkrieges ließ die Regierung des Osmanischen Reichs mehrere hunderttausend Armenier in das östliche Anatolien deportieren. Bei den dabei vollzogenen Massakern kamen die meisten Armenier ums Leben. Internationale Organisationen wie der Europarat bewerteten dies als Genozid. Dies wurde von türkischen Regierungen zurückgewiesen, die die damaligen Regierungen des Osmanischen Reichs auch vom Vorwurf der Verantwortung für das Massensterben der armenischen Bevölkerung freisprachen.

Als Ergebnis des 1. Weltkrieges zerfiel das Osmanische Reich, das auf der Seite der Mittelmächte stand, endgültig. Die Niederlage Deutschlands läutete das Ende ein. Zwischen 1917 und 1918 hatten die Briten mit ersten Offensiven im Irak und in Syrien begonnen. Als es 1918 zum Waffenstillstand von Mudros kam, hatte die Türkei bereits alle Gebiete mit Ausnahme von Anatolien verloren. Im Oktober 1918 trat das jungtürkische Kabinett zurück.

Die Türkei war gezwungen, den Friedensvertrag von Sèvres (1920) zu unterzeichnen, durch den sie nicht nur die arabischen Provinzen aufgeben, sondern auch eine Teilung Anatoliens hinnehmen mussten. Seit 1919 hatte Mustafa Kemal Atatürk den nationalen Widerstand organisiert und 1922 die griechischen Truppen besiegt (siehe Griechisch-Türkische Kriege): Griechenland hatte in den Friedensverträgen von Neuilly (1919) und Sèvres u. a. Ostthrakien, die nordägäischen Inseln und das Gebiet um Smyrna (heute Izmir) als Völkerbundsmandat zugesprochen bekommen, und Italien hatte seine Ansprüche auf den Dodekanes an Griechenland abgetreten. Das Mandat militärisch durchzusetzen scheiterte; die Türken eroberten am 9. September 1922 Smyrna. Ein Jahr später trat die Republik der Türkei an seine Stelle. Im Frieden von Lausanne (1923) endete die dreitausendjährige Siedlungsgeschichte der Griechen in Kleinasien, das ebenso türkisch wurde wie Ostthrakien, die Inseln Tenedos und Imvros; der Dodekanes wurde wieder italienisch. 1,5 Millionen Griechen wurden nach Griechenland umgesiedelt, 500 000 Türken aus Griechenland in die Türkei. "Türkei" © Emmanuel BUCHOT, Encarta, Wikipedia.

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