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Griechenland im 18. Jahrhundert.


Schlacht von Navarino
Schlacht von Navarino

Bereits der russische Zar Peter I. schmiedete Pläne zur Befreiung aller orthodoxen Balkanchristen. Katharina die Große nahm diese Pläne wieder auf, um den russischen Machtbereich nach Südosteuropa zu erweitern. 1770 initiierte die russische Regierung auf der Halbinsel Mani auf der Peloponnes einen Aufstand gegen die osmanische Herrschaft und entsandte Admiral Aleksej Orlow mit einer Flotte vor die Halbinsel. Der Vali der Peloponnes, Mehmed Emin, schlug mit Hilfe albanisch-muslimischer Truppen die russischen Truppen in die Flucht, doch konnte die russische Flotte 1770 die Seeschlacht von Çesme (bei Chios) für sich entscheiden (siehe auch Russisch-Türkische Kriege). Im Frieden von Küçük Kaynarci 1774 setzte Russland gegenüber dem Osmanischen Reich ein Protektorat der russischen Zaren über die orthodoxen Balkanchristen durch. In Griechenland wurden zahlreiche russische Konsulate eingerichtet, die unmittelbar in die osmanischen Staatsgeschäfte eingriffen.

Eine wichtige Voraussetzung für den griechischen Befreiungskampf war die Existenz einer griechischen Diaspora in Konstantinopel, in den rumänischen Fürstentümern Walachei und Moldau, in Westeuropa, an den Küsten des Schwarzen Meeres, im Libanon usw. (insgesamt drei Millionen Menschen).

Die Diaspora-Griechen waren wohlhabend, gebildet und teilweise geprägt durch die westeuropäischen Ideen der Aufklärung und der Französischen Revolution. Am Ende des 18. Jahrhunderts nahm die griechische Kultur in der Diaspora einen spürbaren Aufschwung: 2 500 griechische Bücher wurden gedruckt (Hauptdruckort war Venedig), und 1784 erschien in Wien die erste griechische Zeitung.

Stellvertretend für diese Entwicklung steht der seit 1788 in Paris lebende Adamantios Korais (1748-1833), der aus dem klassischen Griechisch (Attisch) und der Volkssprache (Demotike) die neugriechische Schriftsprache (Katharevussa) schuf.

In der Diaspora entstand eine kleine, politisch aktive Elite, die sich, u. a. inspiriert von der Französischen Revolution, einen unabhängigen griechischen Staat zum Ziel setzte.

1814 gründete sich in Odessa (Ukraine) der Geheimbund Hetairia Philikon(Gesellschaft der Freunde), dessen Mitglieder Geld und Waffen sammelten und Stützpunkte auf dem Balkan und in den Gebieten des östlichen Mittelmeers anlegten. Ihr Führer Alexandros Ypsilanti, ein früherer Adjutant des russischen Zaren Alexander I., gewann den Fürsten des osmanischen Vasallenfürstentums Moldau, Tudor Vladimirescu, für den Aufstand und rief an der Spitze einer kleinen Streitmacht in Jassy, der moldauischen Hauptstadt, am 7. März 1821 die Unabhängigkeit Griechenlands aus. Damit begann der Griechische Unabhängigkeitskrieg („Epanastasis”).

Einen Monat später erhob sich auf der Peloponnes ein ebenfalls von der Hetairia vorbereiteter Aufstand gegen die Osmanen. Während osmanische Truppen den Aufstand in Moldau niederschlugen, brachten die Aufständischen die Peloponnes bis Oktober 1821 vollständig in ihre Hand, und auch Athen wurde eingenommen. Die zu Kriegsschiffen umgerüsteten Handelsschiffe griechischer Reeder (500 Schiffe mit 15 000 Kämpfern) errangen 1822 bei Spétsai den ersten Sieg über die osmanische Flotte.

Die osmanische Regierung unter Sultan Mahmud II. reagierte sofort. Der Patriarch von Konstantinopel, Georgios, wurde – obwohl er die Aufständischen verurteilt und exkommuniziert hatte – 1821 hingerichtet.

Die Insel Chios wurde von einer osmanischen Strafexpedition heimgesucht, wobei 25 000 Bewohner getötet und 47 000 versklavt wurden. Während sich die Regierungen der Großmächte Großbritannien, Frankreich, Österreich und Russland abwartend bis feindlich gegenüber dem griechischen Freiheitskampf verhielten, erwachte in den europäischen Ländern eine breite Unterstützungsbewegung, der Philhellenismus. Zahlreiche europäische Freiwillige stießen zu den aufständischen Griechen, z. B. der englische romantische Dichter Lord Byron. Die Nationalversammlung von Epidauros verabschiedete im Januar 1822 die erste griechische Verfassung, die den Idealen der Französischen Revolution verpflichtet war. Die griechische Aufstandsbewegung war jedoch in sich uneinheitlich; die Spannungen mündeten in blutige innergriechische Auseinandersetzungen, die den Aufstand schwächten. 1825 gelang einer 70 000 Mann starken Truppe, die der ägyptische Vizekönig im Auftrag des Sultans auf die Peloponnes entsandt hatte, die Einnahme fast der ganzen Halbinsel. Mit dem Fall Missolonghis und Athens (1826) war der Aufstand so gut wie niedergeschlagen.

Erst die Intervention der Großmächte verhinderte den völligen Zusammenbruch. Im Londoner Vertrag vom Juli 1827 verständigten sich Österreich, Großbritannien und Russland auf die Bildung eines autonomen griechischen Fürstentums, das völkerrechtlich Bestandteil des Osmanischen Reiches bleiben sollte. Die drei Großmächte stellten eine Interventionsflotte zusammen, die im Oktober 1827 in der Schlacht von Navarino die gesamte osmanisch-ägyptische Flotte vernichtete. 1828 landeten französische Truppen auf der Peloponnes, die ägyptischen Truppen mussten den Rückzug antreten. Russische Truppen stießen unterdessen 1828/29 über die Donau in Richtung Konstantinopel vor. Im Februar 1830 erhielt Griechenland im Londoner Protokoll durch die Schutzmächte Frankreich, Großbritannien und Russland schließlich die volle Unabhängigkeit zugesichert. "Griechenland" © Emmanuel BUCHOT, Encarta, Wikipedia.

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