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Griechenland in den 1940er Jahren


Tier in Griechenland
Tier in Griechenland

Im Oktober 1944 verständigten sich der sowjetische Führer Jossif Stalin und der britische Premierminister Winston Churchill in ihrer berühmten Prozentvereinbarung über die künftige Aufteilung Osteuropas in Interessensphären. Der britische Einfluss in Griechenland sollte 90 Prozent, der sowjetische nur 10 Prozent betragen. Nach dem Abzug der Deutschen landeten deshalb britische Truppen in Griechenland, gefolgt von der Regierung der Nationalen Einheit, an der auch die Kommunistische Partei beteiligt war.

Als Ministerpräsident Papandreou darauf bestand, die Einheiten der ELAS, die inzwischen 90 Prozent des Territoriums kontrollierten und in der Bevölkerung über großen Rückhalt verfügten, zu entwaffnen und aufzulösen, zog die Kommunistische Partei ihre Mitglieder aus der Regierung zurück. Wenig später brachen in den Dezember-Ereignissen (Dekemvriana), die den Beginn des griechischen Bürgerkrieges markierten, bewaffnete Kämpfe zwischen den ELAS-Partisanen und den Regierungstruppen aus. Nur die militärische Intervention der britischen Besatzungsmacht verhinderte den Sieg der Kommunisten. Am 24. Dezember 1944 kam Churchill nach Athen und setzte den Erzbischof der griechisch-orthodoxen Kirche, Damaskinos, als Regenten und Stellvertreter des Königs ein.

Am 15. Januar 1945 trat ein Waffenstillstand zwischen den Briten und der ELAS in Kraft. Am 12. Februar 1945 willigte die ELAS in das Abkommen von Varitsa ein, das den Übergang zur politischen Nachkriegsordnung gestalten sollte. Vereinbart wurden die Auflösung aller militärischen Verbände, freie politische Betätigung, die Aufstellung einer unpolitischen griechischen Armee, die Bestrafung aller Kollaborateure und die Abhaltung eines Volksentscheids über die Monarchie.

Die nachfolgenden Übergangsregierungen wurden der chaotischen Lage allerdings nicht Herr. Entgegen dem Abkommen von Varitsa fanden die Parlamentswahlen vom 31. März 1946 vor dem Volksentscheid über die Monarchie statt. Die Kommunisten boykottierten die Wahlen, und in der Folge kam eine rechtsgerichtete Regierung, die ihren Rückhalt auch bei ehemaligen Kollaborateuren suchte, an die Macht. Bei dem Plebiszit vom 1. September 1946 stimmten 68 Prozent für die Beibehaltung der Monarchie. Georg II. kehrte auf den Thron zurück, starb jedoch bereits ein Jahr später. Nachfolger wurde sein Bruder Paul I. Ebenfalls 1947 erhielt Griechenland den Dodekanes von Italien. Damit war die territoriale Expansion des griechischen Nationalstaates abgeschlossen.

Im Oktober 1946 formierten die Kommunisten die Demokratischen Streitkräfte Griechenlands (Dimokratikos Stratos Elladas, DSE) unter General Markos Vafiadis, die von den kommunistischen Nachbarstaaten Albanien, Jugoslawien und Bulgarien unterstützt wurden. Die rechtskonservative Regierung warf den Kommunisten vor, eine slawische Volksrepublik Makedonien unter Einschluss Griechisch-Makedoniens sowie den Anschluss Griechenlands an eine kommunistische Balkanföderation zu planen. Nicht zuletzt aus diesem Grund verloren die Kommunisten in der Bevölkerung in der Folge bedeutend an Rückhalt.

Die antikommunistische Regierung genoss inzwischen die massive militärische und politische Unterstützung der USA, die Großbritannien als Schutzmacht abgelöst hatten. Marshallplan und Truman-Doktrin banden Griechenland im beginnenden Kalten Krieg an die westliche Führungsmacht. Die Ende 1947 ausgerufene kommunistische Gegenregierung wurde hingegen weder von der Sowjetunion noch von anderen kommunistischen Staaten anerkannt. Trotz einer militärischen Offensive der Athener Regierung im Jahr 1948 konnten die DSE ihre wichtigsten Stützpunkte, insbesondere in den Gebirgsregionen an der Nordgrenze, halten – bis die jugoslawischen Kommunisten 1949 ihre Unterstützung einstellten, da die Kommunistische Partei Griechenlands moskautreu geblieben war und Jugoslawien unter Tito selbst nun der Hilfe des Westens bedurfte. Am 16. Oktober 1949 erklärte die Gegenregierung das Ende der Feindseligkeiten. 90 000 Kommunisten begaben sich ins Exil in kommunistische Staaten. Krieg und Bürgerkrieg hatten mehr als eine halbe Million Griechen das Leben gekostet. "Griechenland" © Emmanuel BUCHOT, Encarta, Wikipedia.

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