Militärregierungen in Guatemala
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Fotografien Guatemala |
Am 18. Juni 1954 erfolgte von Honduras aus unter der Führung von Oberst Carlos Castillo Armas der Einmarsch einer so genannten Befreiungsarmee, die von den USA bzw. dem amerikanischen Geheimdienst CIA unterstützt und ausgebildet worden waren. Die Aufständischen eroberten in kurzer Zeit die wichtigsten Stützpunkte und bombardierten verschiedene Städte. Die guatemaltekische Armee leistete nur geringen Widerstand. Am 27. Juni trat Arbenz zurück; zwei Tage später wurde der Kongress aufgelöst. Führende Politiker der Linken wurden verhaftet; etwa 600 politische Gefangene der Rechten wurden freigelassen. |
Im Juli 1954 wurde Castillo Armas zum provisorischen Präsidenten ernannt; wenig später wurde er durch eine Volksabstimmung formell legitimiert und am 6. November 1954 als Präsident für eine fünfjährige Amtszeit vereidigt. Die wichtigsten Regierungs- und hohen Verwaltungsposten gingen an das Militär; die alten Besitzverhältnisse wurden wiederhergestellt. Im November 1955 wurden die politischen Parteien wieder zugelassen; im Dezember fanden die Wahlen für eine neue Nationalversammlung statt, bei denen Castillo Armas’ Partei alle 66 Sitze gewann. Am 2. Februar 1956 unterzeichnete Castillo Armas eine neue Verfassung, die das Präsidialsystem festschrieb, und am 1. März konstituierte sich die Nationalversammlung. |
Am 26. Juli 1957 wurde Castillo Armas ermordet. Zwei Tage später ernannte die Nationalversammlung den Vizepräsidenten Luis Gonzáles López zum provisorischen Staatspräsidenten, der den antikommunistischen Kurs Castillo Armas’ fortführte und für den 20. Oktober 1957 Präsidentschaftswahlen anberaumte. |
Die Wahl wurde wie geplant durchgeführt, ihre Rechtsgültigkeit jedoch von verschiedenen Parteien angefochten. Am 25. Oktober ergriff eine dreiköpfige Militärjunta die Macht. Am 19. Januar 1958 fanden erneut Präsidentschaftswahlen statt, aber keiner der Kandidaten erreichte die erforderliche absolute Mehrheit. Die Nationalversammlung wählte daher am 12. Februar 1958 General Miguel Ydígoras Fuentes zum neuen Präsidenten. Der hatte in den dreißiger Jahren unter Präsident Ubico als Minister amtiert und war ein erbitterter Feind der liberalen Präsidenten Arévalo und Arbenz; am 2. März 1958 trat er sein Amt an. Im April 1960 brach Guatemala die diplomatischen Beziehungen zu Kuba ab, wo Fidel Castro im Jahr zuvor das Batista-Regime gestürzt hatte und nun ein sozialistisches System errichtete. In der Folgezeit kam es in Guatemala zu Unruhen und Aufständen gegen die rechtsgerichtete Regierung. Daraufhin ließ US-Präsident Dwight D. Eisenhower am 16. November 1960 Einheiten der amerikanischen Marine vor der Küste Guatemalas und Nicaraguas stationieren, da man in den USA einen Übergriff Kubas auf Zentralamerika befürchtete. Diese Befürchtungen erwiesen sich jedoch als unbegründet, und am 7. Dezember 1960 wurden die US-Einheiten wieder abgezogen. Nach der gescheiterten Invasion in der Schweinebucht im April 1961 stellte sich heraus, dass die CIA die exilkubanischen Invasionstruppen nicht nur in den USA, sondern teilweise auch in Guatemala ausgebildet hatte. "Guatemala" Microsoft® Encarta |
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