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Indien im 4. Jahrhundert v. Chr


Säule des Aschoka
Säule des Aschoka

321 v. Chr. gelang es Candragupta (von den Griechen als Sandrakottos bezeichnet), dem Begründer der Maurya-Dynastie, die Kontrolle über Magadha zu gewinnen. Im Lauf der nächsten zehn Jahre weitete er von seiner Hauptstadt Pataliputra (heute Patna) seine Herrschaft über den größten Teil des Subkontinents aus. Unterstützt wurde er dabei von Kautilya (oder Canakya), einem brahmanischen Minister, dem als Hauptautor das Arthashastra, ein Lehrbuch über Politik, zugeschrieben wird. Candragupta behauptete sich gegen den Versuch Seleukos’ I., eines der Diadochen in der Nachfolge Alexanders des Großen und Begründer des Seleukidenreiches, das Erbe Alexanders in Indien anzutreten. In einem 305 v. Chr. geschlossenen Vertrag anerkannte Seleukos I. die Herrschaft Candraguptas über Belutschistan und Afghanistan und ließ sich dafür mit 200 (oder 500) Elefanten bezahlen (mit denen er 301 v. Chr. Antigonos I. und Demetrios I. Poliorketes besiegte); besiegelt wurde der Vertrag zusätzlich durch die Heirat des Maurya-Herrschers mit einer Tochter des Seleukiden.

In der Folge kam es aufgrund der engen Beziehungen zwischen den beiden Reichen zu einem starken Einfluss der griechischen Kultur in Nordindien. Während der Regierungszeit des Aschoka (um 273 bis 232 v. Chr.), des Enkels von Candragupta und bedeutendsten Herrschers der Maurya-Dynastie, entwickelte sich der Buddhismus zur bedeutendsten Religion. Aschoka förderte die Verbreitung des Buddhismus auch außerhalb seines Reiches mit Nachdruck, setzte ansonsten aber auf Toleranz zwischen den verschiedenen Religionen. Indien wurde zu einem Zentrum der Bildung; Universitäten wie die in Nalanda und Takshashila zogen Gelehrte und Studierende aus weiten Teilen Asiens an. Unter Aschoka gehörte mit Ausnahme einiger Gebiete im Süden fast der ganze Indische Subkontinent zum Maurya-Reich.

Unter Aschokas Nachfolgern zerfiel das Maurya-Reich; die Maurya-Dynastie endete um etwa 180 v. Chr. Den Niedergang beschleunigte die Eroberung großer Teile Nordindiens und des Punjab durch den Seleukidenherrscher Demetrios von Baktrien seit etwa 190 v. Chr. Von den Dynastien, die unmittelbar auf den Niedergang der Mauryas folgten, war die Shunga-Dynastie, die über ein Jahrhundert herrschte, am langlebigsten. Zu den nachhaltigsten Entwicklungen dieser Epoche, über die nur wenige Einzelheiten bekannt sind, gehören die Verfolgung und der Niedergang des Buddhismus und der Triumph des Brahmanismus. Der Sieg der Hindu-Brahmanen (Priester) etablierte das Kastensystem als wichtigstes Kennzeichen der indischen Gesellschaftsordnung.

Im 1. Jahrhundert v. Chr., in dem Indien aus einer Vielzahl von größeren und kleineren Fürstentümern bestand, die im Norden und Westen noch teilweise unter griechischem Einfluss standen, eroberte das nomadische Reitervolk der Skythen, nachdem es die griechische Herrschaft in Afghanistan beseitigt hatte, einen großen Teil Westindiens. Das erste der indoskythischen Reiche hatte jedoch nur wenige Jahrzehnte Bestand, bis es von dem gleichfalls aus Zentralasien stammenden Nomadenvolk der Yüe-chi überrannt wurde. Die Yüe-chi drangen nach Süden vor und ließen sich schließlich im Nordwesten Indiens nieder, wo Kadphises, einer ihrer Könige, im 1. Jahrhundert n. Chr. die Kuschan-Dynastie begründete, die einen Großteil Nordindiens sowie Teile Afghanistans, Irans und Turkestans beherrschte. Die Kuschan unterhielten diplomatische Beziehungen zum Römischen Reich, hatten weit verzweigte Handelsverbindungen und förderten Wissenschaft und Kunst. Unter Kanishka, dessen Herrschaftsbereich vom Ganges-Tiefland bis Turkestan reichte, kam es zu einer Hochblüte der buddhistischen Kultur sowie auch der Wissenschaften. Aus dem Bereich der Medizin z. B. sind die Charaka-Texte überliefert. Künstlerisches und wissenschaftliches Zentrum war die Hauptstadt Muttra (heute Mathura). Über die Gründe des allmählichen Zerfalls des Kuschan-Reiches ist wenig bekannt.

Seit Beginn des 3. Jahrhunderts n. Chr. mussten sich die Kuschan, neben deren Herrschaft noch das Kshatapra-Reich im Indusgebiet und in Nordwestindien und das Shatavahana-Reich im Hochland von Dekkan bestanden, mit dem aufsteigenden Perserreich der Sassaniden auseinandersetzen. Im Süden des Subkontinents, über dessen frühe Entwicklung wenig bekannt ist, dominierte vom 1. Jahrhundert v. Chr. an für mehr als vier Jahrhunderte das Reich der Andhra-Dynastie, das sich der nordindischen Kultur öffnete, als Sprache das klassische Sanskrit pflegte und rege Handelsbeziehungen mit dem Westen unterhielt. "Indien" © Emmanuel BUCHOT, Encarta, Wikipedia.

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