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Wirtschaft Spaniens die Landwirtschaft und der Tourismus in Spanien
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Fotografien Spanien |
Spaniens Ökonomie war bis etwa 1961 stark auf die Agrarwirtschaft ausgerichtet. Um das Land den Standards westlicher Industrienationen anzupassen, stellte man in der Folgezeit eine ganze Reihe von Entwicklungsplänen auf, die eine Umstrukturierung des Agrarsektors vorsahen und die Industrialisierung vorantrieben. Der Beitritt Spaniens zur Europäischen Gemeinschaft (EG) am 1. Januar 1986 hatte die Beschleunigung dieser Prozesse zur Folge. Heutzutage wird der überwiegende Teil der Staatseinnahmen in der Industrie und im Dienstleistungssektor erzielt. Das Bruttoinlandsprodukt liegt bei 1 124 640 Millionen US-Dollar (2005). Die Handelsbilanz des Landes ist jedoch negativ; die Ausgaben für Importe übersteigen die Einnahmen aus Exporten. In diesem Zusammenhang kommt der Tourismusbranche große Bedeutung zu. Mit den Einnahmen aus dem Fremdenverkehr lässt sich ein guter Teil des Bilanzdefizits ausgleichen. Encarta |
Landwirtschaft in Spanien |
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Die Landwirtschaft ist eine der wesentlichen Stützen der spanischen Wirtschaft. Die wichtigsten landwirtschaftlichen Produkte sind Weizen, Gerste, Zuckerrüben, Mais, Kartoffeln, Roggen, Hafer, Reis, Trauben, Tomaten und Zwiebeln. Spanien verfügt über ausgedehnte Weinanbaugebiete sowie über Citrus- und Olivenhaine. Nur in einem Teil Spaniens, vor allem im Norden des Landes, ist der Trockenfeldbau bei ausreichenden Niederschlägen großflächig verbreitet. Ohne künstliche Bewässerung gedeihen vorwiegend Getreide und Hülsenfrüchte sowie trockenheitsresistente Dauerkulturen wie Weinstöcke, Feigenbäume und Ölbäume. Die klimatischen und topographischen Bedingungen erfordern in weiten Teilen der spanischen Landwirtschaft umfangreiche Bewässerung. In den Provinzen am Mittelmeer, vor allem in Valencia, gibt es Bewässerungssysteme, welche die Arbeit vieler Generationen widerspiegeln. Der früher trockene Küstengürtel ist heute eine der fruchtbarsten Gegenden in Spanien; auf vielen agrarisch genutzten Flächen (Huertas) sind mehrere Ernten im Jahr möglich. Neben Zuckerrohr und Zitrusfrüchten werden hier vor allem Gemüse, Tabak und auch Reis kultiviert. Im Tal des Ebro gibt es kombinierte Bewässerungs- und Wasserkraftprojekte zur Gewinnung von Elektrizität. Weite Gebiete der Extremadura, wie etwa die Region im Umland des Flusses Guadiana, werden mit Hilfe staatlicher Bewässerungsprojekte bewirtschaftet. In kleineren Bauernhöfen wird der Boden häufig über Brunnen bewässert. Andalusien liefert mehr als die Hälfte der gesamten Olivenproduktion des Landes. Encarta |
Ölbäume werden in den trockenen Gebieten Südspaniens auf großen Flächen angebaut. Weitere wichtige Anbauprodukte im Süden sind Baumwolle und Wein. Spanien ist einer der weltweit größten Weinproduzenten. Viehzucht, insbesondere die Haltung von Schafen, Ziegen, Schweinen und Rindern, spielt ebenfalls eine wichtige Rolle in der Landwirtschaft. Der Viehbestand konnte in den vergangenen Jahrzehnten erheblich gesteigert werden. Entsprechend wuchs auch die Produktion von Fleisch und Milch. Eine Besonderheit in der Viehwirtschaft ist die Zucht von Kampfstieren, die vorwiegend in den nördlichen Regionen (vor allem in Galicien, in Asturien und im Baskenland) erfolgt. Die intensive Entwicklung der Viehwirtschaft ist mittlerweile vor allem in den trockeneren Gebieten Südspaniens problematisch geworden. Zu starke Beweidung führte auf einigen Flächen zu nahezu vollständigem Verlust der Vegetationsdecke und nachfolgenden Erosionsschäden. |
Tourismus in Spanien |
Der Tourismus konzentriert sich stark auf die festländischen Küstenregionen am Atlantischen Ozean und am Mittelmeer sowie auf die Balearen und die Kanarischen Inseln. Darüber hinaus verzeichnen auch die kulturell und historisch interessanten Städte Madrid, Barcelona, Valencia, Sevilla, Córdoba und Granada hohe Besucherzahlen. Bau und Betrieb der für die vielen Besucher benötigten Infrastruktur führten vor allem in den Küstenregionen zu intensiven wirtschaftlichen und ökologischen Veränderungen. Während im Tourismussektor kontinuierlich neue Arbeitsplätze geschaffen werden konnten, kam es andererseits durch den Bau von Hotels und Verkehrswegen zu Belastungen. Probleme sind dabei vor allem der hohe Wasserbedarf der Hotelanlagen, Entsorgung und Lärm. Encarta |