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Kulturelles Leben in Dänemark


Sydney Pollack
Sydney Pollack

Die dänische Baukunst entwickelte sich im Mittelalter nach französischen und deutschen Vorbildern, wie die Dombauten in Ribe, Viborg, Århus, Ringsted, Roskilde Sorø und Kalundborg belegen. Typische Bauten der Backsteingotik sind die im 13. bzw. 14. Jahrhundert entstandene Knudskirche in Odense, die Marienkirche in Helsingborg, die Peterskirche in Næstved oder St. Olai und St. Marien in Helsingø. Bedeutende Zeugnisse der dänischen Baukunst zur Zeit der Renaissance, entstanden während der Regierungszeit von König Friedrich II. (1559-1588) und König Christian IV. (1588-1648) sind Schloss Kronborg in Helsingør (1575-1522), Schloss Frederiksborg in Hillerød (1602-1620) und die Kopenhagener Börse (1619-1640). Bemerkenswerte Barockbauten sind Schloss Amalienborg (ab 1794 Residenz der dänischen Könige), Schloss Charlottenborg und Schloss Christiansborg. Ein namhafter Architekt des Klassizismus ist Christian Friedrich Hansen (1756-1845), der in Kopenhagen das Gerichtsgebäude und die Liebfrauenkirche erbaute.

Historistische Bauten stammen von Theophil Edvard Freiherr von Hansen, Martin Nyrop (1845-1921) und Michael Gottlieb Bindesbøll (1800-1856). Herausragende Repräsentanten der dänischen Architektur im 20. Jahrhundert sind Arne Jacobsen, Peder Vilhelm Jensen Klint, Jørn Utzon, Erik Møller und Johan Otto von Spreckelsen.

Hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Skulptur gelangen im Mittelalter Bernt Notke (um 1440 bis 1509) mit dem Altar des Doms zu Århus und Claus Berg (um 1440 bis nach 1532) mit dem Altar der St. Knud-Kirche in Odense. Zur Zeit der Renaissance, des Barock und des Rokoko entstanden stattliche Reiterdenkmäler und Grabmäler. Mit Bertel Thorvaldsen brachte Dänemark einen Künstler von hohem Rang hervor, er gilt neben dem Italiener Antonio Canova als wichtigster Bildhauer des Klassizismus. Zur selben Zeit arbeiteten Hermann Vilhelm Bissen (1798-1868) und Jens Adolph Jerichau (1816-1883). Im 20. Jahrhundert traten Kai Nielsen (1882-1924), Robert Jacobsen (1912-1993) und Gunnar Westmann hervor.

Angeregt durch Vorbilder aus den Nachbarländern, erhielt zu Beginn des 19. Jahrhunderts die dänische Malerei neue Impulse durch Künstler wie Nicolai Abraham Abildgaard (1743-1809), Jens Juel (1745-1802) oder Christoffer Wilhelm Eckersberg (1783-1853), die sich vor allem der Landschaftsmalerei widmeten. Im 19. Jahrhundert folgten Christen Købke (1810-1848), Peter Severin Krøyer (1851-1909), Anna Ancher (1859-1935) und Viggo Johansen (1851-1935), im 20. Jahrhundert die abstrakten Expressionisten Richard Mortensen (1910-1993), Else Alfelt (1910-1974), Ejler Bille (*1910), Asger Jorn (1914-1973), der 1948 die Gruppe Cobra ins Leben rief, und Per Kirkeby (*1938), der auch als Bildhauer arbeitet.

Carl Theodor Dreyer
Carl Theodor Dreyer

Das Königliche Theater in Kopenhagen führt Dramen, Opern und Ballette auf. Es untersteht dem Ministerium für Kulturelle Angelegenheiten und wurde 1748 gegründet. Ein Anbau, die Neue Bühne, wurde 1931 eröffnet. Die vor rund 200 Jahren gegründete Balletttruppe des Theaters wurde Mitte der achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts unter Auguste Bournonville als Königliches Ballett selbständig. Heute genießt die Truppe Weltruf. Die künstlerisch anspruchsvollen Keramik-, Silber- und Porzellanarbeiten sowie dänische Einrichtungsgegenstände sind weltweit gefragt. Insbesondere die Silberarbeiten Georg Jensens und die Möbel Kaare Klints und Arne Jacobsens fanden Anerkennung. Kopenhagen hat eine ständige Kunstgewerbeausstellung, in der Künstler aus ganz Dänemark ihre Arbeiten vorstellen und verkaufen können.

International renommierte dänische Literaten sind u. a. Ludvig von Holberg, ein Dichter, Dramatiker und Historiker zur Zeit der Aufklärung, Hans Christian Andersen, dessen mehr als 150 Märchen der Weltliteratur angehören (u. a. Die kleine Meerjungfrau, Die Prinzessin auf der Erbse, Des Kaisers neue Kleider), Johannes Vilhelm Jensen, der 1944 den Literaturnobelpreis erhielt, und Tania Blixen, die bekannt wurde durch ihr autobiographisches Werk Out of Africa (1937; Afrika, dunkel lockende Welt, späterJenseits von Afrika) und dessen Filmversion von Sydney Pollack (1985). Der dänische Philosoph und Theologe Søren Kierkegaard hatte großen Einfluss auf die moderne Existenzphilosophie.

Bemerkenswerte Beiträge zur Filmkunst boten die dänische Schauspielerin Asta Nielsen, die in den zehner Jahren unter der Regie von Urban Gad zu einem der ersten Stars des Stummfilms aufstieg mit Filmen wie Afgrunden (1910; Abgründe) und den in der Folge in Deutschland entstandenen Produktionen, der Regisseur Carl Theodor Dreyer, der mit seinen ästhetisch anspruchsvollen Arbeiten wie La passion de Jeanne d’Arc (1928; Die Passion der Jungfrau von Orleans) oder Vampyr – Der Traum des Allan Gray (1932) Maßstäbe setzte. Die dänische Produktionsfirma Nordisk Films gehörte in der Zeit vor dem 1. Weltkrieg zu den größten und produktivsten Filmstudios der Welt.

In den neunziger Jahren sorgte Lars von Trier international für Diskussionen durch sein gegen den Kommerzfilm gerichtetes filmästhetisches Programm Dogma 95, nachdem er sich bereits vorher durch ambitionierte Filme Ansehen verschafft hatte. Im Rahmen dieses umstrittenen Konzepts entstanden von Triers Idioterne (1998; Idioten) und Thomas Vinterbergs Festen (1998; Das Fest).

Die Herausbildung dänischer Kunstmusik setzte unter dem Einfluss deutscher, italienischer und englischer Musikkultur während der Regierungszeit König Christians IV. in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts und der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts ein. Ausländische Komponisten wie John Dowland, Heinrich Schütz oder Dietrich Buxtehude wirkten am dänischen Hof und traten dort in Kontakt mit dänischen Komponisten. Erste markante dänische Komponisten waren Friedrich L. A. Kunzen (1761-1817) mit seiner Oper Holger Danske (1787), Christoph Ernst Friedrich Weyse (1774-1842) mit seiner Oper Ludams Hule (1816) und Friedrich Daniel Kuhlau (1786-1832), der zu dem auch heute noch populären Stück Elverhøy (1828) die Musik schrieb. Dänische Vertreter der Romantik sind Niels Gade, Johan P. E. Hartmann (1805-1900) und Peter A. Heise (1830-1897). Im 20. Jahrhundert folgten Carl Nielsen, Poul Schierbeck (1888-1949), Knudåge Riisager (1897-1974), Jørgen Bentzon (1897-1951), Finn Høffding (1899-1997), Herman David Koppel (1908-1998), Vagn Holmboe (1909-1996) und Niels Viggo Bentzon (1919-2000). "Dänemark" © Emmanuel BUCHOT, Encarta, Wikipedia.

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