Geschichte Laos : Krieg und Waffenruhe
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Fotografien Laos |
Im Rahmen des Genfer Waffenstillstandsabkommens, mit dem 1954 der Indochinakrieg endete, war der Rückzug sämtlicher Vietminh-Truppen und sämtlicher französischer Soldaten bis auf ein Restkontingent von 5 000 Mann vereinbart worden. Zudem sollte sich der Pathet Lao in zwei Nordprovinzen des Landes zurückziehen. Zur Überwachung des Waffenstillstands wurde eine internationale Kontrollkommission eingesetzt. Im Dezember 1955 wurde Laos Mitglied der Vereinten Nationen (UN). Mit dem schwindenden französischen Einfluss in der Region machte sich immer mehr der Einfluss der Vereinigten Staaten bemerkbar. Im November 1957 billigte die Volksversammlung eine Vereinbarung zwischen dem neutralistischen Premierminister von Laos Prinz Souvanna Phouma und seinem Halbbruder Prinz Souvanna Vong, dem Führer des Pathet Lao. |
Gemäß dieser Vereinbarung wurde der Pathet Lao in die Regierungskoalition eingebunden. Dem Auftreten des Pathet Lao auf politischer Bühne widersetzte sich jedoch eine neu gegründete rechtsgerichtete Organisation, welche die Regierung Souvanna Phouma stürzte und im August 1958 eine neue, konservative Regierung bildete. Der Pathet Lao nahm damit den Guerillakrieg wieder auf. |
Die politische Lage blieb instabil. Bei den neuen Kämpfen wurde der Pathet Lao von der UdSSR unterstützt, während die USA die rechtsgerichteten Kräfte unterstützten. 1960 inszenierte der Kommandant eines Fallschirmspringer-Bataillons Captain Kong Le eine Rebellion gegen die rechtsgerichtete Regierung und übernahm die Kontrolle über die laotische Verwaltungshauptstadt Vientiane. In den folgenden Auseinandersetzungen verschiedener Gruppen gelangte schließlich Prinz Souvanna Phouma wieder an die Macht zurück. Sein Versuch, linksgerichtete Kräfte in seine Koalitionsregierung einzubinden, führte zu einem von den USA unterstützten Militäraufstand rechtsgerichteter Kräfte. Souvanna war gezwungen, das Land zu verlassen, und der radikale Antikommunist Prinz Boun Oum wurde neuer Premier. |
Mitte 1961 kontrollierte der Pathet Lao, der sich inzwischen mit den neutralistischen Kräften von Kong Le verbündet hatte, bereits die Hälfte des Landes. |
Mittlerweile machten sich die USA, die UdSSR und andere Staaten Gedanken über mögliche internationale Verwicklungen, die durch einen Bürgerkrieg in Laos hervorgerufen werden könnten. Im Mai 1961 wurde eine Waffenruhe vereinbart, und am 23. Juli desselben Jahres wurde im Rahmen der Genfer Laos-Konferenz die Neutralität des Landes sowie der Rückzug sämtlicher ausländischer Truppen beschlossen. Nach längeren Verhandlungen stimmten die Führer der drei wichtigsten laotischen Fraktionen (Pathet Lao, Neutralisten und prowestliche Kräfte) der Bildung einer provisorischen Regierung der nationalen Einheit unter der Leitung von Prinz Souvanna Phouma zu. Die Regierungsbildung erfolgte 1962. Im Lauf der nächsten zwei Jahre kam es zu wiederholten Versuchen der Rechten, die Macht im Staat zu übernehmen. Das Lager der Neutralisten spaltete sich, und zahlreiche Anhänger von Souvanna Phouma liefen zum Pathet Lao über. Im Jahr 1964 verbündeten sich die verbliebenen Neutralisten mit den Rechten und konsolidierten ihre militärischen Kräfte. Der Führer des Pathet Lao, Prinz Souvanna Vong, betrachtete diesen Schritt als Verletzung des Genfer Laos-Abkommens und weigerte sich, Souvanna Phouma weiterhin als legitimes Staatsoberhaupt anzuerkennen. 1965 flammten die Kämpfe zwischen dem Pathet Lao und den Regierungstruppen erneut auf. |
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Einwohner von Laos. Encarta |
Aufseiten der Regierung kämpften auch Söldner aus Thailand und Krieger vom Stamme der Hmong, die von den USA finanziert und ausgebildet wurden. Mitte der sechziger Jahre wurde Laos in den Vietnamkrieg hineingezogen. Nordvietnamesische Truppen benutzten Dschungelpfade im Osten und Süden von Laos als Nachschubwege für ihre in Südvietnam kämpfenden Verbände. Amerikanische Kampfflugzeuge flogen daraufhin immer intensivere Bombenangriffe auf den so genannten Ho-Chi-Minh-Pfad. 1971 marschierten südvietnamesische Truppen zur Unterbrechung der kommunistischen Versorgungslinien nach Laos ein, wurden aber zurückgeschlagen. Laos," Microsoft® Encarta |
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