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Das Klima die Fauna und die Flora in Frankreich
Fotografien Paris

Das Klima des festländischen Frankreich ist warm-gemäßigt und größtenteils maritim beeinflusst. Das Fehlen hoher Gebirge im westlichen Teil des Landes bewirkt das Vordringen atlantischer Einflüsse bis weit nach Westen. Die Temperaturen in den küstennahen Regionen im Westen des Landes werden durch die relativ warmen Meeresströmungen und die vorherrschenden Südwestwinde geprägt. Niederschläge fallen zu allen Jahreszeiten, häufig in Form von anhaltenden Sprühregen. Im Landesinneren, insbesondere im Nordosten, wird das Klima kontinentaler mit größeren Temperaturschwankungen im Jahresverlauf – die Winter sind kalt, die Sommer relativ warm. Andere klimatische Bedingungen sind für den Bereich der Mittelmeerküste charakteristisch. Hier herrscht ein typisches mediterranes Klima mit heißen, trockenen Sommern und milden, feuchten Wintern.

Klima Frankreichs

Die mittlere Temperatur liegt in Paris im Januar bei 3 °C und im Juli bei 18 °C. In Lyon entspricht die mittlere Januartemperatur der von Paris; die mittlere Julitemperatur liegt bei 20 °C. Wärmer ist es in Marseille bei Mittelwerten von 6 °C im Januar und 24 °C im Juli. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt in Paris im Mittel 573 Millimeter, in Lyon 764 Millimeter und an der Mittelmeerküste bei Marseille 650 Millimeter. Niederschlagsmaxima über 2 000 Millimeter werden in den Alpen, im Jura, im Zentralmassiv und in den Pyrenäen erreicht. Eine meteorologische Besonderheit Südfrankreichs ist der Mistral, ein trockener, starker Fallwind, der kalte Luftmassen aus dem Norden durch das Tal der Rhône nach Süden bringt.

Fauna und Flora in Frankreich
In Frankreich stehen 3 Prozent (2004) der gesamten Landesfläche unter Naturschutz. Die Pflanzenwelt des Landes bietet einen charakteristischen Querschnitt durch die Vielfalt Europas. Sie reicht von alpinen Flechten und Moosen bis zu subtropischen Arten wie Ölbäumen und Orangen. Im mediterranen Klimabereich wachsen vor allem Aleppokiefern, Stein- und Korkeichen, Zypressen und Platanen. In einigen heute nicht mehr waldbedeckten Gebieten an der Mittelmeerküste gedeihen den trockenen Bedingungen angepasste Hartlaubgewächse (Macchie). Kultiviert werden in Südfrankreich u. a. Oliven, Mandeln und Wein. An der Atlantikküste, vor allem im südlichen Abschnitt, nimmt Kiefernwald ausgedehnte Flächen ein;
Klima Frankreichs
Flora von Frankreich

im Dünengebiet Landes entstand durch intensive Aufforstung das mit einer Fläche von rund 800 000 Hektar größte zusammenhängende Waldgebiet Frankreichs. In den Ardennen und Vogesen sind Laubwälder mit Buchen, Eichen, Eschen, Ahorn und Birken als vorherrschenden Baumarten verbreitet; in höheren Lagen treten diese mit Fichten und Tannen vermischt auf. In den Alpen reicht die Höhenstufung von Eichen- und Buchenwäldern über Tannen- und Fichtenwälder bis zu alpinen Matten oberhalb der Waldgrenze. Die Bretagne ist, wie auch das Aquitanische und das Pariser Becken, überwiegend nicht bewaldet. Nach der Rodung der Wälder, der ursprünglichen Vegetation, bildeten sich hier aufgrund des feucht-kühlen ozeanischen Klimas sehr schnell Grasland und Heiden u. a. mit Ginster und Heidekraut als verbreiteten Pflanzen aus.

Trotz der relativ geringen Bevölkerungsdichte ist Frankreich stark durch vom Menschen geformte Kulturlandschaften geprägt, wodurch die Vielfalt wild lebender Tiere beschränkt wird. Eine weitere gravierende Beeinträchtigung der Fauna besteht darin, dass Frankreich den Massenfang von Vögeln für kulinarische Zwecke erlaubt, 1997 schätzte man die Zahl der hier getöteten Vögel auf 70 Millionen. Hinzu kommt, dass zwei Drittel der Waldflächen nur als Niederwald entwickelt sind. Hier finden vor allem Arten wie Feldhasen, Fasane und Rebhühner geeigneten Lebensraum. In den Hochwäldern leben Rothirsche, Rehe, Wildschweine und Rotfüchse, in höheren Lagen der Alpen Gämsen, Murmeltiere und Schneehasen.

Den Südwesten des Landes bewohnt ein bemerkenswertes Raubtier: die Ginsterkatze (eine Schleichkatze), in den Pyrenäen gibt es noch einige wenige Braunbären. Die frei lebenden Pferde in der Camargue sind verwilderte Hauspferde. Zu den Besonderheiten der Avifauna (Vogelwelt) gehören neben Schmutzgeiern fünf Adlerarten (Seeadler, Steinadler, Habichtsadler, Zwergadler, Schlangenadler), in der Camargue leben Flamingos. Weitere besonders auffallende Vogelarten sind Bienenfresser und Wiedehopf. Vor allem in den südlichen Landesteilen gibt es zahlreiche Reptilien wie Geckos, Skinke (Glattechsen), Eidechsen (u. a. die bis 60 Zentimeter große Perleidechse), Schlangen (Nattern, Vipern) sowie Sumpf- und Meeresschildkröten. Die häufigsten Süßwasserfische sind Karpfen. In den Küstengewässern des Atlantiks und des Mittelmeeres leben zahlreiche Fischarten, darunter Dorsche, Heringe, Makrelen, Plattfische, Sardinen und Thunfische. Encarta

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