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Die israelische Wirtschaft
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Israel ist ein relativ rohstoffarmes Land und muss den Hauptteil der benötigten Rohstoffe importieren – sie machen etwa zwei Drittel des Gesamtimports aus. Eine Hauptstütze der Wirtschaft stellt die verarbeitende Industrie dar, die rund 38 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt beisteuert, das 2006 bei insgesamt 140 457 Millionen US-Dollar lag. Hiervon erwirtschaftet der Dienstleistungssektor den Löwenanteil, etwa 58 Prozent des wirtschaftlichen Gesamtaufkommens. Obwohl der Agrarsektor nur 4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes aufbringt, erzielt Israels intensive und stark automatisierte Landwirtschaft immerhin 20 Prozent der gesamten Exporterlöse. Israels Wirtschaft leidet unter einer relativ hohen Inflation – die Inflationsrate lag 1998 bei 8,5 Prozent. Bemühungen, die Inflation einzudämmen, verursachen ein Leistungsbilanzdefizit und eine hohe Auslandsverschuldung (1997: 20,5 Milliarden US-Dollar). Die Arbeitslosigkeit liegt bei 10,7 Prozent (2003).

Landwirtschaft
Landwirtschaft findet vor allem in der Küstenregion und in den relativ niederschlagsreichen nördlichen Landesteilen statt; in der Wüste Negev wurden ausgedehnte Bewässerungskulturen angelegt. Insgesamt ist ein Viertel der Landesfläche landwirtschaftlich nutzbar.

Die israelische Landwirtschaft deckt drei Viertel des einheimischen Nahrungsmittelbedarfs. Anfang der neunziger Jahre wurden 887 000 Tonnen Orangen, 523 000 Tonnen Tomaten, 213 000 Tonnen Kartoffeln, 291 000 Tonnen Weizen, 104 000 Tonnen Äpfel, 66 300 Tonnen Melonen, 48 000 Tonnen Avokados und 98 000 Tonnen Weintrauben produziert. Zum Viehbestand zählen 398 000 Rinder, 445 000 Schafe, 87 000 Ziegen sowie 42,7 Millionen Hühner und anderes Geflügel (2006).

Der Erfolg der israelischen Landwirtschaft war nur durch wissenschaftliche Forschung und technologische Fortschritte möglich, insbesondere bei der Landgewinnung und den Bewässerungsprogrammen.

Die israelischen Dörfer auf dem Land lassen sich in drei Typen einteilen: die Kollektive (Kibbuzim), in welchen sich die Bewohner Arbeit und Gewinne teilen, die Kooperativen (Moschawim), bei denen einzelne Farmen getrennt produzieren, das Produkt aber gemeinsam vermarktet wird, und die kleinen Bauernhöfe (Moschava), auf denen wie in einem Privatunternehmen gewirtschaftet wird. Die ersten beiden Siedlungstypen wurden auf jenen Ländereien errichtet, die im Besitz der verschiedenen Kolonisierungsorganisationen waren, vor allem in Händen des Jüdischen Nationalfonds. Das Land wurde an die Siedler verpachtet.
Forstwirtschaft und Fischerei

Im Zuge der Landgewinnung wurden große Aufforstungsprogramme überwiegend in den schwerer zu bewirtschaftenden hügeligen Regionen durchgeführt. 2005 waren 8,1 Prozent der Landesfläche bewaldet. 2005 wurden 26 555 Tonnen Fisch gefangen, mehr als die Hälfte davon stammten aus der Teichwirtschaft.

"Israel," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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Landwirtschaft im Kibbuz
Landwirtschaft im Kibbuz. Encarta
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