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Die israelische Bevölkerung
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Die Einwohnerzahl beträgt etwa 6,50 Millionen (2008). Die Bevölkerungsdichte liegt bei 320 Einwohnern pro Quadratkilometer. Das mittlere Bevölkerungswachstum ist mit 1,13 Prozent im Jahr hoch (2008). Die Lebenserwartung beträgt in Israel 77,6 Jahre für Männer und 82 Jahre für Frauen (2008). Der Urbanisierungsgrad ist sehr hoch; 92 Prozent der Bevölkerung leben in Städten (2005). Etwa 82 Prozent der Bevölkerung sind jüdischer Abstammung, 17 Prozent sind Palästinenser mit israelischer Staatsangehörigkeit. Die kulturelle und ethnische Vielfalt ist groß. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist in Israel geboren (sie werden Sabrasgenannt), aber ihre Vorfahren stammen aus mehr als 100 verschiedenen Ländern und sprechen insgesamt etwa 85 verschiedene Sprachen oder Dialekte. Die größten Gruppen sind die Aschkenasim, deren Vorfahren aus den mitteleuropäischen Ländern nach Israel eingewandert sind, und die Sephardim, deren Vorfahren von der Iberischen Halbinsel und aus Nordafrika nach Israel kamen.

Andere Volksgruppen stammen aus dem Mittleren Osten oder aus Osteuropa. Letztere wanderten vor allem nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Zerfall des Ostblocks nach Israel aus.

Größte Stadt des Landes ist Jerusalem (702 000 Einwohner einschließlich der Altstadt). Weitere wichtige Städte sind das Industriezentrum Tel Aviv-Jaffa (369 000), Haifa (269 000), Holon (166 000) und Ramat Gan (127 000).

Die Amtssprachen sind Hebräisch und Arabisch. Das Hebräische ist am weitesten verbreitet. Die palästinensische Minderheit spricht Arabisch, das ab der fünften Klasse, ebenso wie das Englische, in der Schule unterrichtet wird. Viele Bewohner des Landes sprechen zudem Englisch, Jiddisch, Russisch oder eine andere europäische Sprache. Englisch ist die Handelssprache und wird von den meisten Israelis beherrscht. Nahezu alle Bewohner des Landes sind zweisprachig, da ihre Eltern nach der Staatsgründung im Jahr 1948 nach Israel kamen.

Für die Einwanderer gibt es heutzutage staatlich geförderte Hebräisch-Kurse, den so genannten Ulpanim-Unterricht.
Feiertage und religion

Die Angelegenheiten der drei wichtigsten Religionen im Land, Judentum, Islam und Christentum, werden von einem Ministerium für religiöse Angelegenheiten und jeweils zugehörigen Räten in den verschiedenen Religionen koordiniert. 81 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zum Judentum. Die Muslime haben unter der nichtjüdischen Bevölkerung den größten Anteil (14,4 Prozent der Gesamtbevölkerung); andere Minderheiten sind Christen (2,9 Prozent) und Drusen (1,7 Prozent).

e jüdischen Feiertage und der Sabbat sind im ganzen Land gesetzlich vorgeschrieben. Der jüdische Kalender basiert auf dem Mondkalender; die Daten der Feiertage weichen deshalb von denen des westlichen Sonnenkalenders ab. Der

Altstadt von Jerusalem
Altstadt von Jerusalem. Encarta
Monat Tischri – im September bzw. Oktober – beginnt mit dem jüdischen Neujahrsfest, Rosch Haschana. Der wichtigste jüdische Feiertag, der Versöhnungstag Jom Kippur, findet am 10. Tischri statt. Das Laubhüttenfest (Sukkot) beginnt am 15. Tischri, dauert eine ganze Woche und endet mit dem Simhat Thora. Dieser Feiertag markiert den Beginn des einjährigen Zyklus der Thoralesungen. Das Tempelweih- oder Lichterfest Chanukka wird im späten November oder Dezember gefeiert. Passah oder Pessach findet sechs Monate (nach dem Mondkalender) und zwei Wochen nach Rosch Haschana statt. Andere wichtige Fest- und Feiertage sind der Unabhängigkeitstag 21 Tage und Schawuot 50 Tage nach dem Passahfest. Die Zeitrechnung, auf den Tag bezogen, beginnt nach jüdischer Auffassung bei Sonnenuntergang. Deshalb beginnt der jüdische Sabbat bereits freitags bei Sonnenuntergang und endet samstags zur gleichen Zeit. "Israel," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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