Geschichte Islands : Unter dänischer Krone
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Fotografien Island |
Durch die Kalmarer Union von 1397 fiel Island zusammen mit Norwegen an die dänische Krone. Wirtschaftlich prosperierte Island, nicht zuletzt durch den direkten Handel mit England und Deutschland. Dänemark suchte jedoch diesen lukrativen Direkthandel unter seine Kontrolle zu bringen, beschränkte den Handel zunehmend und übernahm 1602 schließlich das Monopol auf den Handel mit Island. Ein wirtschaftlicher und kultureller Niedergang war die Folge. Auch in anderen Bereichen griff die dänische Krone immer stärker in die Belange Islands ein; so wurde 1537 gewaltsam die Reformation eingeführt und der Kirchenbesitz konfisziert. Unter König Friedrich III. wandelten sich Mitte des 17. Jahrhunderts Dänemark und Norwegen zu einem absolutistischen Staatswesen, was sich auch auf Island auswirkte: Die isländischen Großen wurden gewaltsam zur bedingungslosen Unterwerfung gezwungen, das Althing als gesetzgebende Gewalt wurde außer Kraft gesetzt, Island verlor alle autonomen Rechte und Privilegien, Dänen traten an die Stelle der isländischen Amtsträger. |
Im 18. Jahrhundert kam es auf der Insel zu erheblichen Klimaveränderungen und Vulkanausbrüchen. Anfang des Jahrhunderts lebten 50 000 Menschen auf der Insel. Durch eine Pockenepidemie (1707-1709), Hungersnöte in der Mitte des Jahrhunderts und den Vulkanausbruch im Bereich der Laki-Spalte (1783) wurde die Bevölkerung auf etwa 35 000 dezimiert; der Großteil der Bevölkerung war verarmt. Die dänische Regierung zog u. a. die Evakuierung der überlebenden Isländer in die Heidegebiete der Halbinsel Jütland in Betracht. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts verbesserten sich die Lebensbedingungen in Island u. a. durch infrastrukturelle und verwaltungstechnische Maßnahmen sowie durch die Lockerung des Handelsmonopols (1787). Als 1814 die Union zwischen Dänemark und Norwegen endete, verblieb Island bei Dänemark. |
1843 wurde das Althing als beratende Versammlung wieder eingesetzt und 1854 das Handelsmonopol vollständig aufgehoben und der Handel mit allen Ländern wieder zugelassen. Vor dem Hintergrund der Revolutionen von 1848 verschärfte sich auch in Island die Forderung nach Unabhängigkeit oder zumindest Autonomie; Vorkämpfer dabei war Jón Sigurðsson. 1874 erhielt Island eine Verfassung und mit ihr die Autonomie in Verwaltung und Finanzwesen, und das Althing bekam nun wieder – vorerst noch eingeschränkte – legislative Kompetenzen. |
Seit Island über Finanzautonomie verfügte, kam es zu einem raschen wirtschaftlichen Aufschwung. Gleichzeitig ging aber der Kampf um die Unabhängigkeit weiter: 1904 wurde Island Autonomie gewährt, und am 1. Dezember 1918 erhielt die Insel die volle Souveränität, blieb aber in Personalunion mit der dänischen Krone verbunden. Der Unionsvertrag räumte beiden Parteien das Recht ein, die Union nach 25 Jahren aufzulösen. In der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen bildete sich eine moderne Parteipolitik heraus, und trotz der Weltwirtschaftskrise wurden große Fortschritte erzielt. Nach der Besetzung Dänemarks durch deutsche Truppen im April 1940 wurde Island im darauf folgenden Monat von britischen Truppen besetzt, die 1941 von US-Truppen abgelöst wurden. 1941 wurde Svein Björnsson zum Regenten in Island gewählt. "Island," Microsoft® Encarta |
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Friedrich III. (von Dänemark und Norwegen) |
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