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Verkehr und Industrien in Vietnam
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Das größte Bergbaugebiet befindet sich im Nordwesten des Landes. Neben dem Abbau von Stein- und Braunkohle werden Eisen-, Zinn- und Chromerze gefördert. Ebenfalls im Norden befinden sich vor der Küste größere Erdöl- und Erdgaslagerstätten. Allerdings lagern die Vorkommen in Regionen, die von China beansprucht werden.

Die Hauptstandorte der Eisen- und Stahlerzeugung, des Maschinenbaus sowie der Zement- und chemischen Industrie (vor allem Düngemittel) konzentrieren sich im Norden. Dagegen sind bedeutende Produktionszweige der Papier-, Textil-, Nahrungsmittel- und Elektroindustrie mehr im Süden angesiedelt. Ebenfalls im Süden befinden sich wichtige Handelszentren.

Mit der Wiedervereinigung wurde die südvietnamesische Währung des Paistres abgeschafft. Die Währungseinheit ist heute der neue Dong zu 100 Xu. Die Staatsbank von Vietnam (gegründet 1951) ist die nationale Notenbank. Vier unabhängige, kommerzielle Banken wurden 1990 von der Regierung gegründet.

Die Handelsbilanz ist negativ. Zu den bedeutendsten Exportgütern zählen landwirtschaftliche Produkte (insbesondere Reis) sowie Produkte der Forstwirtschaft und Fischerei, gefolgt von Erzeugnissen des Handwerks, der Leicht- und Schwerindustrie. Haupteinfuhrgüter sind neben Roh- und Brennstoffen (z. B. Mineralöl), Maschinen, Ausrüstungen und Ersatzteile vor allem auch diverse Konsumgüter.

Zu den Haupthandelspartnern zählen Japan, Hongkong, die Philippinen, Singapur, Frankreich und Deutschland. Seit 1987 hat die Regierung ausländische Kapitalinvestitionen gefördert. Am 4. Februar 1994 hoben die Vereinigten Staaten ihr 1964 (gegen Nordvietnam) erlassenes Handelsembargo auf.

Die einzig gesetzlich zugelassene Gewerkschaftsvereinigung ist der Allgemeine vietnamesische Gewerkschaftsbund, dem etwa 3,8 Millionen Mitglieder angehören. Ein 1994 verabschiedetes Arbeitsgesetz räumte Arbeitern erstmalig das Streikrecht ein.

Die Kriegsjahre hinterließen im Verkehrsnetz unübersehbare Spuren. Seit dem Ende der militärischen Auseinandersetzung ist man bemüht, den Süden mit dem Norden verkehrstechnisch zu verbinden. Der Autoverkehr gestaltet sich entlang der Küste am einfachsten. Das Streckennetz der Eisenbahn verläuft vorwiegend im Norden des Landes. Eine Ausnahme bildet die 1 730 Kilometer lange Eisenbahnverbindung zwischen Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt. Die lang gestreckte Küstenlinie, der Mekong und der Rote Fluss mit seinen Seitenarmen sowie

Erdölförderung im Südchinesischen Meer
Erdölförderung im Südchinesischen Meer. Encarta

viele andere kleinere Flüsse und Kanäle werden als Wasserstraßen genutzt. Die bedeutendsten Seehäfen für die Verschiffung nach Übersee sind Haiphong, Da Nang und Ho-Chi-Minh-Stadt. Die vietnamesische Fluggesellschaft bietet sowohl inländische als auch ausländische Flugverbindungen an. Internationale Flughäfen befinden sich in Ho-Chi-Minh-Stadt und in Hanoi (Noi Bai). Die vietnamesische Regierung beschloss im März 2000 einen umfassenden Ausbau der touristischen Infrastruktur. Neben dem Bau neuer Straßen und Bahnlinien in die Nachbarstaaten Kambodscha, Laos und China ist auch die Modernisierung und Erweiterung von Flughäfen geplant. Die Abwicklung von Anträgen auf Visa wurde seither erheblich beschleunigt. Bereits 1998 besuchten mehr als 1,5 Millionen Auslandsgäste Vietnam (Deviseneinnahmen 1998: 86 Millionen US-Dollar). 52,3 Prozent der benötigten elektrischen Energie werden in Wasserkraftwerken erzeugt (2003). Kohlekraftwerke haben einen Anteil von 47,7 Prozent. "Vietnam," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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