Verkehr und Industrien in Ungarn
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Fotografien Ungarn |
Obwohl Ungarn über einige Bauxit-, Kohle-, Mangan-, Erdgas-, Erdöl-, Kupfer-, Eisen- und Uranerzvorkommen verfügt, ist das Land dennoch als rohstoffarm zu bezeichnen. Außer dem Aluminium- und Manganerz sind die meisten Bodenschätze nur in geringen Mengen vorhanden und decken nicht den Eigenbedarf des Landes. Die Qualität des abgebauten Eisenerzes ist niedrig. Aus diesem Grunde muss Ungarns Industrie zahlreiche Rohstoffe aus dem Ausland importieren. |
Bedeutende Industriezweige sind Maschinen- und Fahrzeugbau, Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, Textil- und Bekleidungsindustrie sowie Lederwarenproduktion. Außerdem werden auch chemische Erzeugnisse (Pharmaprodukte, Düngemittel, Kunststoffe) und Baustoffe hergestellt. |
Die Währungseinheit ist der Forint (100 Fillér). Alle Bankgeschäfte werden von der Ungarischen Nationalbank kontrolliert. Sie ist Ungarns Notenbank und bietet auch Kontokorrent- und Sparkonten an. Die Kunden der Außenhandelsbank sind Unternehmen, die Wirtschaftsbeziehungen ins Ausland unterhalten. Die Staatliche Entwicklungsbank finanziert umfangreiche Investitionsprojekte. Während der kommunistischen Ära unterstanden alle Großhandels- und die meisten Einzelhandelsunternehmen der staatlichen Kontrolle. Etwa die Hälfte des jährlichen Außenhandelsvolumens wurde mit der UdSSR und anderen Staaten des Ostblocks abgewickelt. Allerdings nahm der Handel mit Westeuropa, vor allem in den achtziger Jahren, stark zu. |
Mitte der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts gehörten vor allem Deutschland, Österreich, Italien, einige Staaten der GUS (z. B. Russland), Frankreich, die USA und Großbritannien zu den wichtigsten Außenhandelspartnern Ungarns. |
Gegen Ende der neunziger Jahre wickelte Ungarn seinen Außenhandel zu rund 80 Prozent mit Ländern der Europäischen Union ab. In der Handelsbilanz standen 46 394 Millionen US-Dollar für Einfuhrgüter einem Volumen von 42 309 Millionen US-Dollar für ausgeführte Waren gegenüber (2003). Zu den wichtigsten Exportprodukten Ungarns zählen Maschinen und Transportausrüstungen, Nahrungsmittel und Getränke, chemische Erzeugnisse, Kleidung und Textilien sowie Vieh. Im Gegensatz dazu waren Hauptimportprodukte vor allem Maschinen und vorgefertigte Teile, Nahrungs- und Genussmittel, Energieträger (z. B. Brennstoffe) sowie Rohstoffe (u. a. Nichteisenmetalle). Die Donau ist eine der wichtigsten Verkehrsadern des Landes. |
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Die Donau in Budapest. Encarta |
Mit ihren schiffbaren Nebenflüssen (deren Gesamtlänge 1 622 Kilometer beträgt) ermöglicht sie die kostengünstige Abwicklung eines Großteiles der inländischen Fracht- und Passagiertransporte; Hauptumschlagsplatz ist Budapest. Von der Hauptstadt starten u. a. auch Tragflügelboote in Richtung Bratislava und Wien. Ferner bietet das Wasserstraßennetz einen schnellen Zugang zu den Märkten am Schwarzen Meer. Das Eisenbahnnetz ist 7 950 Kilometer lang (2005), wobei etwa ein Drittel elektrifiziert ist. Das ungarische Straßennetz hat eine Länge von 159 568 Kilometern (2003). Flüge werden sowohl von der staatlichen ungarischen Fluggesellschaft Malév als auch von ausländischen Flugunternehmen angeboten und am internationalen Flughafen Ferihegy in Budapest abgefertigt. Die beliebtesten und bekanntesten Fremdenverkehrsziele sind Budapest, der Plattensee (Balaton) und zahlreiche große Kurbäder. Die Besucherzahlen sind jedoch rückläufig. Während 1996 noch mehr als 20 Millionen Gäste aus dem Ausland kamen, waren es 1999 nur noch knapp 13 Millionen. "Ungarn," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009 http://de.encarta.msn.com © 1997-2009 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
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